ZDK-Appell: Handel soll Politik ins Autohaus holen

17.04.2026 10:32 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Der ZDK ruft Autohäuser dazu auf, den direkten Dialog mit Bundestagsabgeordneten zu suchen.
© Foto: ProMotor/T.Volz

Mit der Kampagne "Politik im Autohaus" mobilisiert der ZDK Betriebe in Bayern und NRW, um politischen Entscheidern die brisante Lage des Kfz‑Gewerbes vor Augen zu führen.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) will den Druck auf die Politik erhöhen. In einem Rundschreiben an rund 100 Autohäuser in Bayern und Nordrhein‑Westfalen ruft der Verband dazu auf, den direkten Dialog mit Bundestagsabgeordneten zu suchen und politische Entscheidungsträger in die Betriebe einzuladen. Ziel der Aktion "Politik im Autohaus" ist es, auf die angespannte Lage im Kfz‑Gewerbe aufmerksam zu machen. 

Auslöser ist vor allem die angekündigte E‑Auto-Prämie der Bundesregierung. Fünf Monate nach deren Vorstellung erwartet der ZDK "ab Mai ein neues Bürokratiemonster" bei der Antragsstellung. Kunden erhielten erst nach der Zulassung eines Fahrzeugs Gewissheit darüber, ob sie die Förderkriterien erfüllen. "Drei Milliarden Euro werden möglicherweise nur schleppend nachgefragt, weil sich das Bundesumweltministerium im bürokratischen Kleinklein einer Förderrichtlinie verliert, die alles andere als eine Aufbruchstimmung für die Elektromobilität schafft", heißt es in dem Schreiben, das AUTOHAUS vorliegt. 

Der Verband fordert Autohäuser ausdrücklich dazu auf, selbst aktiv zu werden: "Es ist an der Zeit, dass Sie Ihre Stimme erheben und bei Ihrem Wahlkreisabgeordneten 'Druck auf den Kessel' machen, damit es endlich wieder aufwärts geht im Wirtschaftsland Deutschland." Dafür stellt der ZDK einen Musterbrief bereit, den Betriebe an ihre lokalen Abgeordneten richten können. Zugleich empfehlen die Verbandsvertreter, den Kontakt nicht allein schriftlich zu suchen, sondern den Dialog vor Ort im Autohaus zu führen.

"Kfz-Gewerbe steht unter erheblichen Druck"

Dabei gehe es längst nicht mehr nur um die Förderung der E‑Mobilität. Der ZDK verweist zudem auf die geplante Energiekennzeichnungspflicht für Gebrauchtfahrzeuge, für die künftig der Handel verantwortlich sein soll. Auch weitere regulatorische Belastungen würden den wirtschaftlichen Druck auf Betriebe weiter erhöhen. "Die Situation in der Automobilbranche darf nicht aus dem Fokus geraten – gerade der Handel und das Kfz‑Gewerbe stehen unter erheblichem Druck", betont der Verband.

Um die Themen öffentlich sichtbar zu machen, empfiehlt der ZDK eine breite Ansprache über Social Media und die lokale Presse. Unterstützend werden Positionspapiere, Presseinformationen und weitere Materialien zur Verfügung bereitgestellt. Das Mailing schließt mit einem deutlichen Appell an die Betriebe: "Machen Sie mit bei der Kampagne 'Politik im Autohaus' – denn es geht um Ihre Betriebe und unsere Branche."


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