Eine professionelle Steinschlagreparatur beseitigt Mikrorisse im Glas nicht nur optisch, sondern auch strukturell. Dies belegen Forschungsergebnisse aus dem Wales Automotive Glass Research Centre (WAGRC), das seit über 30 Jahren mit der Belron-Gruppe kooperiert. Ein Steinschlag in der Windschutzscheibe sieht zwar klein aus, doch unter der Oberfläche verbirgt sich ein Netzwerk aus haarfeinen Mikrorissen, die tief ins Glas reichen.
Warum reißt nun aber eine Scheibe nach einem Steinschlag und wie funktioniert die Reparatur?
Harz als verbindendes Element
Die Antwort darauf lautet: Eine professionelle Reparatur senkt die Spannung an der Schadstelle um mehr als 90 Prozent, indem ein spezielles Harz unter Vakuum in die Mikrorisse eindringt und unter UV-Licht aushärtet. Dies stellt die Festigkeit wieder her und blockiert das Eindringen von Feuchtigkeit. Die Physik dahinter lässt sich in drei Schritten erklären:
- Spannungskonzentration: Ein Steinschlag erzeugt an der Rissspitze eine hohe Spannung.
- Alltagsbelastungen: Fahrvibrationen, Temperaturunterschiede und Feuchtigkeit verändern diese Spannung kontinuierlich.
- Rissbildung: Ohne Reparatur führen diese Belastungen mit der Zeit dazu, dass die Scheibe reißt.
Wirtschaftlichkeit der Reparatur
Wie viel CO₂-Emissionen spart eine Steinschlagreparatur im Vergleich zum Austausch?
Die Forschungsergebnisse aus Wales unterstreichen einen weiteren Aspekt: Eine Steinschlagreparatur verursacht mindestens 80 Prozent weniger CO₂-Emissionen als ein kompletter Scheibenaustausch. Die CO₂-Ersparnis einer einzelnen Reparatur entspricht dabei dem Ausstoß eines Kurzstreckenflugs von London nach Paris pro Passagier.
"Eine professionelle Reparatur stellt die Sicherheit der Scheibe vollständig wieder her und schont die Umwelt langfristig", erklärt Oliver Stangenberg, Senior Manager Technical Innovation & Recalibration bei Carglass. "Deshalb lautet unsere Devise immer: Zuerst reparieren und nur austauschen, wenn es wirklich nötig ist."