Analyse: Diese Automarken verloren die meisten Website-Besucher

Das allgemeine Interesse an Autos, gemessen am Besucheraufkommen der Autohersteller-Websiten, sank im April deutlich.
© Foto: Rawpixel.com / stock.adobe.com

Im April mussten die Hersteller beim Traffic ihrer Internetseiten in Deutschland deutliche Einbußen hinnehmen. Am stärksten traf es Nissan. Ab Mai erholten sich die Zahlen wieder.

Die Automobilindustrie verzeichnet seit Jahresbeginn nicht nur bei den Verkaufszahlen enorme Einbußen. Auch das allgemeine Interesse an Autos, gemessen am Besucheraufkommen der Hersteller-Homepages, sank deutlich. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Analyse der Wirtschaftsschule BSBI, die den Webseiten-Traffic der 15 am stärksten in Deutschland vertretenen Automarken untersucht hat.

Als die Krise im April in Deutschland ihren bisherigen Höhepunkt erreichte, sank das Interesse an sämtlichen Marken enorm: Am stärksten betroffen war Nissan mit rund 65 Prozent weniger Webseiten-Gästen als noch im Monat zuvor. Auch Opel (minus 59 Prozent) und Peugeot (minus 46 Prozent) verloren eine Vielzahl an Besuchern. Mazda, Ford und Seat mussten je über ein Drittel ihres Traffics einbüßen.

Bereits in der Vormonaten zeichnete sich ein Negativtrend auf den Hersteller-Webseiten ab: Im Januar sank das Interesse am Hersteller Toyota im Vergleich zum Vormonat am stärksten (minus 17 Prozent). Skoda verbuchte im Februar rund 25 Prozent weniger Besucher als noch im Januar. Im März ging das Besucheraufkommen bei der Marke Hyundai am stärksten zurück (minus 25 Prozent).

Trendwende ab Mai

Sämtliche Marken der Untersuchung schrieben im Mai 2020 wieder schwarze Besucherzahlen auf ihren Homepages: Bei Opel hat sich im Vergleich zum Vormonat das Besucherplus mehr als verdoppelt (133 Prozent). Die deutsche Website von Ford erhielt rund 70 Prozent mehr Zugriffe als im April. Auch Peugeot (plus 54 Prozent) und Toyota (plus 52 Prozent) verzeichneten ein deutlich gestiegenes Interesse an ihren Online-Präsenzen.

Alexander Zeitelhack, stellvertretender Dekan der BSBI, kommentiert die Analyse: “Die Autoindustrie hatte schon vor der Pandemie mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen. Unter anderem sind diese auf die Unsicherheit der Verbraucher zurückzuführen, während der Krise große Investitionen zu tätigen.“ Die Analyse zeige jedoch, dass mit den sinkenden Infektionszahlen der Informationsbedarf auf den Internetseiten der Autobauer wieder zunehme. (AH)

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