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Neue Verträge: Das kommt auf die VW- und Audi-Händler zu

Neue Verträge
Das kommt auf die VW- und Audi-Händler zu
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Volkswagen und seine Handelspartner wollen eine neue Kultur der Zusammenarbeit etablieren.
© Foto: picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa
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Der Partnerverband VAPV will in der kommenden Woche seine Mitglieder über die Ergebnisse der schwierigen Vertragsverhandlungen informieren. Der Auftritt dürfte kein Spaziergang werden – trotz nachweislich erreichter Erfolge.

Die deutschen VW- und Audi-Händler machen den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer neuen Partnerschaft mit den Herstellern. Ihr Partnerverband VAPV wird am 20. Juni 2018 die Mitgliedsbetriebe über die Ergebnisse der langwierigen und schwierigen Verhandlungen mit den Vertretern der Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge und Audi informieren. Das erfuhr AUTOHAUS aus mit den Vorgängen vertrauten Branchenkreisen.

Für den Vorsitzenden des Verbands, Dirk Weddigen von Knapp, und seine Vorstandskollegen dürfte der Auftritt trotz nachweislich erreichter Erfolge in den Vertragsverhandlungen nicht einfach werden. In den sogenannten "Syntegration"-Workshops konnte der VAPV zwar eine gute Basis für die zukünftigen Herausforderungen der Betriebe aushandeln. Doch man steht vor der schwierigen Aufgabe, bei einigen Händlern Akzeptanz zu vermitteln, dass sie in naher Zukunft nicht mehr als Vertriebspartner dabei sein und an den Verhandlungserfolgen partizipieren werden.

Wie berichtet, laufen die Verträge für Teile der VW-Händlerschaft nach der Ende März erfolgten Kündigung nur noch bis zum 31. März 2020. Weitere Partner sollen zum 31. März 2023 aus dem Netz ausscheiden. Die befristeten Verträge gelten nach AUTOHAUS-Informationen zum Teil sogar nur unter Auflagen. Den ausscheidenden Händlern bleibt deshalb nichts anderes übrig, als ihre Unternehmen zu verkaufen, zu schließen oder als Servicepartner weiter zu machen.

Weiterer Ausgleich für Händler

Ein Trostpflaster hat der VAPV aber in der Tasche: Auf der Versammlung soll bekannt gegeben werden, dass die Hersteller eine zweite Kompensationszahlung an die Autohäuser leisten werden. Die Rede ist von einem "nennenswerten" Betrag im dreistelligen Millionen-Bereich. Mit den im Netz verbleibenden Händlern soll dann fließend in eine neue Ära gestartet werden.

VW hatte zum Ende des ersten Quartals 2018 die Verträge seiner rund 3.500 Handelspartner in Europa gekündigt (wir berichteten). Pläne für eine Verkleinerung des deutschen Vertriebsnetzes hatte Marken-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann bereits Ende Januar angekündigt. Europaweit soll es dagegen "keine signifikante Verringerung" geben. Die neuen Vereinbarungen sollen nach zweijähriger Kündigungsfrist ab 1. April 2020 gelten. Das soll auch bei Audi so sein: Laut Deutschland-Vertriebschef Martin Sander haben inzwischen alle Händler und Servicepartner einen Letter-of-Intent als Absichtserklärung für eine weitere Zusammenarbeit erhalten.

Im Frühjahr haben sich hochrangige Vertreter von VW und Audi sowie des Händlerverbands auf zwölf Lösungsansätze für die künftige Partnerschaft verständigt (wir berichteten). Das Ziel: Unter dem internen Arbeitstitel "Befähigung / Ertüchtigung: Neue Welt" soll erstmalig in enger Gemeinsamkeit eine Hochleistungs-Qualifikation der Vertriebsorganisation durchgeführt werden. Damit wollen Hersteller und Handel sicherstellen, dass die neuen Verträge für beide Seiten langfristigen Erfolg bringen – auch bei sich ändernden Rahmenbedingungen in der Autobranche. (rm/rp)

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