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Großbritannien: BMW warnt vor ungeordnetem Brexit

Im Werk in Oxford fertigt BMW die Mini-Baureihe.
© Foto: picture alliance / empics, Fotograf: Anthony Devlin

Im März will Großbritannien die EU verlassen. Doch die Verhandlungen zwischen London und Brüssel sind zäh. Viele Unternehmen wissen nicht, was auf sie zukommt – betroffen ist auch BMW.


Datum:
25.06.2018
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Nach dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus macht nun auch BMW auf die Folgen eines ungeordneten Brexit aufmerksam. Bis Ende Sommer müsse Klarheit herrschen, sagte der BMW-Repräsentant in Großbritannien, Ian Robertson, dem Sender BBC. Das Münchner Unternehmen stellt auch die Marken Mini und Rolls Royce her und hat rund 8.000 Beschäftigte im Vereinigten Königreich. „Wenn wir in den nächsten Monaten keine Klarheit bekommen, müssen wir damit beginnen, Alternativpläne zu entwickeln“, so  Robertson. Sonst würde der Konzern Geld in Konstruktionen investieren, „die wir vielleicht nicht benötigen, in Lagerhallen, die vielleicht künftig nicht brauchbar sind“.

Der nächste EU-Gipfel muss die Weichen stellen

Das Vereinigte Königreich steuere ungebremst auf einen ungeordneten Brexit zu, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, in Berlin. Für ein geordnetes Ausscheiden der Briten aus der EU müsste der nächste EU-Gipfel die Weichen stellen. „Die britische Regierung spielt weiterhin auf Zeit. Diese Strategie führt ins Desaster.“ Schon jetzt machten sich nachteilige Effekte bemerkbar. So sei Großbritannien momentan mit 1,4 Prozent das Land mit dem schwächsten für dieses Jahr erwarteten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der EU.

Die Trennung von der Staatengemeinschaft ist bereits für Ende März 2019 geplant. Die Brexit-Verhandlungen zwischen London und Brüssel verlaufen sehr schleppend. Ein Knackpunkt ist vor allem die künftige Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland. Premierministerin Theresa May regiert seit der vorgezogenen Parlamentswahl 2017 nur noch mit einer hauchdünnen Mehrheit. Sie steht von mehreren Seiten erheblich unter Druck. Auch die Brexit-Hardliner ihrer Partei – darunter etwa Außenminister Boris Johnson – drohen immer wieder damit, sie zu stürzen. (dpa)

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