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Online-Vertrieb bei Volkswagen: Händler bleiben eingebunden

Volkswagen will den Kaufprozess der ID.-Familie ab Sommer komplett online anbieten.
© Foto: VW

Volkswagen hat angekündigt, ab Sommer den kompletten Kaufprozess der ID.-Familie von der Konfiguration bis zum Abschluss eines Leasingvertrags online anzubieten. Die Händler bleiben aber eingebunden.


Datum:
17.03.2021
Autor:
Doris Plate
Lesezeit: 
3 min
4 Kommentare

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"Für uns ist das genau der richtige Weg." Volkswagen- und Audi-Partnerverbands-Präsident Dirk Weddigen von Knapp begrüßt die Ankündigung von Volkswagen, ab Sommer den kompletten Kaufprozess der ID.-Familie von der Konfiguration bis zum Abschluss eines Leasingvertrags online anzubieten. Es gebe Kunden, die sich das wünschten, und deshalb wolle der Handel das gemeinsam mit dem Hersteller anbieten. Die Vernetzung von Online und Offline sei nötig. "Die Funktionen sind da", so der Händlervertreter über das Online-Leasing. Lediglich eine BGH-Entscheidung vom 24. Februar zum Widerrufsrecht bei Fernabsatzgeschäften erfordere noch Anpassungen in den Regelungen.

Auch Hersteller betont Einbeziehung der Händler

Auch der Hersteller betont in seiner Mitteilung von Mittwoch, dass der Handel beim Online-Vertrieb immer ein integraler Bestandteil des Prozesses und das wichtigste Bindeglied zum Kunden bleibe. Der Händler, der vom Kunden benannt wird, erhält eine Provision. Bei Privatkunden beträgt diese sechs Prozent. Im Großkundengeschäft ist, wenn zusätzliche Leistungen angeboten werden, noch eine etwas höhere Provision möglich.

Beschleunigte Digitalisierung

Wie Volkswagen ankündigte, will der Hersteller mit der neuen Strategie "Accelerate" neben dem schnelleren Hochlauf der E-Mobilität in 2021 beim digitalen Vertrieb sowie bei der Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle wichtige Meilensteine erreichen. Dazu gehört neben dem vollständig online stattfindenden Kauf von Elektrofahrzeugen ab Sommer auch ein Abo-Modell und zubuchbare Funktionen. Dafür will VW in sechs deutschen Städten ein Subscription-Angebot für den ID.3 testen. In den Pilotprojekten werden erstmals auch nutzungsabhängige Abrechnungen und zubuchbare Funktionen wie Navigationsdienste angeboten und deren Akzeptanz getestet.

Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der digitalen Zusatzfunktionen ist, dass Volkswagen ebenfalls ab Sommer im Zwölf-Wochen-Rhythmus Updates "Over-the-air" für den ID.3 und ID.4 ausspielen will. Perspektivisch rechnet VW-Markenchef Ralf Brandstätter in den kommenden Jahren weltweit mit zusätzlichen Umsätzen in der Nutzungsphase in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe.

Gemeinsamer Marktplatz

Ebenfalls im Sommer will Volkswagen gemeinsam mit den Händlern einen digitalen Marktplatz für Lagerfahrzeuge und Gebrauchtwagen eröffnen. Kunden werden dort aus einem breiten Angebot auswählen und ihr Fahrzeug online erwerben können, heißt es.

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KOMMENTARE


eMobilitätsberatung-Berlin K.D.Schmitz

17.03.2021 - 18:11 Uhr

Endlich. In meiner langen Praxis, auch als Handels und Service Partner, hab ich leider so viel desinteressierte Kollegen erlebt, das es nicht schade um viele ist. Gerade auch beim Thema Elektro-Antrieb ist die Beratung, Bereitschaft zur Information heute noch schlimm bis unglaublich. Die können ruhig weg.


Memel

18.03.2021 - 08:37 Uhr

@eMobilitätsberatung usw. Ja das ist so ne Sache... Ich bin noch sehr Jung und aufjedenfall willig auch Onlinewege zu beschreiten. Aber das sollte doch dem Handel überlassen sein. Vielleicht eine allgemeine Funktion die man sich auf der Homepage einbinden kann oder ein Link. Jedoch geht nichts über eine persönliche Beratung und ich denke da treffen zwei Welten aufeinander. Während ich (Jung) gerne im Beratungsgespräch die Elektromobilität vorstelle und versuche gut an den Mann zu bekommen, versucht halt mein Kollege (sagen wir mal im gehobenen alter) noch den Kunden von Verbrennern zu Überzeugen obwohl Kunden ausdrücklich danach Fragen. Zu seiner Verteidigung macht es Volkswagen dem Händler nicht leicht. Unüberschaubare Modelle und Austattungprogramme, Softwareprobleme bei schon bestehenden (folglich genervten) Kunden, Die Qulität der Elektrofahrzeuge lässt sehr zu wünschen übrig und veraltete Systeme. Erklär mal den Kunden, der vorher Tiguan mit Allrad und R-Line gefahren ist, Das es R-Line oder ein vernünftiges Soundsystem nichtmal auswählbar sind. Nichtmal Dacia verbaut soviel unlackiertes Plastig wie beim ID.4! Die Heckschürtze allein... Ich selber würde schon allein deswegen kein ID.4 fahren. Beim ID.3 gehts noch. Da kann man schon verstehen das der Kollege gern ein Tiguan R-Line mit Allrad verkauft. Wir werden sehen wo es hinführt.


mein name

18.03.2021 - 09:24 Uhr

Ich freue mich auf den Tag, wo das letzte Kohlekraftwerk vom Netz geht und wir endlich den langangepeilten und ersehnten europaweiten Blackout und vielleicht doch nur einen Brownout haben werden. Der Online-Verkauf für die Elektrofahrzeuge wird genau dann boomen und das Aufladen dieser Fahrzeuge wahrscheinlich genauso, ... oder vielleicht werden die vielen geladenen Fahrzeuge die Stromversorgung für die Unternehmen und Haushalte sichern können?! Aber wie soll das gehen, wenn man infrastrukturbedingt fast nirgends entsprechende Schnellader im privaten Bereich bauen kann? Es wird interessant bis unlustig werden, wenn es so weiter geht. Die Freude darauf ist ...


Kundenzufriedenheits-Center

18.03.2021 - 11:04 Uhr

Super! Jetzt wird den Handelsbetrieben nach 70 Jahren Vertriebserfahrung mal gezeigt wie es richtig geht. Die Kunden haben sich schon gewundert, warum die Händler die Fahrzeuge nicht mehr pünktlich liefern können; warum die Händler die Software nicht zum Laufen bekommen; weshalb die Händler die Apps und "over the air-Updates" nicht ordentlich programmieren können; wieso die Händler ständig Rückrufe veranstalten; warum die Händler beim Thema Elli/Wallbox ans Callcenter weiterleiten... Man kriegt ja nicht mal mehr die Markteinführungen hin! Liegt sicher auch am Händler. Zum Glück macht das jetzt endlich der Hersteller. "Es ist eigentlich so einfach, wie eine Pizza zu bestellen."


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