BYD führt in China eine vollständige Schadensabdeckung für die Funktion "Urban Navigate on Autopilot" seines Fahrerassistenzsystems "God’s Eye" ein. Das Angebot wurde im Rahmen der Vorstellung einer neuen Intelligence-Strategie des Herstellers präsentiert. Es soll für Neu- und Bestandskunden gelten, die auf "God’s Eye 5.0" im chinesischen Markt upgraden.
Nach Unternehmensangaben übernimmt BYD finanzielle Schäden, wenn es während der regelkonformen Nutzung der urbanen NOA-Funktion zu einem rechtlich relevanten Unfall kommt. Die Deckung ist zunächst auf ein Jahr angelegt. BYD positioniert das Angebot als Maßnahme, um das Vertrauen in fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme zu stärken.
LiDAR-Technik für weitere Modelle
Zugleich kündigte der chinesische Hersteller an, seine Modellpalette künftig optional mit einer weiterentwickelten "God’s Eye"-LiDAR-Technologie anbieten zu wollen. Das Fahrerassistenzsystem soll mehrere technische Upgrades erhalten, darunter eine neue XUANJI-Architektur 2.0, eine Satelliten-Sensorarchitektur sowie ein selbstlernendes Datensystem zur Weiterentwicklung der Algorithmen.
Im Zuge der Strategiepräsentation stellte BYD zudem den XUANJI A3 vor. Der selbst entwickelte Automotive-Driving-SoC basiert laut Hersteller auf 4-Nanometer-Technologie und soll automatisiertes Fahren auf Level 3 und Level 4 unterstützen. In einer Drei-Chip-Konfiguration nennt BYD eine Rechenleistung von mehr als 2.100 TOPS pro Fahrzeug.
Große Flotte als Datenbasis
BYD verweist zur Begründung des neuen Angebots auf seine wachsende Fahrzeugflotte mit intelligenter Fahrassistenz. Nach Unternehmensangaben sind mehr als 3,15 Millionen Fahrzeuge mit entsprechenden Systemen unterwegs. Das System "God’s Eye" verarbeite täglich mehr als 200 Millionen Kilometer an Fahrdaten. Außerdem arbeiteten rund 5.000 Ingenieure an der Weiterentwicklung der Technologie.