Der B2B-Fahrzeugmarktplatz Autoproff erweitert sein Geschäfsmodell und bietet Händlern ab sofort Blind-Bid-Auktionen an. Das neue Format richtet sich insbesondere an professionelle Einkäufer, die regelmäßig größere Stückzahlen über die Plattform beziehen. Autoproff gehört mehrheitlich zur Autoscout24-Gruppe.
Bei den Blind-Bid-Auktionen geben Händler pro Fahrzeug ein einzelnes Gebot ab, ohne Einblick in die Angebote anderer Teilnehmer zu erhalten. Ein klassisches Live-Finale entfällt. Statt kurzfristiger Bieterduelle entscheidet innerhalb von drei Stunden, ob das eigene Gebot den Zuschlag erhält. Nach Angaben des Unternehmens soll das Format damit vor allem Reibung, Zeitdruck und taktisches Überbieten reduzieren.
Die über Blind-Bids angebotenen Fahrzeuge werden vollständig über den bestehenden Verkaufsabwicklungsprozess von Autoproff abgewickelt. Dazu zählen professionelle Zustandsberichte, eine zentrale Streitfallbearbeitung durch die Plattform sowie die grenzüberschreitende Lieferung über europäische Logistikpartner.
Kenneth Vestergaard, CCO Nordics bei Autoproff, sieht in dem neuen Angebot eine gezielte Antwort auf die Anforderungen professioneller Einkäufer: "Das Format ist für Profis konzipiert, die auf einen konstanten und qualifizierten Zufluss jüngerer Gebrauchtwagen angewiesen sind." Durch den Ausbau des eigenen Beschaffungsnetzwerks in wichtigen Märkten stelle Autoproff sicher, "dass Händler stets Zugang zu den passenden Fahrzeugen in den richtigen Stückzahlen erhalten" , so Vestergaard weiter.
Die Einführung der Blind-Bid-Auktionen erfolgt vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage nach jüngeren Gebrauchtwagen. Laut Anbieter gewinnt insbesondere das Segment bis zu fünf Jahre alter Fahrzeuge weiter an Bedeutung. Für das gerade abgelaufene Jahr rechnet das Unternehmen mit bis zu 150.000 Transaktionen über die eigene Plattform. Durch neue und vertiefte Kooperationen mit Lieferanten erwartet Autoproff zudem einen weiteren Ausbau des Angebots. Jährlich sollen mehrere Tausend zusätzliche Fahrzeuge auf den Marktplatz kommen, darunter rund 20.000 neu gelistete, jüngere Gebrauchtwagen pro Jahr.