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Wirtschaftsweise Schnitzer: Auto-Kaufprämien teuer und ineffektiv

Die "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer hatte bereits Anfang Mai die Forderung nach Kaufprämien für Neuwagen als "puren Lobbyismus" kritisiert.
© Foto: picture alliance/Peter Kneffel/dpa

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat ihre Kritik an möglichen Kaufprämien für Autos erneuert. Sie verweist auf die Abwrackprämie in der Finanzkrise 2009 und warnt davor, Fahrzeuge mit Verbrennermotor zu fördern.


Datum:
03.06.2020
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Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hält Kaufprämien für Autos, über die die große Koalition derzeit diskutiert, für wenig wirksam. Die sogenannte Abwrackprämie in der Finanzkrise 2009 habe fünf Milliarden Euro gekostet, hinterher hätten Studien ergeben, dass sie teuer und ineffektiv gewesen sei, sagte Schnitzer, die Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist, am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk. "Von dem Geld hat man vor allem ausländische Autos gekauft und es wurden Käufe vorgezogen. Der Nettoeffekt für die deutsche Automobilindustrie war also sehr gering."

Insbesondere warnte die Wirtschaftswissenschaftlerin davor, Prämien auch für Diesel und Benziner zu zahlen. Das verhindere den Strukturwandel, den die Automobilindustrie leisten müsse, sagte sie. "Es wäre sehr viel sinnvoller zum Beispiel Ladestationen zu fördern oder den Aufbau eines Tankstellennetzes für Wasserstoff." Eine Kaufprämie wollen in den Verhandlungen der großen Koalition, die an diesem Mittwoch fortgesetzt werden sollen, vor allem CDU und CSU durchsetzen.

Aber auch den sogenannten Familienbonus, auf den die SPD pocht, sieht die Wirtschaftsweise kritisch: "Was die Familien wirklich bräuchten, wäre jetzt die Öffnung der Schulen und der Kitas", sagte sie. "Man sollte eigentlich Geld dareinstecken, die Betreuungssituation zu verbessern, so dass die Familien auch wieder arbeiten gehen können." (dpa)

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