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Rüsselsheim: Henderson spricht über Opel-Zukunft

GM-Chef Hernderson ist zu "internen Gesprächen" in Rüsselsheim.
© Foto: General Motors

Der GM-Chef ist am Montag zu "internen Gesprächen" in Rüsselsheim eingetroffen. Im Gepäck: ein Zukunftskonzept. Der Opel-Betriebsrat pocht unterdessen auf mehr Eigenständigkeit des Europageschäfts.


Datum:
09.11.2009
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Wenige Tage nach der überraschenden Kehrtwende im Opel-Poker hat General-Motors-Chef Fritz Henderson in Deutschland Gespräche über die Sanierung der angeschlagenen Europa-Tochter begonnen. Am Montag gab es zunächst "interne Gespräche" mit dem Opel-Management in Rüsselsheim, wie ein Sprecher mitteilte. Laut einer Analyse der US-Ratingagentur Moody's könnte die Sanierung von Opel unterdessen mehr als zwei Milliarden Euro teurer werden als bislang bekannt. Nach dpa-Informationen hat Henderson die erste Vorlage eines Zukunftskonzepts für Opel im Gepäck. Demnach will General Motors (GM) seiner deutschen Tochter künftig mehr Eigenständigkeit erlauben. Dies hatte zuletzt der Betriebsrat als Vorbedingung für neue Verhandlungen genannt. Die Besetzung des europäischen Chefpostens dürfte bei den Gesprächen eine der Kernfragen sein. Am Wochenende hatte der Konzern versöhnliche Signale gesendet: Demnach soll der Chefposten in Europa möglichst von einem Europäer besetzt werden, um die Spannungen zwischen dem US-Konzern und der europäischen Belegschaft abzubauen, hieß es in Unternehmenskreisen. General Motors will gut 10.000 der mehr als 50.000 Jobs in Europa streichen. Bedroht ist insbesondere das Werk im belgischen Antwerpen. Hingegen hat GM für den Standort Bochum, der lange auf der Streichliste des US-Konzerns stand, inzwischen ein neues Konzept erarbeitet. Nach GM-Angaben ist aber noch nichts entschieden. Man strebe eine Einigung mit dem Opel-Betriebsrat an. Fest stehe lediglich, dass die Fixkosten um 30 Prozent gesenkt werden müssten. Auch Treffen mit Betriebsrat Im Laufe der Woche will sich Henderson auch mit dem Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz treffen. Franz hatte vergangene Woche gefordert, dass die Adam Opel GmbH in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt werde. "Wir wollen kein Anhängsel sein, das von Detroit aus durchregiert wird." Ein Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ist dagegen nicht geplant. Das Vertrauen zwischen Konzern und Arbeitnehmern sei beschädigt, sagte Brüderle in Berlin. "Ohne die Mitarbeiter in Rüsselsheim und an den anderen Standorten ist ja keine Lösung denkbar." Nach Brüderles Angaben muss Opel bis Ende November 800 bis 900 Millionen Euro inklusive Zinsen aus dem Überbrückungskredit an den Staat zurückzahlen.

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