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Beiß-Attacken: Marder griffen knapp 46.000 HUK-COBURG-Autos an

Immer wieder vergreifen sich Marder im Sommer an den Brems- oder Kühlwasserschläuchen eines Autos.
© Foto: HUK-COBURG

Deutschlands größter Autoversicherer schlägt Alarm: Im Vorjahr verzeichnete die HUK-COBURG knapp 46.000 Beiss-Attacken von Mardern an den Fahrzeugen ihrer Versicherungsnehmer. Der dadurch ausgelöste Reparaturaufwand in Werkstätten lag bei gut 15 Millionen Euro.


Datum:
16.08.2021
Lesezeit:
3 min
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"Jetzt wird zugebissen: Die Marder sind wieder unterwegs": Was sich martialisch anhört, hat für die HUK-COBURG einen realen Hintergrund, der auch einen durchaus erklecklichen Schadenaufwand nach sich zieht.

Durchschnittlicher Biss-Schaden bei 440 Euro

Autofahrer mit Straßengarage müssen gerade in der jetzigen Jahreszeit damit rechnen, dass sich Marder zum Beispiel an den Kabeln ihrer Zündkerzen oder an den Brems- und Kühlwasserschläuchen ihrer Pkw vergehen. Und das könne teuer werden, wie der Versicherer aus gemachten Erfahrungen weiß: Knapp 46.000 Mal bissen die kleinen Raubtiere im vergangenen Jahr bei den Autos von HUK-COBURG-Kunden zu. Die Beseitigung der Attacken kostete durchschnittlich 440 Euro. In der Spitze seien sogar Reparaturen von mehr als 2500 Euro nötig gewesen. Insgesamt beliefen sich die Regulierungskosten des oberfränkischen Versicherers auf 15,3 Mio. Euro.

Teure Folgeschäden

Ein Marderbiss kann aber nicht nur teuer, sondern auch gefährlich werden. "Oft bleiben die Schäden zunächst unentdeckt, da die spitzen, kleinen Zähne der Raubtiere nur stecknadelgroße Einstiche hinterlassen. Während der Fahrt kann es recht schnell zu Folgeschäden kommen, zum Beispiel am Motor", weiß man in Coburg. Ein Blick auf die Temperaturanzeige des Kühlwassers könne helfen: "Geht der Zeiger in den roten Bereich, ist ein Blick unter die Motorhaube unerlässlich."

Nicht überall steht die Teilkasko ein

Einziger Trost: Marderschäden sind oft, aber nicht immer, in der Teilkasko mitversichert. Zudem schützen manche Policen auch nur vor den unmittelbaren Schäden, also den zerbissenen Schläuchen. Teuer werden jedoch meist die Folgeschäden, wenn der Motor oder die Bremsen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Manche Versicherer, dazu gehört nach eigenem Bekunden auch die HUK-COBURG selbst, versichern diese Folgeschäden bis zu einer Summe von 6.000 Euro mit.

Hat sich das kleine Raubtier an den Schläuchen und Kabeln von Autos, Campingfahrzeugen oder Krafträdern vergangen, greift natürlich auch die Vollkasko-Versicherung. Allerdings gilt hier: Wer einen VK-Schaden meldet, wird – anders als in der Teilkasko – in seinem Schadenfreiheitsrabatt hochgestuft.

Vorbeugen ist besser als reparieren

Ein Wundermittel, das den Marder vom Motorraum fernhält, gibt es auch nach Einschätzung der HUK bis dato nicht. Autobesitzer, die sich den Ärger mit Panne und Reparatur ersparen wollen, könnten dem Marder das Zubeißen aber zumindest erschweren. Wirkungsvoll und günstig seien stabile Kabelummantelungen für gefährdete Bauteile aus dem Fachhandel. Zudem würden spezielle Vorrichtungen zum Abschotten des Motorraums – wie sie manche Autofirmen anbieten – dem kleinen Raubtier den Spaß mit Kabeln, Dämmmatten und Wasserschläuchen verderben. Auch gelegentliche Motorwäschen sollen helfen: "Sie entfernen alle Geruchsspuren aus dem Motorraum, die andere Marder anlocken." (bs)

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