Beim europäischen Verbrenner-Aus zeichnet sich nach Einschätzung des Verbands der Automobilhändler Deutschlands (VAD) Bewegung ab. Vor einer Abstimmung im Umweltausschuss des Europaparlaments am 4. November begrüßt der Verband, dass zentrale Forderungen des Autohandels in einem Kompromiss von Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen aufgegriffen wurden.
Demnach soll der Flottengrenzwert für 2035 statt einer vollständigen CO2-Reduktion bei minus 95 Prozent liegen. Unter Anrechnung von "grünem Stahl" wären es laut VAD minus 87,5 Prozent. Der Händlerverband plädiert für eine Reduktion um 90 Prozent ohne zusätzliche Quoten oder Anrechnungsmodelle.
VAD gegen verpflichtende E-Auto-Quoten
Kritisch bewertet der VAD weiterhin Vorgaben für gewerbliche Flotten. Eine E-Auto-Quote soll dem Kompromiss zufolge nur noch als "indikatives" Ziel vorgesehen werden. Der Verband lehnt auch dies ab und warnt vor Restwertrisiken und zusätzlicher Bürokratie.
Grundsätzlich stellt der VAD die Elektromobilität nicht infrage. Präsident Burkhard Weller bezeichnet ihren Erfolg als "unaufhaltsam". Wenn sich Elektroautos am Markt durchsetzten, seien starre Verbote und Quoten jedoch nicht erforderlich. Europaparlament und EU-Mitgliedstaaten sollen nach Angaben des Verbands im Dezember ihre Positionen für die anschließenden Trilog-Verhandlungen festlegen. Mit einem Abschluss rechnet der VAD nicht vor März 2027.