Kurz gemeldet: Aus der Autobranche

Den Amazon Echo Auto gibt es nun auch in Deutschland.
© Foto: Amazon

VWN bekräftigt: 5.000 Stellen weniger bis 2029 +++ Amazon Echo Auto: Alexa hilft am Steuer +++ Herstellerverband kritisiert Bundesratsbeschluss gegen Motorradlärm +++ Neue EU-Klimaziele 2030 mit großer Mühe machbar +++ Daimler nun auch in Vietnam im Busgeschäft aktiv


Datum:
22.06.2020

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VWN bekräftigt: 5.000 Stellen weniger bis 2029

Die VW-Sparte für leichte Nutzfahrzeuge hat das Ziel bekräftigt, bis 2029 etwa 5.000 Stellen im Stammwerk Hannover zu streichen. Betriebsbedingte Kündigungen seien ausgeschlossen, sagte ein Sprecher von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) am Sonntag. Das Unternehmen halte sich an die entsprechende Betriebsvereinbarung, die bereits 2018 abgeschlossen wurde. Nutzfahrzeuge für Gewerbekunden sollen künftig in Polen gebaut werden oder vom neuen Partner Ford kommen. In Hannover verbleibt die Produktion teurerer Fahrzeuge wie Premium-Vans oder von 2022 an auch des vollelektrischen ID Buzz. Ende 2018 hatte sich VWN mit dem Betriebsrat geeinigt, auf dem Weg zur E-Auto-Fabrik jährlich 300 bis 400 Stellen über Altersteilzeit abbauen. (dpa)

Amazon Echo Auto: Alexa hilft am Steuer

Amazons Sprachassistent Alexa zieht nun auch in ältere Autos ein. Der US-Konzern bietet die "Echo Auto"-Hardware nun nach der Einführung in den USA auch in Deutschland an. Über sie lassen sich unter anderem die Navigations- und Streaming-Apps auf dem Handy bedienen, Kalendereinträge vornehmen, Einkäufe abschließen und Smarthome-Funktionen steuern. 60 Euro kostet die kleine Box mit acht Mikrofonen, USB-Ladestecker und zwei Bedientasten. Die Übertragung an die Musikanlage des Fahrzeugs beziehungsweise zum Smartphone läuft via Bluetooth oder 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. Über einen eigenen Internetzugang verfügt das Gerät nicht, so dass für die Nutzung immer ein Handy mit Datenguthaben nötig ist. (SP-X)

Herstellerverband kritisiert Bundesratsbeschluss gegen Motorradlärm

Der Industrie-Verband Motorrad Deutschland hat die Forderungen des Bundesrats zur Reduzierung von Motorradlärm scharf kritisiert. Viele Vorschläge seien entweder schon umsetzbar oder realitätsfremd, sagte ein Sprecher des Verbands. "Dinge, die schon erfüllt sind, noch einmal zu fordern, ist für mich Populismus." Die vorgeschlagene pauschale Lärmgrenze von 80 Dezibel für neue Motorräder sei willkürlich gewählt: "Die meisten Rasenmäher und Laubbläser sind lauter." Dennoch beobachte der Verband die gesellschaftliche Debatte. Wenn eine Mehrheit der Kunden leisere Motorräder fordere, werde man sich danach richten, sagte der Sprecher. Bisher sei ein solcher Trend aber nicht erkennbar. Die Länder hatten sich Mitte Mai dafür eingesetzt, dass Motorräder weniger Lärm verursachen. Auch Tuning, das sich erheblich auf die Lautstärke auswirkt, soll härter bestraft werden. Der Bundesrat will zudem beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen. Die Bundesregierung entscheidet nun, ob sie die Anregung umsetzen will. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sieht den Beschluss kritisch und hatte sich gegen weitere Verbote für Motorradfahrer ausgesprochen. (dpa)

Neue EU-Klimaziele 2030 mit großer Mühe machbar

Die erwogene Verschärfung des EU-Klimaziels für 2030 bedeutet einer Studie zufolge eine drastische Energie- und Verkehrswende. So müssten in zehn Jahren 60 bis 88 Prozent aller Neuwagen ohne klimaschädliche Abgase fahren, wolle die Europäische Union ihre Treibhausgase um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 drücken, heißt es in der Studie im Auftrag der European Climate Foundation. Bei einem Klimaziel von minus 65 Prozent wären es 93 Prozent klimafreundliche Neuwagen. Auch in Gebäuden, Fabriken, Kraftwerken und der Landwirtschaft wären für beide Szenarien große Anstrengungen nötig. Bisher hat sich die EU für 2030 eine Senkung der Treibhausgase um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 vorgenommen. Noch in diesem Jahr soll der Wert verschärft werden. Die EU-Kommission visiert ein neues Ziel von minus 50 bis 55 Prozent an. Im EU-Parlament stehen bis zu 65 Prozent zur Debatte, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Hinsichtlich der nun vorgelegten Studie arbeitet die EU-Kommission an einer eigenen Folgenanalyse, die im September vorliegen soll. Dann folgt ein Vorschlag für das neue Klimaziel, auf das sich EU-Staaten und EU-Parlament verständigen müssten. (dpa)

Daimler nun auch in Vietnam im Busgeschäft aktiv

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler steigt in das Busgeschäft in Vietnam ein. Er startet den Verkauf von Fahrgestellen für Reisebusse der Marke Mercedes-Benz in dem Land, wie das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Dazu sei eine Partnerschaft mit dem örtlichen Automobilunternehmen Truong Hai Auto Corporation (THACO) eingegangen worden. Die aus Brasilien gelieferten Teile für die Fahrgestellen sollen künftig bei THACO in Chu Lai montiert und mit dem entsprechenden Aufbau versehen werden. Im vietnamesischen Reisebusmarkt sehe der Konzern gute Chancen. 

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