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KBA: Deutscher Automarkt weiter schwach

Der Pkw-Markt in Deutschland hat auch im August das Vorjahresniveau verpasst.
© Foto: David Hecker/ddp

Laut KBA kamen im August knapp 226.500 Neuwagen auf die Straßen, das waren 4,7 Prozent weniger als im Vergleichsmonat 2011. Im Jahresverlauf zeigt sich der Markt jedoch weiter relativ stabil.


Datum:
04.09.2012
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Der Pkw-Markt in Deutschland hat auch im August das Vorjahresniveau verpasst. Laut der aktuellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) kamen 226.455 Neuwagen auf die Straßen, das waren 4,7 Prozent weniger als im August 2011. Auch im Juli hatte das Minus bei fast fünf Prozent gelegen. Im Jahresverlauf zeigt sich der Markt jedoch noch relativ stabil und liegt mit insgesamt 2,11 Millionen Neuzulassungen in den ersten acht Monaten nur 0,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Zu den Gewinnern zählten im August die Marken Smart (plus 22,4 Prozent), Audi (plus 19,4 Prozent) und Porsche (plus 8,2 Prozent). Mercedes verfehlte das Vorjahresergebnis mit minus 0,5 Prozent nur knapp. Opel setzt seine steile Talfahrt fort

Laut dem Branchenverband VDIK konnten die Importeure ihren Marktanteil im August auf 35,8 Prozent steigern. Die meisten Zulassungen gab es bei Renault/Dacia – trotz eines Rückgangs um 11,4 Prozent. Skoda festigte seine Position als stärkste Einzelmarke mit einem Plus von 17,9 Prozent. Die höchsten Zugewinne konnten Land Rover (plus 131,6 Prozent) und Subaru (plus 69,5 Prozent) einfahren.

Laut der KBA-Statistik sind kleine Fahrzeuge weiterhin sehr gefragt. Die Mini-Vans machten ein Plus von 35,8 Prozent, beim Mini-Segment waren es 33 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aber auch Geländewagen stehen weiter in der Gunst der Neuwagenkäufer (plus 22,4 Prozent). Schwer haben es indes die Sportwagen und Premiumfahrzeuge, deren Verkäufe im August um 26,4 Prozent bzw. 17,2 Prozent zurückgingen. Auch das größte Segment, die Kompaktklasse, verzeichnete ein deutliches Minus von 18,8 Prozent.

Der Dieselanteil lag im Vormonat laut KBA bei 47,6 Prozent. 38,9 Prozent der Neuwagen wurden von privaten Haltern zugelassen. Laut dem VDIK stützen die Neuzulassungen von Pkw mit Dieselmotor weiterhin den Markt. In den ersten acht Monaten legten sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp drei Prozent zu und erreichen einen Anteil von 48 Prozent.

Deutsche Autos stark im Export

"Der Kampf auf dem deutschen Markt ist härter geworden", sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Trotz des Rückgangs im August hält der VDA an der Erwartung  von 3,1 Millionen Neuzulassungen im Gesamtjahr fest. Beim Export deutscher Fahrzeuge stand im August ein Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat von einem Prozent auf 284.400 Fahrzeuge, auf Jahressicht gesehen aber eine Stagnation, ebenso wie bei der Produktion. Die deutschen Autobauer sind sehr stark im Export. Drei von vier Autos, die in Deutschland gefertigt werden, gehen ins Ausland.

"Diese globale Ausrichtung macht viele in der deutschen Automobilindustrie robuster als manchen Wettbewerber", sagte Wissmann. "Aber wir machen uns keine Illusionen: Vor allem die südeuropäischen Automobilmärkte bleiben mehr als schwierig. Wir richten uns daher auf herausfordernde Zeiten ein."

Hohe Spritpreise: Alternative Antriebe legen zu

Unter den Neuzulassungen in Deutschland waren im August auch 247 elektro- und 1.997 hybridbetriebende Pkw. Die Nachfrage nach Hybridfahrzeuge stieg von Januar bis August um 65 Prozent und erreichte über 13.000 Zulassungen. Die Neuzulassungen von Elektro-Pkw bleiben trotz einer Zunahme von fünf Prozent mit 1.700 Fahrzeugen und einem Anteil von unter 0,1 Prozent am Gesamtmarkt unter den Erwartungen. Fahrzeuge mit Flüssiggas-Antrieb legten den Angaben zufolge um rund 200 Prozent zu.

"Das Angebot von Pkw mit alternativen Antriebstechniken in Deutschland ist eine Domäne der internationalen Kraftfahrzeughersteller", sagte VDIK-Präsident Volker Lange. In den ersten acht Monaten habe ihr Marktanteil bei den alternativen Antriebstechnologien 66 Prozent betragen. Aktuell seien über 60.000 Hybrid‑Pkw auf deutschen Straßen unterwegs, von denen 80 Prozent auf die internationalen Hersteller entfielen, so Lange.

Mehr Besitzumschreibungen im August

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt gab es im August 611.795 Halterwechsel, das waren 3,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Kumuliert steige der GW-Markt im bisherigen Jahresverlauf damit auf 4,7 Millionen Verkäufe, 3,1 Prozent mehr als 2011. Nach Ansicht des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) ist die Menge beim Gebrauchtwagengeschäft aktuell im grünen Bereich. Die Qualität der Geschäfte könnte allerdings besser sein: "Die Bruttogewinne sind unzureichend, sie stehen nicht zuletzt durch die hohe Zahl der Tageszulassungen unter Druck", so ein Sprecher.(se)

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