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Nachgehakt: Was wurde aus Audis Service Stationen?

Nachgehakt
Was wurde aus Audis Service Stationen?
In Kürze wird die 19. Audi Service Station bei einem Partner in Deutschland aufgestellt.
© Foto: Audi

Citroën führt aktuell in seinen Werkstätten 24h-Serviceautomaten ein. Bei Audi gibt es ein ähnliches System bereits seit 2017. AUTOHAUS fragte bei den Ingolstädtern nach, wie sich die Stationen bisher bewährt haben.

Von Online-Redakteur Andreas Heise

Dem Kunden die Möglichkeit geben, das eigene Auto oder ein Ersatzfahrzeug abzuholen oder abzugeben – und das rund um die Uhr. Im Autohandel wäre dies nicht ohne einen gewissen Personaleinsatz möglich. Gewöhnliche Briefkästen stoßen schnell an ihre Grenzen.

So bietet Audi seit Dezember 2017 seinen Partnerbetrieben digitale Service Stationen an, an denen Kunden ihr (Ersatz-)Fahrzeug abgeben oder auch abholen können – auch das Bezahlen der Rechnung ist direkt am 24 Stunden-Terminal möglich. Citroën setzt seit kurzem auf ein ähnliches System (AUTOHAUS berichtete), die Reparatur-Rechnung wird hier online beglichen. Auch andere Dienstleistungen sind bei den Franzosen denkbar, beispielsweise der Verleih eines Fahrzeugs im Rahmen einer Kurzzeitmiete.

Wie hat sich der Service bei Audi seit 2017 bewährt? Haben die Service-Stationen bei den vier Ringen Zukunft? Betrachtet man die Ankündigungen der Ingolstädter, lässt sich dies mit einem klaren "Ja" beantworten. Laut Audi wird in Kürze die 19. Service Station bei einem Partner in Deutschland aufgestellt. Der Autobauer betreibt zusätzlich zwei Stationen in den Kundendienstzentren Ingolstadt und Neckarsulm. Aufgrund der positiven Erfahrungen in Deutschland starten zudem Piloten in Italien, England und in Frankreich. Zudem pilotiert die Marke VW Nutzfahrzeuge das Format im deutschen Markt.

"Unser Resümee nach zwei Jahren ist sehr positiv. Die Erfahrungen sowie das Feedback unserer Kunden und der Audi Partner bestätigen uns darin. Das spiegelt sich zudem in den Entscheidungen für weitere Piloten und Roll-outs wider", sagt Susanne Killian, Unternehmenssprecherin Vertrieb und Marketing, auf Anfrage von AUTOHAUS.

Vor allem an der Software habe sich seit Ende 2017 einiges getan: Die Reporting-Funktion für die Händler sei optimiert, die Usability für Kunden und Händler weiter verbessert und zudem komplett neue Funktionen wie eine Sprachmemo-Funktion für Kunden bei der Fahrzeugabgabe entwickelt worden. Letztere werde in Kürze verfügbar sein.

Neues modulares Produktkonzept

Im ersten Halbjahr 2020 startet laut Killian außerdem ein neues modulares Produktkonzept. Dieses ermögliche den Autohäusern, zwischen verschiedenen Varianten der Service Station mit unterschiedlichen Hard- und Softwareausstattungen zu wählen, um die ideale Station für den Betrieb zu finden.

Wird solche eine 24h-Service-Station langfristig gesehen die Dialogannahme ersetzen können? "Der Handel bildet das Rückgrat unseres Geschäfts, nichtsdestotrotz dürfen wir uns neuen Formaten nicht verschließen", betont die Audi-Sprecherin. Die Service Station sei daher eine gute Ergänzung für die Partner und Kunden – insbesondere während der Stoßzeiten sowie außerhalb der Öffnungszeiten.

Zum Anschaffungspreis und den laufenden Kosten einer Service Station will sich Audi nicht äußern. Angesichts der Ankündigung, bald verschiedene Produktversionen anbieten zu wollen, werden die Partnerbetriebe künftig zumindest eine gewisse Auswahl haben.


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