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Fahrbericht Honda Jazz e:HEV: Sparen kostet

Fahrbericht Honda Jazz e:HEV
Sparen kostet
Seit Anfang Juni steht die vierte Generation des Honda Jazz in den Schauräumen der Händler.
© Foto: Honda
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Der neue Honda Jazz will mit Sparsamkeit überzeugen. Das gelingt gut, verlangt aber den Einsatz von monetären Mitteln.

Von Elfriede Munsch/SP-X

Seit Anfang Juni steht die vierte Generation des Honda Jazz in den Schauräumen der Händler. Wie gehabt verfügt der Kleinwagen über viel Platz sowie über die sogenannten "Magic Seats". Neben dem Standard-Jazz gibt es auch ein SUV-artig angehauchtes Schwestermodell mit Namenszusatz Crosstar. Interessenten müssen mindestens 22.000 Euro investieren. Einzig verfügbare Motoroption ist ein Hybridantrieb.

Um Kleinwagen sparsam zu machen und somit die CO2-Emissionen zu senken, ist viel Aufwand nötig. Honda nutzt dazu ein Hybridsystem (e:HEV), das aus dem Zusammenspiel von drei Motoren sowie einer Lithium-Ionen-Batterie besteht. Als Benziner kommt ein 1,5-Liter-Sauger mit 72 kW / 98 PS zum Einsatz. Den Antrieb übernimmt normalerweise ein 80 kW / 109 PS starke E-Motor mit 253 Nm. Der zweite E-Motor fungiert als Generator. Ein Getriebe im herkömmlichen Sinne gibt es nicht mehr, dafür eine feste Übersetzung.

Der Jazz wechselt je nach Fahrsituationen zwischen drei verschiedenen Modi. Im E-Betriebnutzt der Elektromotor die im Akku gespeicherte Energie und sorgt für den Vortrieb. Kann die Batterie nicht genügend "Saft" liefern, treibt der Vierzylinder-Benziner den zweiten E-Motor an, der in seiner Funktion als Generator Energie für den Akku produziert. Obwohl der Benziner in den meisten Situationen nicht direkt auf die Räder einwirkt, kann er über eine Überbrückungskupplung direkt mit den Antriebsrädern verbunden werden. Das geschieht etwa bei Volllastfahrten auf der Autobahn

Der 4,04 Meter lange Fünftürer absolviert den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 9,4 Sekunden, maximal sind 175 km/h möglich. Bei einer ersten Testrunde agierte der 1,3 Tonnen schwere Jazz flott und sehr leise. Von dem Wechselspiel der einzelnen Hybridkomponenten merkt der Fahrer wenig, außer er beobachtet im Instrumentendisplay eine leicht pixelige Grafik, die zeigt, welcher Antrieb gerade aktiv ist.

Normverbrauch von 4,5 Litern erreichbar

Viel spannender ist auf die Verbrauchsanzeige zu schauen. Während der Autobahnstrecke mit gemäßigtem Tempo flossen rund sechs Liter durch die Leitungen. Sein Spartalent kam abseits der Schnellstraßen zum Tragen. Gleichmäßige Fahrten auf Bundes -und Landstraßen ließen den Verbrauch schnell auf unter fünf Liter sinken. Mit der Aktivierung der Eco-Taste ging der Durst noch einmal zurück. Wer vorausschauend fährt und sanft beschleunigt, kann den Normverbrauch von 4,5 Litern (WLTP) gut erreichen. Kommt noch Stadtverkehr mit hohem Rekuperationsanteil dazu, sind sicherlich auch geringere Werte möglich. Man aber auch durchaus Freude am flotten Fahren erleben. Kurvenreiche Straßen lassen sich dank eines ausgewogenen Fahrwerks entspannt durcheilen, das Getriebe hält sich auch bei Volllast akustisch angenehm zurück.

Bildergalerie
Honda Jazz (2021)

Das Sparen geht allerdings ins Geld. Bei Kleinwagen fallen die Kosten für die Hybridtechnologien besonders auf. Auf dem Preisniveau des Jazz liegen auch der Renault Clio in der Hybridversion (ab 22.440 Euro) und auch der im Herbst debütierende neue Toyota Yaris wird in ähnlichen Preisregionen starten. Immerhin: Wer sich für den Jazz entscheidet, erhält unter anderem neben einer Klimaautomatik und LED-Leuchten auch einen höhen verstellbaren Fahrersitz sowie ein in Höhe und Tiefe justierbares Lenkrad. Für die Sicherheit sorgen unter anderem zehn Airbags, darunter ein Airbag zwischen den Vordersitzen, um Verletzungen durch ein Zusammenstoßen von Fahrer und Beifahrer zu verhindern. Außerdem sind ab Werk ein Bündel Assistenten an Bord, darunter eine Verkehrszeichenerkennung. 

Natürlich gibt es bei der Basis-Konfiguration noch Luft nach oben. Wer Alu-Felgen, Smartphone-Anbindung für AppleCarplay und Android und neben dem Multifunktionsdisplay noch einen 9-Zoll großen Touchscreen will, muss zum nächsten Komfortniveau (ab 23.050 Euro) greifen. Wenn dann noch Navi, 16 Zoll-Alus, beheizbares Lederlenkrad und Rückfahrkamera an Bord sein sollen, werden mindestens 24.650 Euro fällig. Dann sind auch alle Assistenten, die Honda im Programm hat, zum Einsatz bereit. Dazu gehören Abstandstempomat, Kollisionsverhinderer, aktiver Spurhalteassistent, Tot-Winkel-Warner und Ausparkassistent. Zudem gibt es einen intelligenten Geschwindigkeitsbegrenzer, der dank Verkehrszeichenerkennung das Tempo an das jeweils geltende Tempolimit anpasst.

Übrigens: Der Crosstar (ab 26.250 Euro) fährt ausschließlich in der Topversion vor und hat neben den markanteren Anbauteilen noch eine Dachreling, wasserabweisende Sitze und eine leicht erhöhte Bodenfreiheit. 

Magic Seats lassen sich hochklappen

Der Jazz punktet wie eh und je durch sein cleveres Raumkonzept. Die hinteren Sitze (Magic Seats) lassen sich nicht nur Umklappen, sondern ähnlich wie in einem Kino auch Hochklappen. So kann man auch sperrige Güter im Fond transportieren. Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 304 und 1.205 Litern. Das Platzangebot für die Insassen ist für einen Kleinwagen sehr gut. In der Neuauflage kommen zudem verbesserte Sitze zum Einsatz. Nachgebessert haben die Japaner im Vergleich zur Vorgängergeneration auch bei der Materialauswahl. Die Haptik stimmt. Und es gibt wieder Knöpfe und Tasten, um etwa Navigation oder Klimaautomatik direkt ohne Umwege über eine umständliche Menüführung im Display ansteuern zu können. Das spart viel Verdruss. 

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Honda e (2021)

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