Honda Super-N: Brite müsste man sein

16.04.2026 05:26 Uhr | Lesezeit: 2 min
Mit dem Super-N bringt Honda im Sommer ein Kei-Car-Modell in Großbritannien auf den Markt.
© Foto: Honda

Super-N heißt ein neues Elektroauto von Honda, das auch nach Deutschland passen würde. Doch vorerst geht der zackige Zwerg in Großbritannien auf Kundenfang.

Kei-Cars üben auf viele europäische Autofahrer einen besonderen Reiz aus. Doch nur selten schaffen es die charmant-kauzigen Kleinstwagen nach Europa. Modelle wie der Daihatsu Copen bleiben die Ausnahme. Mit dem Super-N wagt Honda nun einen Kei-Car-Anlauf in Europa. Allerdings zunächst allerdings nur im Vereinigten Königreich: Dort startet der elektrische Zwerg ab Juli zu Preisen ab umgerechnet rund 23.000 Euro.

Der Super-N folgt klar den typischen Kei-Car-Prinzipien. Die Karosserie ist mit rund 3,40 Metern Länge äußerst kompakt gehalten und bietet dennoch einen alltagstauglichen Innenraum. Vier Sitzplätze sind an Bord, im Fond setzt Honda auf die variablen „Magic Seats“, bei denen sich auch die Sitzflächen hochklappen lassen. Das schafft Flexibilität beim Transport. Gleichzeitig bietet der kleine Stromer Komfort- und Sicherheitsfeatures, wie man sie sonst eher aus größeren Fahrzeugklassen kennt. Damit ist er auch eine interessante Alternative zu den spartanisch ausgestatteten L7e-Autos.


Honda Super-N

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Technisch setzt Honda zudem auf Fahrspaß trotz überschaubarer Leistung. Der Elektromotor leistet 47 kW/64 PS, was dem in Japan geltenden Kei-Car-Limit entspricht. Per Boost-Funktion lässt sich die Leistung kurzfristig auf 70 kW/95 PS steigern. Für ein emotionaleres Fahrerlebnis simuliert das System zudem ein 7-Gang-Getriebe samt künstlichem Motorsound. Die Batterie dürfte rund 30 kWh Kapazität bieten, was laut Hersteller etwa 200 Kilometer Reichweite ermöglicht. Im reinen Stadtverkehr sollen bis zu 320 Kilometer drin sein.

Vorerst bleibt der Super-N ein britisches Angebot und wird dort, wie auch in Japan, ausschließlich als Rechtslenker verkauft. Zwar hat Honda eine mögliche Ausweitung auf weitere Märkte angedeutet, doch für Kontinentaleuropa stehen die Chancen schlecht. Neben der fehlenden Linkslenker-Version dürfte auch der zusätzliche Aufwand seit dem Brexit einen Import etwa nach Deutschland erschweren. Im Vereinigten Königreich sind die Zulassungsvorschriften in solchen Nischenfällen hingegen weniger strikt als in der EU, was einen Markteintritt für Exoten wie dem Super-N zusätzlich erleichtert.

 


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