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Schwacke: Markenhändler zufriedener denn je

Zufriedene Händler sind ein hohes Gut, das wissen mittlerweile auch die Hersteller.
© Foto: Photo-K / fotolia.com

Der Schwacke MarkenMonitor 2016 zeigt: Die Zufriedenheit der Autohäuser mit ihren Herstellern nimmt weiter zu. Die Note von 2,62 bedeutet einen neuen Bestwert. In den einzelnen Gruppen verteidigen alle Fabrikate ihren Titel.


Datum:
23.05.2016
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Die Beziehung zwischen Autohändlern und ihren Herstellern funktioniert immer besser. Wie aus dem am Montag veröffentlichten "MarkenMonitor 2016" des Kfz-Dienstleisters Schwacke hervorgeht, ist die Gesamtzufriedenheit der Autohäuser im Vergleich zum Vorjahr abermals leicht gestiegen. Die Fabrikatsbetriebe bewerteten in der jüngsten Umfrage die Zusammenarbeit mit der Note 2,62 – nach 2,69 in 2015. Es ist der beste Zufriedenheitswert seit 1997.

Als einen Haupttreiber für die positive Entwicklung sieht Thorsten Barg, neuer Länderchef bei Schwacke, die Renditezufriedenheit. Diese habe sich im Schnitt um 0,38 Notenpunkte auf 2,97 verbessert, sagte er im Gespräch mit AUTOHAUS. Das Level sei zwar nicht so hoch wie in den Top-Jahren 2010 bis 2012, bedeute aber eine deutliche Erholung nach den kritischen Jahren 2013 bis 2015.

Außerdem zeigten sich die 967 befragten Inhaber und Geschäftsführer der fabrikatsgebundenen Autohäuser zufriedener, was die Renditebringer Aftersales (Note 2,63, plus 0,17 Punkte) und Gebrauchtwagengeschäft (Note 2,87, plus 0,23 Punkte) anbelangt. Barg: "Die Aufmerksamkeit der Hersteller in diesen Themen hat einen doppelten Effekt." Bedeutet, einige Hersteller und Importeure haben hier ihre Hausaufgaben gemacht. Geringfügig besser benoteten die Händler auch die Beziehungsfelder "Produkt und Marke", "Vertriebspolitik" und "Netzpolitik / allgemeine Zusammenarbeit".

Seit 19 Jahren beleuchtet Schwacke die Beziehung zwischen Vertragspartnern und Herstellern. Die MarkenMonitor gilt als wichtiger Gradmesser für die Automobilbranche: Je zufriedener die Händler sind, desto engagierter treten sie für ihre Marke ein. Die wissenschaftliche Leitung lag auch in diesem Jahr bei Prof. Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Die Befragung übernahm die Puls Marktforschung aus Nürnberg.

Porsche: Gut leben und wirtschaften

Wie sehr sich die Rendite auf das Gesamtergebnis auswirkt, zeigt sich beim Spitzenreiter Porsche. Barg: "Porsche ist mit Abstand der Renditekönig. Der deutliche Zuwachs bei den Neuzulassungen und Besitzumschreibungen scheint mit einer anständigen Rendite einhergegangen zu sein." In dieser Kategorie vergaben die Vertragshändler der Zuffenhausener die Note ,1,73 – eine kräftiger Sprung um 1,03 Punkte gegenüber dem Jahr davor.

Insgesamt erreichte Porsche eine Händlerbenotung von 2,20 (2015: 2,25). Damit holte die VW-Tochter in den vergangenen fünf Jahren vier Mal die Siege bei der Gesamtzufriedenheit und bei den Nischenfabrikaten. Hinter Porsche reihen sich 2016 die zwei Premiummarken Audi, Volvo, Mercedes-Benz, Mini und Smart ein. Mazda, Mitsubishi, Volkswagen und Opel komplettieren die Top-Ten. (rp/pn)

Marken-Highlights des Schwacke MarkenMonitors 2016:

=> Die VW-Händler strafen die Marke wegen "Dieselgate" nicht ab. Trotz eines leichten Rückgangs in der Gesamtzufriedenheit (minus 0,10 Punkte) gelingt den Wolfsburgern der Gruppensieg bei den Volumenfabrikaten.

=> Opel ist VW dicht auf den Fersen. Lediglich 0,01 Notenpunkte trennen die beiden Rivalen in der Gesamtzufriedenheit. Lob gibt es von Händler-Seite vor allem für die Bereiche Aftersales und Netzpolitik. Auch die Renditesituation wird deutlich freundlicher beurteilt als bisher.

=> Volvo sichert sich nicht nur Platz eins bei den "kleinen Importfabrikaten", sondern auch den "Nachhaltigkeitspreis" für eine besonders nachhaltige Entwicklung der Händler-Hersteller-Beziehung. Mit einer nochmals verbesserten Gesamtnote von 2,31 springt die Marke von Platz sieben auf Rang drei.

=> Mitsubishi ist der Top-Aufsteiger 2016. Das beweist nicht nur die aktuelle Marktperformance der Nippon-Marke, sondern auch die Händlerzufriedenheit (Note 2,43; plus 0,25 Punkte).

=> Fiat – bekannt für eine oftmals angespannte Beziehung zum Handel – verbessert sich in allen Einzelbereichen. Insgesamt reicht es in diesem Jahr für die Note 2,90. An Gesamtplatz 25 ändert sich aber nichts.

=> Auf dem ersten "Negativrang" der Absteiger landet in diesem Jahr die Marke Suzuki, die in der Gesamtzufriedenheit 0,12 Notenpunkte einbüßt.

=> Seat – im Gesamtranking im Mittelfeld platziert – hat mit einem Rückgang bei der Renditezufriedenheit zu kämpfen. Die Note 3,27 bedeutet eine Verschlechterung um 0,18 Punkte.

=> Citroën gelingt zwar eine Aufwärtsbewegung, der französische Hersteller bleibt jedoch das Schlusslicht in ihrer Fabrikatsgruppe und auch in der Gesamtwertung.

Die Gruppensieger 2016 im Überblick:

Deutsche Volumenhersteller: VW (Note 2,44)
Deutsche Premiumhersteller: Audi (Note 2,27)
Große Importfabrikate: Skoda (Note 2,61)
Kleine Importfabrikate: Volvo (Note 2,31)
Nischenfabrikate: Porsche (Note 2,20)

Alle Ergebnisse des diesjährigen Schwacke-MarkenMonitors hat AUTOHAUS für Sie in einem Sonderheft aufbereitet. Es liegt der aktuellen Ausgabe 10/2016 bei. In AUTOHAUS 11/2016 lesen Sie ausführliche Porträts der einzelnen Gruppensieger.

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