Weltweit war 2025 jedes vierte neu verkaufte Fahrzeug ein Elektroauto. Die Neuzulassungen von Batterieautos und Plug-in-Hybriden stiegen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent auf rund 21 Millionen Einheiten, wie aus dem neuen "EV Charging Index" der Unternehmensberatung Roland Berger hervorgeht. In den 34 untersuchten Märkten waren Ende des Jahres rund 73 Millionen E-Fahrzeuge unterwegs.
Besonders kräftig entwickelte sich demnach Europa. Nach dem schwachen Vorjahr legten die Verkäufe um rund ein Drittel auf 3,7 Millionen Fahrzeuge zu. Der Anteil elektrifizierter Modelle an den Neuzulassungen näherte sich 30 Prozent. In Deutschland lag er bei 28,3 Prozent, davon entfielen 18,3 Prozentpunkte auf reine Batterieautos und zehn Prozentpunkte auf Plug-in-Hybride. Taktgeber bleibt China, wo Elektroautos 2025 rund die Hälfte der Neuzulassungen ausmachten.
Der Ausbau des öffentlichen Ladenetzes verlangsamte sich zuletzt leicht. Weltweit kamen 2025 rund 1,1 Millionen Ladepunkte hinzu, nach jeweils etwa 1,3 Millionen in den beiden Vorjahren. Die Studie wertet dies als Zeichen eines reifenden Marktes: Statt der reinen Masse rücken Ladeleistung und Auslastung stärker in den Mittelpunkt.
In Deutschland kommen rechnerisch 16 Elektrofahrzeuge auf einen öffentlichen Ladepunkt. In Westeuropa stehen derzeit durchschnittlich rund 45 Batterieautos je Schnellladepunkt. Da der Fahrzeugbestand inzwischen schneller wächst als die Schnellladeinfrastruktur, dürfte deren Auslastung in den kommenden Jahren steigen.