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Baden-Württemberg: Kretschmann will alternative Antriebe fördern

Winfried Kretschmann: "Ich habe den Leuten nicht vorzuschreiben, ob sie einen Smart oder einen Porsche kaufen werden."
© Foto: Daniel Maurer/ dapd

Grün-Rot plant, in die Grundlagenforschung an den Universitäten zu investieren und alternative Fahrzeugantriebe zu fördern. Der Ministerpräsident will das Gespräch mit den Autobauern suchen.


Datum:
17.05.2011
2 Kommentare

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Die neue grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will in die Grundlagenforschung an den Universitäten investieren, um alternative Fahrzeugantriebe zu fördern. "Das ist ein Spielfeld, auf dem wir die Entscheidung treffen müssen", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart bei seiner ersten Regierungspressekonferenz. Er werde das Gespräch mit den Autobauern suchen, um mit ihnen über die strategische Ausrichtung zu diskutieren. Er habe sich schon mit Zetsche und Bosch-Chef Franz Fehrenbach getroffen.

Kretschmann wehrte sich gegen Vorwürfe, er wolle die Bürger bei der Wahl ihrer Fahrzeuge bevormunden. "Ich habe den Leuten nicht vorzuschreiben, ob sie einen Smart oder einen Porsche kaufen werden" sagte er. Er werde aber für Rahmenbedingungen sorgen, eine moderne vernetzte Mobilität verschiedener Verkehrsträger voranzutreiben, bei der etwa auch die organisierte gemeinschaftliche Nutzung von Autos eine Rolle spiele.

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch ein Maßnahmenpaket für die Elektromobilität beschließen. Der Staat will mit rund einer Milliarde Euro bis 2013 zusätzlich Forschung und Entwicklung fördern und zudem Steueranreize schaffen. Das hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag nach Vorlage eines Expertenberichts zur Elektromobilität angekündigt (wir berichteten). Eine Kaufprämie sei aber "nicht die richtige Antwort", sagte Merkel. (dpa)

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KOMMENTARE


Dieter M. Hölzel

18.05.2011 - 12:11 Uhr

Kretschmann und seine GRÜNEN haben sich schon vor Regierungsantritt disqualifiziert und gezeigt, wessen Haltung sie in Sachen Automobil einnehmen. Wer so das arbeitende Volk missachtet, hat keinen Anspruch auf fundamentale Entscheidungen, geschweige denn sie zu treffen, noch dazu als eine Minderheit in unserem Land. Es ist ohnehin unbegreif- lich, wie zwei Minderheiten ein Land regieren, aber aus Weimar wurde nichts gelernt. Ich glaube nicht das es eine neue RAF geben wird,viel- mehr machen mir andere Gruppierungen Sorge, wenn es so leicht ist als Minderheit " regieren " zu können. Allerdings muss auch gesagt werden, wie sich die sogenannten Altparteien in den letzten Jahrzehnten auf- geführt und die Menschen nicht nur aus den Wahllokalen vertrieben ha- ben. Die Väter des GG haben das so ganz sicher nicht gewollt, auch, dass Schulden über Schulden angehäuft werden für Dinge, die ganz sicher nicht zu deutschen Angelegenheiten gehören. Im Grundlagenver- trag zur EU steht, dass keinem Mitgliedsland Kredite gegeben werden d ü r f e n. Darüber spricht man nicht mehr, Beliebigkeit und Dumm- heit macht sich breit, wenn Betrügern der Zugang zur EU ermöglicht wird. Diejenigen die dabei gezockt haben verlieren ihr Geld, aber um die braucht man sich nicht zu sorgen, ohne Ausnahme.


K. Wempe

18.05.2011 - 13:53 Uhr

Hallo Herr Hölzel, nehmen Sie es doch demokratisch und wie ein Mann zur Kenntnis. Grün/rot hat eine Mehrheit, auch wenn es eine stärkere Fraktion gibt. Fast 60 Jahre CDU im Ländle ist doch so wie jeden Tag neben der gleichen Frau aufwachen. Da wird auch vieles zur Routine. Außerdem sind mir in 60 Jahren gewachsene politische Seilschaften doch eher unheimlich. Man denke nur an die Filbinger Geschichte von Herrn Öttinger. Der übrigens konnte alles außer hochdeutsch (und Englisch). Im übrigen: Halten wir es mit Herrn Kretschmann doch wie seinerzeit mit Gerd Schröder. Messen wir ihn an seinen Taten und nicht an seinen Worten. Dann hat es sich in 4 Jahren (wahrscheinlich) erledigt. Das ist Demokratie.


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