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Nach Milliardenverlust: Renault gliedert Geschäft neu

Renault will seine Geschäfte neu gliedern.
© Foto: picture alliance / FrankHoermann/SVEN SIMON

Mehr Gewinn statt Masse: Das hat sich Renault nach einem verlustreichen ersten Halbjahr auf die Fahne geschrieben. Das Geschäft soll künftig in vier Bereiche gegliedert werden, jeweils mit einer eigenständigen Organisation.


Datum:
03.09.2020
3 Kommentare

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Der französische Autobauer Renault will sich nach einem Milliardenverlust neu aufstellen und mehr auf Gewinn statt auf Masse setzen. Künftig soll das Geschäft in die vier Bereiche Renault, Dacia, Alpine und neue Mobilität gegliedert werden, wie Renault am Donnerstag in Boulogne-Billancourt mitteilte. Jeder Bereich soll eine eigenständige Organisation erhalten.

Der neue Konzernchef Luca de Meo verspricht sich davon eine einfachere Organisation, die sich mehr an Ergebnissen orientiert. Dadurch sollen auch die Motivation und das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter der einzelnen Einheiten steigen. Zudem geht es dem Manager um eine stärkere Kundenorientierung.

Im ersten Halbjahr hatte Renault wegen der Corona-Krise und tiefroten Zahlen beim japanischen Partner Nissan einen Rekordverlust von 7,29 Milliarden Euro verbucht, nach einem Gewinn von 970 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Der seit Anfang Juli amtierende Chef de Meo hatte an diesem Tag von einer "schwierigen Lage" gesprochen und für kommenden Januar einen neuen Sanierungs- und Strategieplan angekündigt. Demnach will sich der Italiener komplett von der Jagd auf Absatzrekorde verabschieden, die der frühere Konzernchef Carlos Ghosn verordnet hatte. Renault hat bereits den Abbau von weltweit rund 15.000 Stellen und Kostensenkungen im Umfang von rund zwei Milliarden Euro angekündigt. (dpa)

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KOMMENTARE


Helmut Heinemeyer

04.09.2020 - 08:18 Uhr

Diese andere Organisation ist nur alter Wein in alten Schläuchen. Luca de Meo sollte endlich einen Paradikmenwechsel vollziehen. Er denkt weiter produktorientiert - also aus Verkäufersicht - anstatt marktorientiert.


Mitsubishi Fan

04.09.2020 - 10:43 Uhr

Toller Plan ... Nissan und Mitsubishi vom europäischen Markt zu vertreiben und zu glauben, die Kunden kaufen dann alle Renault. Seltsame Gedanken. Sollte Renault das wirklich durchziehen, können sie sich darauf einstellen, dass diese miese Nummer ein gefundenes Fressen für die Presse ist, das wird ein Riesen-Imageschaden für Renault. Dafür werden wir schon sorgen.


M.Bellinger

07.09.2020 - 19:22 Uhr

@Mitsubishi Fan: Man kann keinen Markt „kaufen“. Wenn sich ein Konzern entschließt, eine Marke nicht mehr anzubieten, dann werden die Kunden nicht zwangsläufig zu einer anderen Konzernmarke wechseln, sondern sich im gesamten Marktportfolio bedienen. Eine ähnliche Diskussion gab's schon mal, als die Angst grassierte, das PSA Opel nur gekauft hat, um die Marke komplett zu liquidieren. In so einem Fall profitiert PSA nur zu einem sehr kleinen Teil.


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