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Carwow-Chef im Interview: "Hersteller, Händler und Carwow verfolgen dasselbe Ziel"

Carwow-Chef im Interview
"Hersteller, Händler und Carwow verfolgen dasselbe Ziel"
Philipp Sayler von Amende, Geschäftsführer von Carwow.
© Foto: Carwow

Der Einstieg von Daimler bei Carwow sorgt für Aufsehen. Im Interview mit AUTOHAUS spricht Philipp Sayler von Amende, Geschäftsführer des Start-ups, über die aktuellsten Entwicklungen und Kritik am Geschäftsmodell.

Von AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel

Vergangene Woche gab Carwow eine strategische Finanzierungsrunde in Höhe von 28 Millionen Euro bekannt. Der größte Investor: Daimler. Das saß. Auch die Kroschke Gruppe und mehrere deutsche Autohändler haben sich am Start-up beteiligt. So schreitet die digitale Transformation des Autohandels weiter voran - das sorgt für Zuspruch, aber auch Kritik. Im Interview mit AUTOHAUS bezieht Philipp Sayler von Amende, Geschäftsführer von Carwow, Stellung. 

AH: Mit Daimler hat sich jetzt ein großer Hersteller bei Carwow engagiert. Verletzt das nicht die Neutralität? Sie arbeiten mit Händlern von nahezu jeder Marke zusammen?

P. Sayler von Amende: Auf gar keinen Fall. Unabhängikeit und Neutralität sind wesentliche Bestandteile unserer DNA und unseres Erfolges. Dies ändert sich mit der Minderheitsbeteiligung von Daimler nicht und war auch nie ein Thema. Wir durften Daimler als sehr innovativen und langfristig denkenden Investor erfahren, dem die Integrität von Carwow äußerst wichtig ist. Aus diesem Grund haben sich auch dutzende Händler verschiedener Marken an Carwow finanziell beteiligt. Darüber hinaus sind wir auch offen für Beteiligungen weiterer Hersteller. Denn schlussendlich verfolgen Hersteller, Händler und Carwow dasselbe Ziel: ein rundum zufriedenstellendes Kauferlebnis für den Automobil-Konsumenten.

AH: Der Handel wirft Ihnen vor, nur über möglichst hohe Rabatte an die Kunden zukommen?

P. Sayler von Amende: Das ist eine Meinung, die wir manchmal leider immer noch hören. Es hat sich in den letzten zehn Jahren in den Köpfen der Händler eingeprägt, dass online nur über den Preis funktioniert. Das liegt einerseits daran, dass die ersten Marktteilnehmer alles Vermittler waren, die rein nur über den Preis verkauft haben, anderseits aber auch an einzelnen großen Sonderaktionen von Marktteilnehmern, die auch wiederum nur auf das Thema national bester Preis gesetzt haben. Seit unserem Start kämpfen wir gegen dieses Image an. Wir wissen, dass es den Kunden um Transparenz, Vergleichbarkeit und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bei einem lokalen Händler geht. Wir sehen außerdem in unseren Daten, dass den Kunden der Service beziehungsweise die Beratungsqualität, die Einfachheit der Prozesse und die Lokalität wichtiger sind als der letzte Euro Ersparnis. Fakt ist aber auch, dass Händler und ihre Angebote online transparent und vergleichbar sind. Das führt natürlich dazu, dass es weniger Ausreißer beim Preis gibt. Der Kunde erwartet hier direkt einen guten Preis zu bekommen, ohne lange verhandeln zu müssen.

AH: Wie sieht das Geschäftsmodell von Carwow aus?

P. Sayler von Amende: Wir bieten Konsumenten das digital beste Kauferlebnis kostenlos an. Hierbei decken wir alle wesentlichen Aspekte des Autokaufs ab: von der Recherche des passenden Fahrzeuges, über die Preistransparenz - inklusive aller Gebühren wie zum Beispiel den Überführungskosten - bis hin zur Auswahl des passenden Händlers, auf Basis dessen Standorts, Beratungsqualität und Zusatzdienstleistungen. Konsumenten schätzen hierbei auch die reichhaltigen und relevanten Inhalte auf unseren vielfältigen Kanälen; so werden die Carwow-Automobiltestberichte auf unserem YouTube Kanal aus Deutschland jeden Monat bereits millionenfach gesehen, und weltweit sind es über 40 Millionen. Für Händler sind wir ein effizienter und leistungsbezogener Marketingpartner. Wir verschicken pro Händler monatlich mehrere hundert bis tausende Angebote an registrierte Interessenten, bieten Zugang auf eine große Datenbank an lokalen Kaufinteressenten und bringen dem Verkäufer Kunden die bereits mehrere Händlerangebote verglichen haben. Somit erzielen gute Verkäufer bei uns überdurchschnittlich hohe Abschlussquoten – und das ohne Risiko. Das Geschäftsmodell dahinter ist sehr einfach. Wir erhalten von unseren Händlern eine einheitliche Marketinggebühr, wenn ein Fahrzeugkauf zustande kommt. Auch hier spielt unsere Neutralität eine entscheidenden Rolle: Händler bezahlen immer die gleiche Marketinggebühr, egal ob der Kunde einen neuen VW Polo bestellt oder einen BMW X5 Jahreswagen kauft.

Das vollständige Interview mit Carwow-Geschäftsführer Philipp Sayler von Amende lesen Sie in der AUTOHAUS-Ausgabe 17/2019, die am 2. September erscheint!

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