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CARTV Forum 2022: Gemeinsam zur Bestleistung

Das Team hinter dem CARTV-Forum 2022 konnte sich über eine rundum gelungene Veranstaltung in der Münchner BMW Welt freuen.
© Foto: Walter K. Pfauntsch

Erstmals seit 2019 konnte der traditionsreiche Branchentreff wieder am bewährten Veranstaltungsort, der BMW Welt München, stattfinden. Mehr als 200 Gäste bekamen unter dem Motto "Responsibility our choice" ein abwechslungsreiches Programm geboten.

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Gewohnt charmant unterstützt von Moderatorin Petra Bindl freute sich COO Annette Chassée sichtlich über die Rückkehr nach München und stellte noch einmal die aktuelle Führungsstruktur vor. Die vier Direktoren Thorsten Böhm (Geschäftsführer APE & STV Deutschland), Peter Blstak (Finance Director), Lars Hanse (Sales Director Insurance & Experts) sowie Andreas Reiter (Sales & Marketing Director) übernehmen klar definierte Aufgaben und sorgen für eine optimale Zusammenarbeit nach innen wie außen. Gerade während der Flutkatastrophe 2021 wurde der funktionierende Teamspirit unter Beweis gestellt, als sich alle Kollegen in den Dienst der gemeinsamen Sache stellten und dort einsprangen, wo gerade Not am Mann oder der Frau war.

Klare Vorteile durch Restwertbörsen

Thorsten Böhm nahm die Anwesenden danach mit auf eine kleine Zeitreise und erinnerte sie daran, wie Restwerte vor 30 Jahren bestimmt wurden: "Der Kfz-Sachverständige hat eine Zahl bestimmt, vielleicht auf Basis von einem oder zwei Anrufen bei Händlern aus der Gegend. Nationale oder internationale Händler hatten keine Chance, Fahrzeuge zu erhalten und der Prozess dauerte mehrere Wochen." Durch die Schaffung einer Plattform mit verbindlichen Angeboten, eines Abwicklungsservice für Fragen aller Beteiligten und revisionssichere Abläufe gelang es den Branchenpionieren wie CARTV vom ersten Moment an, Mehrwerte von 600-800 Euro pro Fahrzeug zu generieren und damit die Schadenkosten nachhaltig zu senken.

Wettbewerb erhalten

Um Wiederbeschaffungs- und Restwerte wie in den vergangenen sechs Jahren im zweistelligen Prozentbereich zu steigern und dadurch Mehrwerte in Milliardenhöhe zu schaffen, brauche es auch künftig starke Partner. "Die Rechtslage ist eindeutig, es müssen drei verbindliche Angebote aus dem regionalen sowie Werte von nationalen und internationalen Händlern ermittelt werden", so Böhm. Um dies zu gewährleisten, sei ein starkes Netzwerk – lokal, regional, aber auch über Deutschlands Grenzen hinaus – unabdingbar. Verschwinden 20 oder 30 Prozent dieser potentiellen Aufkäufer, sinken die erzielten Restwerte durch wegfallenden Wettbewerb, was die Kfz-Versicherungen dreistellige Millionensumme kosten würde: "Lasst uns auch weiterhin für ein faires Miteinander eintreten", appellierte Böhm ans Auditorium.

Umfangreiche Expertise

Einen tieferen Einblick ins aktuelle CARTV Netzwerk bot der verantwortliche Direktor Andreas Reiter: "Über 2.000 zertifizierte und autorisierte Händler in 15 europäischen Ländern bieten Zuverlässigkeit, Flexibilität und gemeinsam mit unserem All4You-Service eine perfekte Logistik." In den vergangenen 30 Jahren sei eine leistungsstarke und flächendeckende Aufkäuferschaft entstanden, die Experten für alle Arten von Fahrzeugen umfasst und sich auch im schwierigen Marktumfeld der letzten Jahre als resilient erwiesen hat: "CARTV hat Spezialisten für Elektromobile, Nutzfahrzeuge, Luxuskarossen aber auch Fahrräder im Netz – so dass wir für ein breites Portfolio die besten Restwerte liefern können und auch die regionalen Händler Chancen haben, ihr Wunschmodell tatsächlich zu bekommen."

Gewachsene Partnerschaften

Dies konnte im Rahmen der folgenden Talkrunde auch Sven Hellmich von Seik Fahrzeugrecycling im nordrhein-westfälischen Herten bestätigen: "Unser Unternehmen besteht seit knapp 50 Jahren und hat die Entwicklung der Restwertbörsen von Anfang an begleitet. Durch neue Herausforderungen wie E-Mobilität und gestiegen Umweltauflagen sind wir darauf angewiesen, dass die Autos nicht für viel Geld ins Ausland gehen und der regionale Handel gestärkt wird."

Wie wichtig Vielfalt nicht nur im Händlernetz ist, betonte auch Stefan Pieper, Leiter der Sachverständigenorganisation von carexpert: "Wer fünf Restwertbörsen und ihre individuellen Stärken optimal nutzt, der erzielt deutliche Mehrerlöse im sechs- und siebenstelligen Eurobereich. Funktionierender Wettbewerb ist also auf allen Ebenen sinnvoll." Roger Schmitt, Leiter Kfz-Schadenmanagement bei der LVM, konnte dies mit Erfahrungen aus seinem Tagesgeschäft belegen: "Die konsequente Nutzung mehrerer Anbieter bietet der Versichertengemeinschaft Vorteile und hat keinerlei negative Auswirkungen auf unsere Servicequaltiät oder Prozessgeschwindigkeit. Eine Konzentration auf einige wenige Restwerthändler würde dieses funktionierende Modell gefährden – das kann nicht in unserem Interesse sein."

Wenig Gefahr, viel Aufwand

Mit Harald Eder, Brandschadenexperte bei DEKRA in Stuttgart, widmete sich ein erfahrener Kfz-Sachverständiger dem Thema Elektromobilität und Unfallschaden. In beeindruckenden Videos führte er dem Publikum zunächst vor, wie sicher und widerstandsfähig moderne E-Fahrzeuge sind: "Selbst wenn die Insassen nur noch minimale Überlebenschancen haben, schalten die Sicherheitssysteme an Bord zuverlässig ab und die Batterie wird nur im absoluten Ausnahmefall wirklich beschädigt." Trotz extremer Crashbedingungen mit Aufprallgeschwindigkeiten von 75 km/h und mehr sei kein Modell in Brand geraten – auch nach einem Unfall geht von alternativ betriebenen Fahrzeuge also nicht per se eine höhere Gefahr für Rettungskräfte, Kfz-Sachverständige oder Werkstattpersonal aus.

Richtig sei allerdings, dass durch die andere Bauweise und die geringe Erfahrung mit E-Modellen der Rechercheaufwand in der Schadenbeurteilung deutlich angestiegen ist. Die spannende Frage nach dem "Gesundheitszustand" der Batterie, dem sogenannten State Of Health, sei im Einzelfall gar nicht so einfach und oft nur unter Mithilfe des Fahrzeugherstellers zu beantworten. DEKRA stehe jedoch kurz vor der Markteinführung eines entsprechenden Prüfverfahrens.

CARTV Check 2.0 kommt

Lars Hanse gab zum Einstieg in den Nachmittag einen Einblick in die aktuelle und künftige Produktwelt von CARTV. Über den klassischen Kfz-Totalschaden hinaus können mit den Services CARTV Bike respektive Parts auch hochwertige Fahrräder und Fahrzeugteile im gewohnten Softwareumfeld einfach und schnell vermarktet werden. In Zeiten steigender Kraftstoff- und Energiepreise löst CARTV Logistics das Problem teurer und ineffizenter Leerfahrten: auf Wunsch erhalten Händler auf ihre Transportanfrage ein verbindliches Angebot, das nicht nur ein akutes Logistikproblem löst und den regionalen wie überregionalen Markt stärkt, sondern auch noch die Umwelt schont.

Zum Schluss hatte der Director Insurance & Experts noch eine Weltpremiere in petto: "Die nächste Generation unseres CARTV Check wird noch schneller, einfacher und übersichtlicher sein und geht Anfang 2023 an den Start. Mit dem besten Tool der Branche bekommen Sie stets tagesaktuelle, marktgerechte und regional verlässliche Marktwerte in Top-Qualität."

Ungewohnte Konkurrenzsituation

Wie gewohnt hatte das CARTV-Forum neben aktuellen Informationen rund um das Unternehmen auch noch zwei externe Redner von Top-Format zu bieten. Den Anfang machte Branchenexperte Professer Dr. Stefan Bratzel, Gründer und Direktor des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. Er referierte bekannt souverän zur Zukunft der Mobilität und stellte dabei die Kernthese auf, dass die Automobilindustrie gut beraten wäre, mit althergebrachten Geschäftsmodellen zu brechen und sich schnellstmöglich auf den massiven Wandel der kommenden zehn bis fünfzehn Jahre einzustellen. Während die Weltkonzerne aus Wolfsburg, Stuttgart oder München bisher selbst die Spielregeln bestimmt haben, sehen sie sich nun erstmals mit bisher branchenfremden Playern konfrontiert, die sie an Größe, Marktwert, Einfluss und vor allem Know-how bei weitem übertreffen.

Neue Unternehmenskultur nötig

Während hierzulande noch über die aus Bratzels Sicht kleinste Herausforderung Elektromobilität diskutiert wird, werden in Märkten wie USA und Asien die wahren Zukunftsthemen Konnektivität, autonomes Fahren und Sharing aktiv vorangetrieben. "Wir brauchen dafür dringend Kompetenz in den eigenen Unternehmen, müssen geeignete Kooperationspartner finden und nicht nur die Organisation sondern vor allem auch die Kultur in der hiesigen Automobilindustrie verändern. Das notwendige Umdenken findet statt, kommt aber in vielen Bereichen zu spät", konstatierte Professor Bratzel. Marken, die aus Big Data Smart Data machen können, winkt im Jahr 2030 ein Umsatzvolumen für Dienstleistungen on demand von 800 bis 1.000 Euro per anno – pro Fahrzeug. Ein Mega-Milliardenmarkt, um den die bisherigen Platzhirsche der Fahrzeughersteller allerdings aus einer schlechten Startposition heraus kämpfen müssen.

Zusammen das Beste herausholen

Dass man sich davon nicht abschrecken lassen sollte, unterstrich zum Abschluss der Veranstaltung ein Mann, der sich als Triathlon-Europameister und erfolgreicher Iron Man Hawaii-Teilnehmer mit dem Durchhalten gut auskennt: Florian Wildgruber, mehrfach als Sportler aber auch Redner des Jahres ausgezeichnet, argumentierte überzeugend aus Sicht des Sportpsychologen: "Setzen Sie sich Ziele und verfolgen Sie diese mit Ehrgeiz, aber setzen Sie dabei nicht alles auf eine Karte. Sonst wird die Leere am Ende umso größer sein, wenn niemand mehr bei Ihnen ist, um den Erfolg zu feiern." Eine über 75 Jahre durchgeführte Harvard-Studie mit mehr als 1,7 Millionen Teilnehmern habe ans Licht gebracht, dass das wichtigste im Leben "qualitativ hochwertige Beziehungen zu anderen Menschen sind. Suchen Sie sich also privat wie beruflich Personen, die das Beste in Ihnen hervorbringen und sie zu Höchstleistungen antreiben – einfach, indem sie an Sie glauben", riet Wildgruber seinen Zuhörern. Kleine Schritte wie das Verschieben des "persönlichen Jammeräquators" seien ebenso wichtig, wie auf dem Weg ans Ziel stets aufmerksam nach links und rechts zu schauen: "An die Dinge, die Sie unterwegs erlebt haben, werden Sie sich Ihr Leben lang erinnern – sie machen den wahren Zauber aus." (kt)

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