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Umfrage zu Tempolimit: Mehrheit will 130 km/h

Laut einer Umfrage des DVR befürworten 52 Prozent der Deutschen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen
© Foto: Lea Fuji/SP-X

Die freie Fahrt auf Autobahnen ist für die Deutschen nicht mehr unanstastbar. Eine Mehrzahl der Autofahrer befürwortet anscheinend ein Limit bei der Höchstgeschwindigkeit.


Datum:
04.09.2017
29 Kommentare

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Bislang haben es Politiker nicht gewagt, ein allgemein gültiges Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) befürwortet allerdings eine knappe Mehrheit der Deutschen eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung.

Demnach haben sich unter den 2.000 vom Marktforschungsinstitut Ipsos Befragten über 18 Jahre 52 Prozent für ein Tempolimit ausgesprochen. 47 Prozent waren dagegen, während ein Prozent der Befragten keine Angabe machte. Dabei zeigten sich starke geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei den Frauen sprachen sich 67 Prozent für ein Tempolimit aus, bei den Männern nur 38 Prozent. Die gleichen Unterschiede zeigen sich auch bei einer altersspezifischen Gewichtung: 67 Prozent der Autofahrer ab 55 Jahre wollen ein Tempolimit, bei der Altersgruppe zwischen 18 und 34 waren es nur 38 Prozent.

Der DVR weist darauf hin, dass schnelles Fahren zu den Hauptunfallursachen auch auf Autobahnen gehört. Im Jahr 2016 sind 393 Menschen auf deutschen Autobahnen ums Leben gekommen. (Mario Hommen/SP-X)

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KOMMENTARE


Zino58

04.09.2017 - 17:39 Uhr

Ich bin gegen ein generelles Tempolimit. Ursache für die Unfälle auf der Autobahn ist unkonzentriertes Schnellfahren. Schnell fahren bedeutet zwingend auch volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen. Viel zu häufig sehe ich Fahrerinnen und Fahrer mit dem Handy in der Hand beim Daddeln, das lenkt zu sehr ab, um aufmerksam und konzentriert schnell fahren zu können. Nach Unfällen sollte generell der Verbindungnachweis der Fahrer-Mobiltelefone zum Unfallzeitpunkt gecheckt werden. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Überprüfung einige überraschende Ergebnisse zeigen würde.


D.Berger

04.09.2017 - 17:49 Uhr

Verantwortungslosigkeit!- genau das ist es was die sogenannte "Mehrheit" laut ihrem Bericht fordert.Nehmt den Bürgern die Eigenverantwortung ab! Reguliert alles mit Vorschriften und Gesetzen! Kurz, werdet die Verantwortung los, für freies Handeln und Entscheiden!Nur hat uns dummerweise diese Einstellung nicht zu dem gemacht was wir bis heute erreicht haben. Nämlich einer, zumindest wirtschaftlich erfolgreichen Gesellschaft (noch).Die Wegnahme der "freien Fahrt für freie Bürger" wäre nur ein weiterer Schritt in die uniforme, angepasste Massengesellschaft, welche sich nur noch an Vorschriften orientieren kann. Verantwortungslos eben.


Nordlicht

04.09.2017 - 18:20 Uhr

ein generelles Tempolimit ( wie in allen(!) anderen europäischen Staaten ist schon lange überfällig! Sinnlose Drängelei, Imponiergehabe und jede Form der Rücksichtslosigkeit würde zwar nicht gänzlich verhindert aber doch stark eingedämmt.Immer wieder sinnloses Beschleunigen und Abbremsen treibt die Verbräuche ( und damit den CO2 - Ausstoß?) in die Höhe. Und das angesichts der aktuellen Diskussionen.Raserei als persönliche Freiheit zu sehen, ist ja wohl der Hohn angesichts der schweren Folgen.Raserei ist Verantwortungslosigkeit in jeder Hinsicht. Und was in allen anderen Ländern möglich ist., muss auch hier möglich sein. Und ich kann nicht erkennen, dass man in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, den USA usw. ein Volk von Unfreien begegnet!


Gustav

04.09.2017 - 18:51 Uhr

Durch Tempo 130 wird der Verkehrsfluss verbessert, die Gefahr von Ziehharmonika- und Unfallstaus sowie der Besuch von Tankstellen reduziert. Bei unserem hohen Verkehrsaufkommen kommen wir dadurch schneller von A nach B als bisher. Das ist besser für unsere Wirtschaftsleistung und entspannter für die Fahrer.


xaver

04.09.2017 - 19:19 Uhr

welche "Mehrheit" wurde da gefragt, vermutlich wurde da beim Parteitag der Grünen gefragt.Ich behaupte mit meinen jährlich gefahrenen 90 000 km kann ich nur folgende Erfahrung mitteilen, bei 130 km/h kommt es schon mal vor das eine e-mails überflogen wird, jedoch bei 240 km/h bestimmt nicht mehr. übrigens mein Rezept gegen Müdigkeit ist vollgas...


Frank E.

04.09.2017 - 19:59 Uhr

Also mit 130km/h auf einer leeren, 3-spurigen Autobahn ist auch für die Aufmerksamkeit ein Zumutung. Das bringt keinen positiven Nutzen. Tagsüber auf vielbefahrenen, 2-spurigen Strecken wäre es sicher sinnvoll, Tempo 130km/h bei abweichender Auslegung des Rechtsfahrgebots (PKW bleiben in der Kolonne links, LKWs bleiben in der Kolonne rechts), einzuführen. Ohne Spurwechsler läuft so eine Tempo-130-Kolonne viel besser, als wenn wegen einzelnen Schnellfahrern die ganze Kolonne ständig nach rechts und wieder nach links spring. Aber bitte: Dann sind bei guten Verhältnissen auch 130km/h zu fahren, damit die Kolonne voran kommt. Wir brauchen also eigentlich flächendeckend "intelligente Verkehssysteme" statt stupider Tempo-130-Zoten, zu denen sich manche immer wieder hinreißen lassen.


Fred

04.09.2017 - 21:52 Uhr

Es ist der Neid der da spricht. Schade.


RAINER

04.09.2017 - 22:04 Uhr

Ja das Handy und die Ablenkung Geht aber noch besser 3 Spurig alles frei einer in der Mitte. Was ist falsch, Richtig das rechtsfahrgebot in D wird missachtet. Oder noch besser zwei in der Mitte und der hintere überholt mit nur 3 kmh mehr.DA wird jeder zum Raser der links schneller fährt als der Rest. Ich bin auch einer der mal schnell fährt bin aber kein Raser in dem Sinn ( meine Ansicht nach) andere sehen das anders. Mich stört das der Deutsche immer Oberlehrer spielen will/tut. Läst doch denn der Rasen will Rasen ist sein Führerschein und bleibt drin in euerer Spur bis die (Raser) vorbei sind. Und alles wird gut. Und achtet darauf ob ihr selber immer das Rechtsfahrgebot einhaltet.Ich halte mich dran und fahre deswegen öfters über alle drei Spuren von links bis ganz rechts und anders rum,sieht summ aus aber kann ich nicht ändern.Also locker durch die Hose atmen und runter kommen.


hwb

04.09.2017 - 23:56 Uhr

Klasse, bis gestern dachte ich noch, dass die Reduzierung der Verkehrstoten von 1975 bis 2016 die alleinige Folge der Einführung des Verkehrszentralregisters in Flensburg sei, wie die Presse vor Wochen mitteilte (HaHa). Dort wurde deutlich gemacht, die Reduzierung von 102 Verkehrstote auf 100.000 Fahrzeuge in 1975, gegenüber 3206 Verkehrstote auf 55 Mio. Fahrzeuge in 2016 ist eine Folge dieser Einführung, das ist eine prozentuale Veränderung von 0,102% auf 0,006% Verkehrstote, die modernen Fahrzeuge mit inzwischen über 100 Steuergeräten für Sicherheitstechniken haben da keinen Einfluss. Merkt eigentlich jemand, dass hier nur das autonome Fahren vorbereitet werden soll? Diese Autos können das ja nicht anders.


Hafenknopf

05.09.2017 - 04:25 Uhr

Wenn man die Muttis befragt, die einmal im Jahr, auf der Fahrt in den Urlaub, genötigt werden auf der Autobahn zu fahren, dann kommt das Ergebnis raus. Befragt man diejenigen, die täglich auf der Autobahn viele hundert Kilometer fahren, befürwortet keiner das starre Limit. Zudem gibt es nur auf einem Bruchteil der deutschen Autobahnen noch freie Fahrt. Diese zu limitieren macht auch ökologisch keinen Sinn. Genauso wie Fahrverbote für Diesel in bestimmten Straßen. Aber der grüne Mob wird's schon richten. Dort gibt es leider zu wenige Kretschmanns. Ach ja, die Deutsche Umwelthilfe ist ja nur ein Abmahnverein, dem sicher das Thema 100 km/h auf Autobahnen nach dem Diesel Thema gerade recht kommt. Wetten, dass?


longrange

05.09.2017 - 08:38 Uhr

Meiner Erfahrung nach dürfte heutzutage nicht mehr das schnelle Fahren (da annähernd nicht mehr möglich) die Hauptunfallursache sein, sondern -wie schon richtig vom Vorredner bemerkt- die mangelnde Konzentration auf den Straßenverkehr.Die wird übrigens noch mehr nachlassen, wenn der Fahrer durch weitere Beschränkung der Geschwindigkeit noch mehr Zeit hat, um Handy, oder die viel beworbene "Connectivity" zu nutzen.Wichtig wäre Rücksichtnahme. - Warum ist die rechte Spur frei, während man Slalom um die Mittelspurschleicher fahren muss?Warum ist die Whattsapp wichtiger, als das Fahrzeug im Rückspiegel?Warum bekommen Personen einen Führerschein, die offensichtlich mit der Gesamtsituation überfordert sind?Und warum meinen Langsamfahrer, Personen, die angemessen schneller fahren wollen (und könnten und dürften) durch verschiedene Verhaltensweisen maßregeln zu müssen?Warum kennen oder beachten so viele Verkehrsteilnehmer nicht mehr die einfachsten Regeln, wie das Rechtsfahrgebot, Reißverschluss-Prinzip oder auch die Einhaltung von Höchst- und auch Mindestgeschwindigkeiten?Ich würde mich über mehr Miteinander als Gegeneinander auf den Autobahnen freuen. - Dann wäre auch das Tempolimit kein Thema mehr.


Automobilbauer

05.09.2017 - 08:51 Uhr

Was soll aus diesem Land noch werden?!Nur weil es Autofahrer gibt, die mit Geschwindigkeiten über 200 Km/h völlig überfordert sind, sollen andere darunter leiden? Viel Sinnvoller wäre es doch dann die Fahrtauglichkeit in regelmäßigen Abständen zu prüfen und regelmäßige Fahrsicherheitstrainings zur Pflicht zu machen. Damit der Typ von Mensch "Ich ziehe mit 120 Km/h auf die linke Spur, ohne meinen Spiegel, meinen Blinker und mein Gehirn zu benutzen." endlich von unseren Straßen verschwindet! Wer kümmert sich um diese Pflegefälle?? Wir sollten lieber das Übel an der Wurzel packen und nicht jedem Dödel eine Fahrerlaubnis ausstellen!


Frank

05.09.2017 - 08:52 Uhr

Verantwortungslos, Herr Berger, ist meiner Meinung nach eher die Fahrweise vieler "freier Bürger" auf deutschen Autobahnen. Kennen Sie das Gefühl bei Tempo 170 einen Audi Q7 mit 2-3 m Abstand im Nacken zu haben, nicht rechts ausweichen zu können und dabei 2 Kinder im Auto zu transportieren? Ich habe das Gefühl ständig, und bin diesen "Kampf" wirklich leid. Viele haben am Steuer den ständigen Zwang das vorausfahrende Fahrzeug unbedingt überholen zu müssen, auch bei Geschwindigkeiten weit über 160 km/h. Rücksicht gibt es nur noch sehr wenig auf deutschen Autobahnen. Ich wäre für ein Tempolimit tagsüber. Das schützt die Schwächeren auf der Piste.


Effling

05.09.2017 - 10:52 Uhr

@Frankwarum fahren Sie auch anscheinend mit 130 km/h und 3 Kindern im Fahrzeug auf der linken Spur?


Blumenau

05.09.2017 - 13:21 Uhr

Tja auch bei Tempo 130 wird sich das Problem nicht lösen dass vor dir jemand mit 80 km/h auf der linken Spur fährt. Ich finde Drängler keinesfalls gut, nur finde ich sollte man auch das kontrollieren und bestrafen was wir alle in der Fahrschule gelernt haben. Links überholen, rechts fahren. Habe ich drei oder vier Spuren kann ich auch 80 km/h aber dann bitte auf der rechtesten Spur ... Ist das so schwer und warum wird das nie kontrolliert?!


Beobachter

05.09.2017 - 13:29 Uhr

Die Amerikaner verteidigen ihr Recht auf Schußwaffen. Die Deutschen verteidigen ihr Recht auf Rasen und das Ausleben des eigenen Ego hinter dem Steuer auf Kosten anderer. Tote werden dabei in beiden Fällen gerne in Kauf genommen. Traurig, aber das ist die Realität.


MV

05.09.2017 - 13:52 Uhr

Hat es wirklich etwas mit 100, 130, oder 200 km zu tun,oder spiegelt sich auf der Autobahn das intolerante Verhalten unserer Gesellschaft wieder ?Ich ich ich und nochmal ich.Darüber darf jetzt jeder selber nachdenken.


Bennet

05.09.2017 - 14:12 Uhr

Immer dieses dumme Gelaber über die bösen Linksspurfahrer. Schon mal davon gehört, dass es ein Rechtsfahrgebot gibt? Das bedeutet Rechts zu fahren wenn man nicht überholt. Und unter Überholen verstehe ich nicht mit 1 Km/h mehr an einem anderen vorbei zu schleichen und Elefantenrennen zu veranstalten. Ganz beliebt außerdem, 10m vor einem Linksspurfahrer rüberziehen, sich aber beschweren wenn die Blinker angehen. Ich hab dieses leidige Thema von den Ökos, alten Säcken und Blödes Balg an Bord so satt! Wenn Euch was an der Autobahn nicht passt, geht auf die Landstraße. Aber macht den Pendlern das Leben nicht noch ein bisschen schwerer nur weil Ihr mit der Autobahn nicht umgehen könnt.


Automobilbauer

05.09.2017 - 15:25 Uhr

@Bennet: Recht haben Sie! Keiner von uns ist gezwungen die Autobahn zu benutzen, es gibt aus meiner Sicht ausreichende alternativen für alle, die mit den Geschwindigkeiten auf einer deutschen Autobahn nicht zurecht kommen. Nehmt doch einfach den Zug, oder den Flieger. Ich kann mir gut vorstellen das unsere Urgroßväter diese Diskussion vor 100 Jahren auch schon einmal führen durften, als sich Kutscher über rasende und lärmende Automobile beschwert haben... was ist aus den geworden? Richtig, sie sind nahezu ausgestorben. Nur um das hier klarzustellen ich bin kein Anwalt notorischer Drängler, aber was ist denn dabei auf einer leeren Autobahn mit 200-300 Km/h zu fahren, solange der Sicherheitsabstand zum Bremsweg passt.


Steffen R.

05.09.2017 - 15:54 Uhr

Ein generelles Limit auf Autobahnen ist unsinnig, weil - ohnehin schon die Hälfte der Autobahnen limitiert ist- 60% der Verkehrstoten auf Landstraßen (Limit 100 km/h) und- 27% innerorts (50 km/h) ums Leben kommen. Da passiert nicht ein Unfall weniger, wenn ich obendrüber ein Limit setze. (Zahlen vom ADAC).Auf Autobahnen sind es noch 13% der Unfalltoten - und da passiert das Meiste in Zusammenhang mit Baustellen (limitiert), LKW-Unfällen, an Ein- und Ausfahrten oder in Staus. Das Sicherheitsargument ist fadenscheinig. Ein effektives Tempo-Kontrollnetz an Baustellen, zu LKW-Lenkzeiten etc. wäre weitaus sicherheitsfördernder. Zudem wirkt ein niedriges Tempolimit ermüdend und ablenkungsfördernd. 31% der Gesamtfahrleistung laufen über die Autobahnen - dort aber passiert vergleichsweise das Wenigste.


De Pälzer

05.09.2017 - 16:19 Uhr

@ Nordlicht: Das Argument "andere Länder haben auch ein Limit" bedeutet nicht zwangsläufig, dass dort weniger Unfälle mit Toten passieren: Je Mrd. gefahrener km kommen in Deutschland 5 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben, in Österreich (130 km/h) 6,9, in den oft zitierten USA (112-133 km/h) 7,1 und in Belgien (120 km/h) 7,7 (2012). Quelle: Prof. Schreckenberg, Verkehrsforscher an der Uni Duisburg.


Beobachter

05.09.2017 - 16:38 Uhr

Die pubertierenden an Selbstüberschätzung leidenen Hobby-Rennfahrer sollten sich mal die Playstation kaufen, Formel 1 Piloten werden oder den Nürburgring mieten. Ist euer Leben wirklich so langweilig?


Steffen R.

05.09.2017 - 16:56 Uhr

Noch ein paar Fakten zum Thema "Realität:"97,5% aller Straßen in Deutschland sind bereits tempolimitiert. Von den 13.000 km Autobahn sind es 40% mit starrem und weitere 10% mit flexiblem Limit.Das deutsche Straßennetz außerorts umfasst 232.000 km, der Autobahnanteil daran liegt bei 5,6% (Wikipedia).Das bedeutet: Gerade einmal 6.500 km Straßen in D sind für die Richtgeschwindigkeit 130 km/h freigegeben (eingeführt 1978). Dabei sind das oft nur Abschnitte zwischen einzelnen starren Tempolimitbereichen. Berüchtigt ist z.B. die A3 Frankfurt-Köln, auf 180 km Strecke findet man fast 20 verschiedene Tempolimitzonen, dazwischen freie Strecken, oft nur wenige km lang. Das Umweltbundesamt (UBA) rechnet mit bestenfalls 0,3% CO²-Einsparung bei starren 120 km/h.Zudem kann man dort lesen, dass nur 12% des CO²-Gesamtausstoßes vom Straßenverkehr stammen. Das Umwelt-Argument ist leider auch ziemlich dürftig für ein Tempolimit....


WS

05.09.2017 - 17:35 Uhr

2016 kamen lt.Süddeutscher Zeitung nunalleine in Bayern 146 Menschen bei LKW-Unfällen ums Leben.Überwiegend wurden diese Unfälle durch die LKW-Fahrer verursacht.Was bringt da ein Tempolimit, wenn ein LKW ins Stauende fährt?


Martin Bach

05.09.2017 - 17:45 Uhr

Ich finde es schade, dass hier so unsachlich diskutiert wird. Unser Leben wäre wesentlich einfacher, wenn wir jeden in Freiheit leben lassen würden, solange er andere nicht in Ihrer Freiheitsausübung behindert. Das heißt Rücksicht nehmen, Toleranz zeigen und auch anderen mal was gönnen. Wenn jemand, ohne andere zu gefährden schneller als 130 km/h fährt, dann soll er das doch tun. Ich muß es ja nicht selber tun. Im Jahr 2016 sind 393 Menschen auf deutschen Autobahnen gestorben. Mich würde interessieren, wie viele dieser Unfälle sich jenseits von 130 ereignet haben. Ich glaube nicht, dass es hier um Sicherheit geht, sondern darum wieder irgendetwas zu reglementieren. Manch einer versteht wahrscheinlich auch nicht, dass es Menschen gibt, die sicher und konzentriert schneller als 130 fahren können. Etwas mehr Gelassenheit im deutschen Straßenverkehr würde allen Verkehrsteilnehmern zu Gute kommen. In Belgien z.B. hat fast niemand ein Problem mit dem Rechtsfahrgebot. Dort wird geblinkt, links überholt und dann wieder rechts eingeschert. Sollte jemand dies mal vergessen und einen schneller Fahrenden behindern, entschuldigt man sich sogar dafür. Aber mit deutscher Rechthaberei wachsen natürlich auch die Aggressionen auf beiden Seiten. Also etwas mehr Toleranz anders denkenden gegenüber, dann muß man auch keine unsachlichen Kommentare veröffentlichen. Ich glaube, bald muß ich wieder meinen Aufkleber aus den 80ern ans Auto kleben:Lieber 200 mit Köpfchen als beschränkt mit 100.


Marion Weidel

06.09.2017 - 11:34 Uhr

Ich bin 55, weiblich und bin sehr froh dass es kein Tempolimit gibt. Ich pendle mehr als 150 Km und habe dank der freien Fahrt noch etwas mehr Zeit für die Familie. Was Bennet sagt stimmt voll und ganz. Ständig ziehen Personen ohne in den Rückspiegel zu schauen oder mit voller Absicht rüber und beschweren sich dann über Drängeln. Was es aber bedeutet bei 180 eine Gefahrenbremsung zu machen, versteht keiner. Ist doch klar, dass dann auch mal vor Wut gehupt wird. Ich mache es mitlerweile schon so, dass wenn ich auf der linken Spur mit hohem Tempo fahre, vorsorglich Lichthupe gebe. Auch wenn niemand vor mir ist, einfach um Aufmerksamkeit zu erzeugen bei einem Fahrer der vielleicht rüber will. Das wird dann als Drängeln bewertet. Wir hatten in der Fahrschule alle mal was gelernt, Innenspiegel, Außenspiegel, Schulterblick. Und zum Thema Umweltschutz, so lange man in chinesischen oder japanischen Flüssen Fotos entwickeln kann, braucht mir hier niemand mit diesem Argument zu kommen.


voltenauer

08.09.2017 - 01:45 Uhr

Mein Golf IV läuft so zwischen 190 und 200 km Höchstgeschwindigkeit.Wenn es verkehrstechnisch geht, dann fahre ich das auch aus.Wenn ich bei dieser Geschwindigkeit eine Kolonne überhole (welche so ungefähr 130 fährt) und es kommt hinten ein ziemlich schnelles Fahrzeug angeschossen, so halte ich den sicher nicht auf.Ich schere frühzeitig nach rechts in die Kolonne ein, warte bis der schnellere vorbei ist, ziehe wieder raus und setze meine fahrt wie gewohnt fort.Was ich bei hoher Geschwindigkeit kann (beim überholen den noch schnelleren Platz machen) sollten diejenigen welche die gleiche Kolonne mit Tempo 140 - 150 überholen gleich zweimal können.Nur leider fehlt es da bei den angeblich so Bedrängten ganz gehörig am Willen.Es ist denen egal, wenn sie andere, die schneller fahren wollen, behindern. Und da wundert man sich dann, wenn mal einer dichter auffährt. Für mich gilt grundsätzlich:So wenig als möglich andere behindern !!!!!Was mich wahnsinnig ärgert, sind Leute , die auf einer dreispurigen Autobahn notorisch auf der Mittelspur fahren, obwohl die rechte Spur völlig frei ist.Ich fahre dort auch mit Tempo 200 auf der rechten Spur sofern diese weitgehend frei ist. Kommt dann vorne ein langsamerer Mittelspurfahrer, so bin ich gezwungen, beim überholen von ganz rechts nach ganz links zu wechseln.Ein Unding !!!!!!!!!!!!Als kleine Verkehrserziehungsmaßnahme für den Mittelspurfahrer, wechsle ich dann nach dem überholen wieder vor ihm ganz nach rechts. So sieht er dann, dass schnellere Fahrer als er noch weiter rechts können fahren als er selber, obwohl er langsamer ist.Nur in den seltensten Fällen wechselt der so überholte dann auch auf die rechte Spur. Die meisten bleiben stur auf der mittleren Fahrspur und behindern + gefährden somit andere Verkehrsteilnehmer.Mit dieser "Erziehungsmaßnahme" behindere ich allerdings niemanden.Das möchte ich auch nicht.Sehr oft behindern aber langsame notorische Linksfahrer andere welche schneller fahrenwollen, indem sie einfach nicht Platz machen. Obwohl sie es in den meisten Fällen könnten.Als aggressiv gelten aber allgemein nur die Schnellfahrer.Eine ausgewogene Berichterstattung sieht anders aus.


UE

08.09.2017 - 11:29 Uhr

Generelles Tempolimit? Naja. Ich habe meine Entscheidung getroffen: ich fahre auf meiner Arbeitsstrecke 100, verbrauche dabei um die 4,5 Liter und benötige eine gute halbe Stunde (35 bis 40 min.). Fahre ich (wo es erlaubt ist) "Vollgas", also irgendwas um 220 bis 240 und da, wo es eine Limitierung gibt, Limit +20km/h, dann "spare" ich knappe 10 min., verbrauche aber auch um die 10 Liter. Das macht im Monat einen Unterschied von gut 50,- EUR, einen deutlich erhöhten Verschleiß am FZ, ein deutlich höheres Unfallrisiko, einem Schleicher draufzufahren etc. Und das für knappe 10 min. mehr Freizeit? Nö. Das ist es MIR nicht wert.ABER: dennoch halte ich ein generelles Tempolimit für völligen Schwachsinn! Es wäre der Verkehrssicherheit erheblich zuträglicher, wenn man die ganzen Mittelspurschleicher und "Oberlehrer" mal zur Verantowrtung zöge und zwar genauso hart, wie die bösen, bösen Drängler! Denn ein Drängler wäre kein Drängler, wenn vor ihm nicht jemand die Spur "versperren" würde! Wenn ich mit 100 zur Arbeit fahre, dann gucke ich vorher in den Rückspiegel, wenn ich einen LKW überhole und ziehe nicht einfach nach links! Man kann nämlich auch gegenüber schnelleren Fahrzeugen rücksichtsvoll sein. Denn "schnell" heißt nicht automatisch, dass der Fahrer des schnellen Wagens ein "rücksichtsloser Raser" ist! Das sollten die ganzen Oberlehrer, Weltverbesserer und mittfünfiziger Kleinstwagenfahrer sich mal verinnerlichen!


BitPit

21.01.2019 - 16:40 Uhr

Ich bin für ein generelles Tempolimit 130 km/h für Transporter (Sprinter etc.) und 160 km/h für PKW.


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