Volkswagen stellt seine Elektromobilitätsstrategie im Kleinwagen- und Kompaktsegment neu auf. Mit Modellen wie dem ID. Polo, dem ID.3 Neo, dem ID. Cross sowie sportlichen GTI‑Varianten will der Konzern künftig breitere Kundengruppen für batterieelektrische Fahrzeuge gewinnen. Vertriebs‑ und Marketingvorstand Martin Sander spricht von einem nächsten Wachstumsschritt in der Transformation.
"Der ID. Polo ist das erste von vier neuen Elektroautos von Volkswagen im Kleinwagen- und Kompaktsegment, die ab 2026 sukzessive auf den Markt kommen", erklärte Sander im Gespräch mit AUTOHAUS. Ziel sei es, "attraktive, alltagstaugliche und bezahlbare Elektrofahrzeuge in das volumenstarke Kleinwagensegment zu bringen".
Der Hochlauf im Handel beginnt in diesem Jahr. Den Start macht der ID.3 Neo, der ab Juli bei den deutschen Händlern stehen soll. "Im September folgt der ID. Polo, bevor zum Jahresende der ID. Cross auf den Markt kommt", so Sander.
VW ID. Polo (2027)
Inhaltlich versteht Volkswagen die neue Modellgeneration auch als bewusste Rückbesinnung. "Innovation bedeutet für uns nicht, alles über Bord zu werfen, was Kundinnen und Kunden über Jahrzehnte geschätzt haben", betonte der Manager. Vielmehr gehe es darum, neue Technologien mit bewährten Markeneigenschaften zu verknüpfen: "Genau das setzen wir jetzt konsequent – auch und gerade in der Elektromobilität."
Wirtschaftlich setzt Volkswagen dabei klar auf Skaleneffekte. Die Frage, ob sich kleine Elektroautos rechnen, beantwortet Sander eindeutig: "Wir müssen es – und wir werden es." Kleinwagen seien kein Gegenentwurf zur Profitabilität. "Mit Volumen können wir skalieren, Kosten senken und Effizienz heben. Kleinwagen sind kein Widerspruch zur Wirtschaftlichkeit. Sie sind ein Schlüssel dafür."
VW ID.3 Neo
Gleichzeitig stellt sich der Wolfsburger Konzern auf einen langen Parallelbetrieb bei den Antrieben ein. "Länger, als manche heute noch glauben", erklärte Sander mit Blick auf Verbrenner und Elektroantriebe. Entscheidend bleibe der Kunde, abhängig von Markt und Nutzung. Während in Ländern wie Norwegen ein nahezu rein elektrisches Portfolio funktioniere, sei man in Südeuropa ohne Hybridmodelle kaum wettbewerbsfähig. "Deshalb werden wir beide Antriebsformen über Jahre hinweg parallel anbieten." Preislich müssten sich die Konzepte zudem annähern. Sander: "Denn der Kunde hat nicht mehr Geld zur Verfügung, nur weil der Antrieb ein anderer ist."
Das vollständige Interview mit VW‑Vertriebsvorstand Martin Sander lesen AUTOHAUS-Abonnenten in der neuen Ausgabe AUTOHAUS 9/2026.