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Schadenerkennung: TÜV Rheinland und Control Expert vereinbaren Partnerschaft

Andreas Witte (li.) und Matthias Schubert (re.)
© Foto: TÜV Rheinland / Control Expert

Ziel der Kooperation ist KI-basierte Anwendungen zur Schadenerkennung zur Marktreife zu bringen. Menschliche Sachverständige sollen dadurch aber nicht ersetzt werden.

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Die Prüforganisation TÜV Rheinland und der Schadendienstleister Control Expert haben eine Technologiepartnerschaft zur Erkennung, Klassifizierung und Bewertung von Kfz-Schäden vereinbart. Ziel ist, mobile Anwendungen zur digitalen Bewertung von Fahrzeugschäden zur Marktreife zu bringen. "Wir wollen im kommenden Jahr die erste marktfähige Anwendung entwickeln, die eine KI-basierte mobile Schadenbewertung möglich macht", erklärte Matthias Schubert, als Executive Vice President Mobility.

Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit ist zunächst, bestehende KI-basierte Anwendungen weiterzuentwickeln. Schäden sollen mit Hilfe von Bilderkennungssoftware zuverlässig identifiziert, von normalen Gebrauchsspuren unterschieden und dann neutral bewertet werden. Mögliche Einsatzszenarien sind nach Angaben der beiden Partner Mietwagen-, Leasing- oder Car Sharing-Flotten. Sobald entsprechende Anwendungen bei TÜV Rheinland nachweislich zuverlässige und valide Ergebnisse liefern soll das Einsatzgebiet dann auch auf die Begutachtung von Unfallschäden ausgeweitet werden.

Der Mehrwert ergibt sich nach Ansicht der beiden Partner durch die Verbindung der jahrzehntelangen Expertise der TÜV-Sachverständigen sowie dem großen Datenbestand der Prüforganisation mit dem KnowHow von Control Expert bei der automatischen Bilderkennung. "Wir forschen seit mehr als zehn Jahren erfolgreich daran, wie mit Hilfe der automatischen Bilderkennung beispielsweise auf einem Foto der Grad von Schädigungen erkennbar wird und sich bewerten lässt", erklärt Andreas Witte, Geschäftsführer von Control Expert.

Ausdrücklich nicht Ziel der Kooperation sei jedoch, die Sachverständigen zu ersetzen betont Matthias Schubert: "Die Automatisierung soll unsere Sachverständigen von routinemäßigen Aufgaben entlasten, soweit dies verlässlich möglich wird. Der Faktor Mensch und seine Erfahrungen bleiben aber auf absehbare Zeit zentral bei der Begutachtung und Bewertung." Bereits jetzt würden Datenbestände und Datenbanken ebenso wie Apps auf mobilen Endgeräten von den Sachverständigen in ihrer Arbeit genutzt. Diesen Weg wolle man nun weiter beschreiten. (aw)

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KOMMENTARE


FStumm

11.12.2020 - 09:05 Uhr

Das sieht der GF von Controlexpert aber anders. Dort hieß es letztes Jahr noch ganz offiziell, man werde den Sachverständigen abschaffen. Streitbar, aber visionär.Hat sich hier die Richtung grundlegend geändert?


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