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VW-Chef Blume: Bekenntnis zur Technologieoffenheit

VW-Chef Blume: Bekenntnis zur Technologieoffenheit
Oliver Blume ist seit September 2022 Vorstandschef des VW-Konzerns.
© Foto: Volkswagen

Neue Töne aus Wolfsburg: Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume bekennt sich zu einem technologieoffenen Ansatz bei Auto-Antrieben. Das bedeutet: Je nach Segment und Nachfrage sind nicht nur elektrische Antriebe, sondern auch andere Konzepte möglich.


Datum:
03.01.2023
Autor:
aum/jm
Lesezeit:
2 min
4 Kommentare

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In einem Interview mit dem Magazin "Auto, Motor und Sport" hat sich Blume, der gleichzeitig den Sportwagenhersteller Porsche leitet, jetzt zu Antriebsstrategien und zu synthetischen Kraftstoffen geäußert. Künftig wolle Porsche "in jedem Segment einen Verbrenner, einen Hybrid und einen Elektrosportwagen anbieten", sagte der Topmanager. Klassisch motorisierte Modelle seien weiterhin "in vielen Weltregionen sehr beliebt".

Zum Klimaproblem werden sie damit nicht: Der VW-Konzernchef wies darauf hin, dass Ottomotoren mit E-Fuels "nahezu CO2-neutral betrieben werden" können. Damit, so Blume, "können alle Fahrzeuge ihren Teil dazu beitragen, CO2 zu reduzieren – unabhängig von der Antriebsart". Er plädierte auch für die Beimischung zu fossilen Brennstoffen: „Jedes Prozent Beimischung ist ein Beitrag zum Klimaschutz."

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Blumes Vorgänger Herbert Diess hatte die Elektromobilität noch als Allheilmittel angepriesen. Technologieoffenheit sei eine "falsche Parole", man werde "alle Kräfte auf ein Ziel ausrichten", hatte Diess im März 2019 vor Journalisten betont. Unter Blume dürfte der Wettstreit um die technisch besten und klimafreundlichsten Technologien nun wieder Fahrt aufzunehmen. Damit nähert sich der VW-Konzern der Haltung von Unternehmen wie BMW und Toyota an, die ebenfalls auf verschiedene technische Lösungen setzen.


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KOMMENTARE


MWF

03.01.2023 - 17:15 Uhr

Klasse der Mann. So wie Nokia oder Kodak damals auch behauptet haben, dass es weiterhin "normale" Handys neben Smartphones für viele Regionen der Welt geben wird oder der chemische Film niemals stirbt und die digitale Fotografie sich nie als alleinige Technologie durchsetzen wird. So wie auch das Internet schließlich nur eine Modeerscheinung war. Ironie aus... Technologieoffenheit kostet in der F&I-Abteilung sowie in der Produktionsstrasse viel Geld. Konzentration auf eine Technologie hat immense Kostenvorteile. Wie will Herr Blume das kompensieren? Bleibt spannend!


Stirling

03.01.2023 - 18:33 Uhr

Prima! Der Mann hat Verstand. Statt scheuklappenmäßig blind in die schmale weil nur begrenzt sinnvolle E-Auto-Straße zu fahren behält er die Übersicht über sinnvolle Alternativen. Ich hoffe doch sehr auch CNG-Biogas!


Fritz-AG

03.01.2023 - 21:21 Uhr

Technologie-Offenheit ist ein Wert an sich! Engstirnig hingegen wird es genau dann, wenn man sich selbst jede Alternative versperrt. Akku-Betrieb - ausgehend von vergleichbarer Reichweite - macht die E-Autos zum ineffektiven Energiefresser. Stellen Sie sich vor, alle Pkw fahren grundsätzlich und immer mit gut beladenem Anhänger! Tagaus, tagein, auf jeder Tour, innerstädtisch im Stop-and-Go-Verkehr, außerorts jeden kleinen Hügel hoch. Ein Mobil sollte eben besonders wenig Masse haben (eine alte Erkenntnis), um wenig Energie zu verbrauchen. Würde man heute - endlich mal!!! - eine echte Energiebilanz der Akku-E-Autos erstellen, sähe man das Problem sofort. Aber bisher herrscht da eisiges Schweigen, warum nur??! Im übrigen ist jedes zusätzliche E-Auto derzeit eine wahre Dreckschleuder. Denn jede kwh mehr wird heute über die "dreckigsten" Kraftwerke erzeugt - einfach, weil die erneuerbaren "sauberen" Energielieferanten nicht annähernd in der Lage sind, den astronomisch wachsenden Bedarf zu decken! Jeder halbwegs effektive Diesel hat heute eine deutlich "weißere Weste" als jedes neu in den Verkehr kommende E-Vehikel. Und vorsorglich: jeder, der glaubt, sein E-Mobil werde ausschließlich mit "grünem" Strom betrieben... der sollte mal schauen, ob er schon die neuen Kabel mit transparenter Isolierung hat. Nur mit denen sieht man nämlich, ob der Ladestrom grün oder nicht doch eher dreckig-schwarzbraun ist...


Martin Silberhorn

30.04.2023 - 21:15 Uhr

Sehr schön zu sehen, dass die Technologieoffenheit wieder Einzug in den VAG Konzern geschafft hat. Elektromobilität ist per se eine gute Technologie, jedoch ist nicht die einzig und alleinige Lösung für den Individualverkehr. Man stelle sich einen in Deutschland typischen neblig bewölkten Wintertag ohne nennenswerte Windkrafterträge vor, an dem gegen 16-17 Uhr schon die Sonne untergeht. Genau dann, wenn der klassische E-Autofahrer sein Auto Zuhause nach der Arbeit ans Netz anschließt. Was passiert nun? Strom aus den Nachbarländern wird importiert, deren Strommix (Bsp. Polen) nur zu geringen Anteilen aus grünem Strom besteht und der Strompreise werden noch weiter nach oben getrieben. Schon jetzt ist das Tanken mit Strom an der Autobahn und an Schnellladestationen bei kWh Preisen um die 40 bis 50ct wirtschaftlich nicht mehr vorteilhaft. Grundlastkraftwerke wie Atomkraftwerke sind in Deutschland weitestgehend Geschichte, der Kohleausstieg beschlossen. Die nachhaltige grundlastfähige Wasserkraft spielt eine nahezu nicht nennenswerte Rolle. Fahrzeuge mit klassischem Verbrennungsmotor, welche CNG in Form von Biomethan oder auch als E-Fuel tanken können sind hier ein tolle Ergänzung. Die Infrastruktur ist schon vorhanden, und auch nachhaltiges CNG wird bereits vertreiben (Bsp. Aral oder Stadtwerke). Ebenso kann bei einer Überproduktion erneuerbarer Energien durch Produktion von e-Methan Energie gespeichert werden auch ohne Lithium Batterien. Ebenso ist für viele Leute die e-Mobilität In der Praxis nicht umsetzbar, gerade wenn kein Ladevorgang am/im Eigenheim möglich ist. Leider werden diese Thematiken totgeschwiegen, weil sie mit der derzeitigen Politik kollidieren. Es bleibt zu wünschen, dass mit Herrn Blume weniger politische Ideologie verfolgt wird und mehr auf die praktische Umsetzung einer technologieoffenen und (weitgehend) klimaneutralen Fahrzeugflotte gesetzt wird.


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