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Partikelfilter für Benziner: Berlin auf EU-Linie

Die EU will auch Benzinmotoren sauberer machen.

Bei Dieselmotoren sind Partikelfilter schon lange im Einsatz. Künftig soll die Technik auch bei neuen Benzinern für geringere Schadstoffemissionen sorgen.


Datum:
19.12.2016
2 Kommentare

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Deutschland unterstützt EU-Pläne, bei Autos den Schadstoffausstoß durch den Einbau von Partikelfiltern auch bei Pkw mit Benzinmotoren zu verringern. Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig (SPD) teilte am Freitag mit, sein Haus habe sich nun mit dem Verkehrs- und Umweltministerium darauf verständigt, den Vorschlag der EU-Kommission für die künftige Emissionsverordnung bei der nächsten Sitzung auf EU-Ebene am 20. Dezember zu unterstützen.

Zuvor hatte der "Spiegel" vorab berichtet, das Wirtschaftsministerium blockiere diese Pläne und wolle sich in Brüssel enthalten. Das wies Machnig zurück. Geplant ist, dass der Einbau von Partikelfiltern bei Benzinern mit Direkteinspritzung zur Rußvermeidung ab September 2017 vorgeschrieben wird. Bei Dieselmotoren wird die Technik schon lange eingesetzt. (dpa)

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KOMMENTARE


wallibelli

19.12.2016 - 14:43 Uhr

Das ist doch ein alter Hut. Seit 2011 ist bekannt, dass im Zuge derweiteren Abgasnormen mit Inkrafttreten der EURO 6c ab Herbst 2017(Neuhomologation), ein Jahr später für alle Neuwagen, derPartikelausstoß bei DI-Benzinern um das 10fache auf das Niveau vonDiesel-PKW mit Filter reduziert werden muss. Die Autoindustrie wolltedies mit "innermotorischen Maßnahmen" erreichen,was viele Fachleuteschon früh bezweifelten. Nach dem VW Skandal drang die EU-Kommission aufeine Filterlösung, um Manipulationen vorzubeugen. Dagegen lief spezielldie dt. Autolobby wieder Sturm, obwohl für den Filtereibau bei NW nurKosten je nach Motorisierung von 40,- bis 100,-€ anfallen. Hätte das dt.Wirtschaftsministerium morgen am 20.12. die Zustimmung zum EU-Vorhabenverweigert, könnte die EU-Verordnung nicht in Kraft treten. Konkretführt der Beschluss jetzt zu einem anderen Problem: Benziner ohneFeinstaubfilter werden demnächst auch keine blaue Plakette bekommen.Bestimmt nicht in Stuttgart, wo das Feinstaubproblem größer als dasNOx-Problem ist. Das betrifft sogar EURO 6 Benziner, die alle nochkeinen Filter haben. Was sollen die Kunden bis Herbst nächsten Jahreskaufen? Diesel sind zunehmend out. Zumindest beim Privatkunden. Aktuelleneue Benziner haben keinen Filter (außer MB S 500). Was kann man sichanschaffen? Neue Diesel im Verruf, eine neue DI-Benziner-Feinstaubschleuder? E-Autos kann man auch nicht kaufen, weil die demnächst mit Energiesteuern belastet werden. Wie sollen denn die insgesamt 57 Mia. jährlichen Energie/Mineralölsteuern inkl. darauf Mwst. plus KFZ Steuer ins Staatssäckel kommen, wenn ab 2030 keine Verbrenner mehr auf die Straßen dürfen.Legt der Staat diese Beträge auf den Autostrompreis um, dann waren Verbrenner ein preiswertes Vergnügen. Man könnte die Allgemeinheit mit dem Ausfall belasten, z. B. durch eine Mwst. Erhöhung von ca. 5 %. Das wäre dann ein Konjunkturprogramm für die AFD. Liebe Leut', was für ein Paradoxum: Ich habe noch einen Saugrohr-Einspritz-Benziner Bj. 2004 BMW E46 Compact ti. Mit demVerbrenner kann ich noch guten Gewissens in die Großstadt-City fahren.Sage noch einer früher war alles schlechter.PS: Der Filter muss nicht entwickelt werden.Faurecia hat ihn seit Sommer 2015, MB hat ihn, VW hat ihn. BASF hat einen 4-Wege-Kat, der bei den OEM's schon seitmehreren Jahren im Versuch läuft. Es ist das bekannte Problem: NachDieselgate, war "Ottogate" geplant: Ein Software-Programm fürs Bestehendes Norm-Zyklus ist Millionen € billiger als ein Partikelfilter in jedem produzierten DI-Benziner.


Michael Kühn

23.12.2016 - 20:19 Uhr

Ich kann wallibelli generell nur zustimmmen ! - Ich fahre noch meinen E30, 325 e mit grüner Plakette. Max. 6000 Km pro Jahr. Dieses Auto ist seit 1. Dez. 2016 30 Jahre alt, ergo ein gepflegter Youngtimer, der auch gefahren werden muß. - Dieser hat Tüv bis 2018 ohne nennenswerte Probleme erhalten. - Es waren nur neue Bremsbeläge + Bremsscheiben erforderlich, sowie ein neuer Zahnriemen mit einer neuen Riemenscheibe erforderlich. Eben ein ganz normaler Verschleißersatz. Das waren eben noch echte Qualitätsautos aus DEUTSCHLAND. Und die gehören zur unserer Autogeschichte !!! - Wo kommt eigendlich die größte Feinstaubbelastung her ??? - Von Schiffsdieseln, Kohlekraftwerken usw. ; die wenigen privaten Autofahrer sollen also diesen Schadstoffausstoß reduzieren ???Wer hierbei wirklich einmal nachdenkt, wird erkennen müssen, dass unsere weltweite Luft klimatechnisch niemals auf Grenzen Rücksicht nimmt. Unsere Luft nimmt auch weltweite Schadstoffe auf und verteilt diese ! - ALSO, was will "Klein Kiki-Deutschland" (weltweit) bewirken, wenn sämtliche Altautos in diverse Länder exportiert werden und eben von dort sich in unserer Welt lufttechnisch grenzenlos verteilen. Ich kann bei diesen Themen nur noch lauthals LACHEN. - Die genehmigten Privatkamine haben keine weitere neue Umwelt-Belastung, durch deren Abluft zu verantworten ??? Fossile Brennstoffe lassen sich niemals in eine komplett klima-neutrale Belastung einfügen. - Ich hasse sämtliche "Klugscheiser", die kleinen u. einfachen Bürgern diese weiteren Kosten aufzwingen wollen. Mit einem Grüßle an die vielen Nicht-Nachdenker. MK


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