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CO2-Grenzwerte für 2021: Noch ein weiter Weg

Europas Autohersteller müssen sich strecken, den CO2-Grenzwert für 2021 einzuhalten.
© Foto: picture alliance/dpa

Die Abkehr europäischer Autofahrer vom Diesel setzt die Autohersteller unter Druck. Viele dürften Probleme bekommen, die für 2021 obligatorischen CO2-Grenzwerte einzuhalten.

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Die Autoindustrie hat Schwierigkeiten beim Erreichen der CO2-Ziele für 2021. Viele Marken sind noch weit von ihrem individuellen Soll-Wert entfernt, wie aus einer Studie der Umweltschutzorganisation ICCT hervorgeht.

Am nächsten ist seinem CO2-Ziel bislang Toyota. Den Japaner fehlen nur noch neun Gramm zu dem vorgeschriebenen europaweiten Neuwagen-Durchschnittswert von 94 Gramm pro Kilometer. Noch einen weiten Weg hat hingegen Fiat-Mutter FCA zu gehen, die aktuell um 24 Gramm über ihrem Grenzwert von 95 Gramm liegt. Die konkreten Zielvorgaben sind für jeden Hersteller unterschiedlich, unter anderem abhängig vom durchschnittlichen Fahrzeuggewicht; so sollen die in der Modellpalette angelegten Nachteile der deutschen Premiumhersteller gegenüber den Kleinwagenmarken aus Asien und Südeuropa ausgeglichen werden. Die in Europa neu zugelassenen Neuwagen des Daimler-Konzerns etwa dürften 2021 im Schnitt 103 Gramm ausstoßen – ein Wert, den die Mercedes- und Smart-Mutter aktuell noch um 24 Gramm verfehlt. Noch weiter entfernt ist Volkswagen, die aktuell 26 Gramm über dem Ziel von 96 Gramm liegen.

Noch ist das für die Hersteller kein akuter Grund zur Sorge. Viele Marken wollen in den kommenden Monaten neue Elektro- oder Plug-in-Hybridautos auf den Markt bringen, die den CO2-Flottenausstoß in den nächsten Jahren senken sollen. Probleme macht in diesem Zusammenhang jedoch der Absturz des verbrauchsarmen Diesel-Pkw. Weil viele Kunden auf Benzinermodelle mit ihrem höheren CO2-Ausstoß umgestiegen sind, ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Europas Neuwagenflotte im vergangenen Jahr erstmals gestiegen, um ein Gramm gegenüber dem Vorjahr auf 119 Gramm pro Kilometer. Zielwert für 2021 sind 95 Gramm.

Strafzahlungen drohen ab 2023

Sollte ein Hersteller das individuelle Ziel verpassen, drohen nach einer Übergangszeit bis 2023 Strafzahlungen in empfindlicher Höhe. Die Hersteller dürften daher versuchen, ihre sparsamen Modelle notfalls auch mit Verlusten in den Markt zu drücken. Nach Berechnungen des Center Automotive Research würde sich der Verkauf eines E-Autos selbst bei Verlusten von mehr als 10.000 Euro pro Fahrzeug für die Hersteller noch rechnen. (SP-X)

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KOMMENTARE


Fabian Buhk

14.07.2018 - 22:01 Uhr

Hauptsache wenig NOx.


Arno Bach

15.07.2018 - 20:21 Uhr

Das ist so krank wie 98% unserer Politiker.... da werden dann Elektroauto‘s unter Herstellkosten in den Markt gedrückt, die in der Herstellung schon CO2 für 8 Jahre im Voraus in die Luft geblasen haben.... das rettet dann das Klima!!!


poldi66

16.07.2018 - 11:38 Uhr

Wie wärs denn Hybrid-Fahrzeugen, jahrelang wurde Toyota dafür belächelt, jetzt ist Toyota derjenige Hersteller, der dem Ziel am nächsten ist. Es handelt sich bei der ganzen Jammerei der deutschen Hersteller um ein typisch deutsches Phänomen. Um dann gleich die Politik zu erpressen, werden dann gefährdete Arbeitsplätze genannt und schon springen die Verkehrsminister!! ...als wenn neue Technik keine Arbeitsplätze benötigen würde....lächerlich!!!


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