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HB ohne Filter: E-Auto-Zug abgefahren? +++ Bildungskrise abwenden! +++ Skandal-Kfz-Innung Dresden

© Foto: Prof. Hannes Brachat/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
15.07.2022
Lesezeit: 
10 min

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Der E-Auto-Zug ist abgefahren!? +++ HUK & Pitstop – feindliche Brüder? +++ Bildungsfeuer entzünden - Bildungskrise abwenden! +++ Skandal-Kfz-Innung Dresden +++ Autohaus König – 24 Stunden Werkstatt-Expressservice

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Montag, 11. Juli 2022

Der E-Auto-Zug ist abgefahren!?

Nicht nur VW-Konzernchef Herbert Diess (63) sieht es so, sondern auch die VW-Belegschaftschefin Daniela Cavallo: "Dieser E-Auto-Zug ist längst abgefahren. Politisch, gesellschaftlich und in unserer Unternehmensstrategie." VW erwirtschaft in China pro Jahr vier Milliarden Euro  Gewinn. In China sind XPeng, Geely oder Nio führende E-Autoplayer. Dennoch man kann das Auto-Wachstumspotenzial nicht allein mit E-Fahrzeugen abdecken. Außerdem wurden die E-Förderprämien eingestellt und der Steuersatz für Verbrennungsmotoren gesenkt. China will die führende Rolle für Verbrenner übernehmen. So die europäische E-Strategie weniger erfolgreich ausgeht, stehen in Zukunft preisgünstig China-Benziner/Diesel parat. Steht die deutsche Automobilindustrie dann im Abseits? Wie auch immer, man braucht dem Klima zuliebe doch E-Fuels.

Spricht man VW-Konzernchef Diess darauf an, lautet seine Antwort, dass die Effizienz dieser Kraftstoffe extrem schlecht sei und das Dreifache kosten würden. Beispiel, in Deutschland sind allein elf Millionen VW mit Verbrennermotor auf der Straße. Was, Herr Diess, unternehmen Sie konkret, auch diese umweltfreundlich zu machen? Daran wird zu wenig verdient, also wird der Gedanke öffentlich ausgeklammert.

Es ist erstaunlich, wie einmütig die links-grüne Presse Autos mit Auspuff verbieten möchte. Verbrenner sind für sie alte Technologie! Die Grünen feiern den aktuellen EU-Kompromiss als Aus für den Verbrenner. Die FDP tritt für Technologieoffenheit ein. Verkehrsminister Volker Wissing (52) setzt ebenso auf Klimaneutralität im Verkehr, macht aber deutlich, dass Verbrennungsmotoren unter der Voraussetzung erhalten bleiben sollen, wenn sie nachweislich nur mit E-Fuels betrieben werden. Und - so Wissing -, wir brauchen E-Fuels, um unsere Mobilität klimaneutral zu gestalten, und zwar weltweit. Und es gibt noch einige Regionen in der Welt, für die die E-Mobilität auch 2030 noch nicht sinnvoll ist, weil der Strom dort überwiegend mit Kohle produziert wird.

Die Fragestellung Richtung Verbote geht gleich weiter: Gibt es ein Menschenrecht auf den Kauf eines durstigen SUV mit über zwei Tonnen Gesamtgewicht? Da wird mit dem Klimagedanken ein weiteres Verbot eingefordert! Eine freiheitliche Gesellschaft lebt aber nicht von Verboten, sondern von der Verantwortung des Einzelnen. Selbiges gilt im Umgang mit der Richtgeschwindigkeit. Die aggressiven Raser sollten da eigentlich dringlich in sich gehen!

Jetzt gibt es einen Verband für E-Fuels: www.e-fuels.de

Kosten für E-Fuels
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Nach dessen Auffassung werden E-Fuels – siehe Abbildung – erst beigemischt, bis ausreichende Produktion für eine flächendeckende Versorgung gegeben ist. Es gibt noch optimistischere Schätzungen als die vom E-Fuelverband, die den Literpreis 2030 bei einem Euro sehen. E-Fuels eigenen sich ebenso für Lkw sowie die komplette Luftfahrtbranche. Abermals die Kretschmann-Leitlinie: Wir brauchen "grüne Innovationen", aber schwarze Zahlen! Sprich auch Arbeitsplätze!

Die Elektroauto-Lobby, die gegen E-Fuels kräftig Stimmung macht, will öffentlich nicht wahrhaben, dass das E-Auto bis hin zur Werkstattauslastung die Arbeitsplätze in Deutschland reduzieren wird. Man möchte nicht nur die Vertriebskosten, sondern auch die Produktions- und Entwicklungskosten senken. 15 Prozent Rendite - zu Schrempps Zeiten Shareholder Value genannt - zur Freude der Aktionäre und der respektablen Vorstandsgehälter wegen. Das Shareholder Value-Mangement kehrt zurück!

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Dienstag, 12. Juli 2022

HUK & Pitstop – feindliche Brüder?

Die HUK beteiligt sich mit 25,1 Prozent an der Werkstattkette Pitstop. Für Pitstop ist das ein weiterer Stabilisierungsfaktor der Kette, die die letzten Jahre über ihre 300 Stationen und 1.400 Mitarbeitern auf positive Entwicklungen verweisen kann. ATU hat dagegen die letzten zwei Jahre 45 Filialen geschlossen. HUK ist mit 13,4 Millionen Kfz-Versicherungspolicen nicht nur Marktführer in der Kfz-Versicherungsszene. HUK ist auch Marktführer mit über 1.000 Partnern in Sachen Schadensteuerung. 800 dieser Betriebe gehören der freien Werkstattszene an. Wenn sich der Vorstandsvorsitzende Klaus-Jürgen Heitmann über Stundenlöhne im Karosserie- und Lackbereich von 200 Euro beklagt, dann ist da ganz sicher keiner seiner preigedrückten Vertragspartner Abteilung Schadensteuerung dabei. HUK ist preispolitisch gleichzusetzen mit "Höchstens unter Kostendeckungspunkt"!

HUK-Prädikate

So diverse Banken im Kfz-Versicherungsgeschäft paddeln, so weitet die HUK ihre automobilen und digitalen Geschäftsfelder umgekehrt gezielt aus. Wenn dann der Tag angekommen ist, an dem alle Autos autonom fahren und sich keine Unfälle mehr ereignen, ist auch die HUK aus dem schönen Coburg automobilisitsch überfällig. Erst hatte die HUK in Form einiger Autohäuser in Düsseldorf, Neuss, Hamburg, Kehlheim seinen Erfahrungskurs handelsspezifisch erweitert. Im August 2021 startete sie dann mit dem Auto-Abo. Zum Jahresende 2021 hat man die Zusammenarbeit mit dem Insurtech-Unternehmen Neodigital perfekt gemacht und so bewusst Digitalkompetenz zugekauft. Im März 2022 kam die Autoplattform Onpier an den Markt. Erste Aktivität ist die Offerte Autoankauf. Dafür hat man inzwischen an die 80 Ankaufstationen installiert. Klar, man weiß in Coburg, wer ein neues Auto zugelassen hat und kann damit das eigene Ansinnen für den Gebrauchtwagen gleich durchstellen. Es stehen also inzwischen die Voraussetzungen, dass morgen Tchibo Kfz-Versicherungen vermarktet, aber die HUK dahinter steht. Bei der "Volkswagen Versicherung" steht beispielsweise die Allianz dahinter, ebenso bei Ford, Fiat und Opel. Bei Renault Nissan sind es Verti und die Nürnberger/Garanta, bei Mercedes und Porsche die HDI usw.

Gut, Pitstop hat in seinen Werkstätten nicht die Voraussetzungen für ein professionelles Karosserie- und Lackgeschäft, doch die HUK wird seinen Versicherungskunden Pitstop für Wartungsarbeiten, gängige Reparaturarbeiten, Haupt- und Abgasuntersuchungen, Autoglas, Scheibentausch nach Herstellervorgaben empfehlen. Und das zu "individuellen" Systempreisen! Pitstop ist in 200 Städten vertreten. Kfz-Landbetriebe werden die neuen Servicewinde aus Coburg weniger zu spüren bekommen.

Das Pitstop-Credo: Faire Preise, Faire Termine, Fairer Service, Faire Qualität, Faire Arbeit – 50 Jahre! ATU, gegründet 1985 – 37 Jahre alt!
© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Mittwoch, 13. Juli 2022

Bildungsfeuer entzünden - Bildungskrise abwenden!

Ob Klima, Corona, Ukraine, Inflation, Konjunktur, Lieferverzögerungen, Gasenge, Wassermangel u.a., wann entgehen wir endlich dem ewigen Krisenmodus? Ohne Maske! Frei und mental unbeschwert. Im Gegenteil, man macht sich ernsthaft Sorgen! Vergangene Woche nahm mich beim RDB-Börse-Stammtisch von Christian Brunkhorst in Zeven ein Händler auf die Seite und meinte: "Ihr Vortrag über die Zukunft im Gewerbe in Ehren, wissen Sie, was mein grösstes Problem ist? Das ist das Personal. Ich habe meinem Werkstatteam für jeden meiner Mechatroniker einen neuen Werkzeugkasten optimal ausgestattet übergeben. Sie sollten mal sehen, wie die nach vier Wochen aussahen. Dann musste ich mal mit einem Mechatroniker aufgrund einer wirklichen Fehlleistung unter vier Augen deutlicher werden, ihm ins Gewissen reden. Der Qualität wegen, der Kundenzufriedenheit wegen. Drei Tag später hat er gekündigt. Ich habe das Gefühl, nur noch Mimosen um mich herum zu haben – nicht nur in der Werkstatt-, als wären unsere Schraubenschlüssel aus Wattebäuschen gegossen." Es ist inzwischen so, man darf nicht mehr sagen was Sache ist. Die tatsächliche Meinung und die öffentlich geäußerte Meinung ist eine andere. Im Klartext: Wir haben eine echte Bildungskrise.

Blicken wir auf den Nachwuchs, dann ist da aktuell im Auto-Gewerbe nicht die Quantität das zentrale Problem, sondern die Qualität. Corona hat die letzten zwei Jahre dem Nachwuchs in Sachen Schule und Lernen ohne Frage zugesetzt. Die Ursachen aber liegen tiefer und darüber müsste viel intensiver gesprochen werden, nicht nur über Inzidenzen und schwere Waffenlieferungen.

Fragwürdiges Bidlungskonzept

Wir haben in der Tat einen Bildungsverfall. Bildung ist aber Investition in die Zukunft. Bildung ist Interesse am Wissen. Die Digitalisierung schafft für die Jugend eine eigene Lebenswelt, und diese sollte sich auch in der Schule zeigen. Stimmt dazu die Lehrerbildung? Der Lehrermangel wird aktuell über Quantität, aber nicht über Qualität beantwortet. Es geht aber nicht nur um Kompetenz, sondern um Haltung und werteorientiertes Wirken! Wissensvermittlung ist ganz wichtig, aber bitte aktiv übertragen in den praktischen Anwendungsbereich. Da unterrichtet ein Lehrer nach seinem Studium Betriebswirtschaft, hat aber außer drei Monaten Muss-Praktikum nie ein Unternehmen von innen gesehen, er-fahren! Grau ist alle Theorie! Und diese "Fachkraft" soll praktische Anwendung vermitteln?

Es gehörten Lehrpläne drastisch reduziert - bei aller fachlichen Wichtigkeit - was hat aber im späteren Nachgang wirklich Bedeutung. Das sollte doch die entscheidende Frage sei. Latein in Ehren, aber sich gesund zu ernähren oder gar Kunst, Ethik, Musik (!), Sport haben für das wahre Leben - auch für das spätere Zusammenwirken im Beruf und in der demokratischen Gesellschaft eine so große Bedeutung. Und siehe da, bei Corona fallen sie als erstes aus. Wir haben also vielfach überforderte Lehrkräfte und sinkende Leistungen der Lernenden. Und das wird dann eloquent mit einer Notenskala belohnt, die jenseits von gut und böse ist.

Bodo Ramelow, Thüringens Ministerpräsident, wird stolz darauf sein, dass 2021 sage und schreibe 45 Prozent seiner Abiturientinnen und Abiturienten ein Zeugnis mit einer Eins vor dem Komma in ihr Leben tragen. Gut, Johann Sebastian Bach, 1685 in Eisenach geboren, blieb aber bis heute das einzige Großgenie mit Weltgeltung aus Thüringen trotz der vielen Einsen vor dem Abi-Komma, die dort produziert werden. Und Bach schaffte das 1703 ohne Abitur! Nicht nur Wissen, das Können und das Wollen sind die entscheidenden Größen. Es sei an die schwäbische Steigerung von "g'scheid, g'scheider, g'scheitert!" erinnert.

Nachdenklichkeit

Ich durfte neulich zu meinem 30-jährigen Hochschulfinale einen sehr schönen Abschluss erleben. Und dennoch stimmte mich mein letztes Semester sehr nachdenklich. Ja, da erhalten inzwischen immer mehr Studenten und Studentinnen die allgemeine Studierfähigkeit über das Abitur bescheinigt, aber bringen diese wirklich nicht mit. Es ist selbst so, dass einige Studierende ihre fragwürdigen Kommilitonen im Ernst fragen, was sie hier an der Hochschule eigentlich suchen? Es fehlt da das fachliche Interesse, die Neugierde am Wissen, an zukunftsorientierter Fragestellung. So ist es! Studiengebühren wurden abgeschafft und der Staat, sprich die Steuerzahler, arbeiten dafür. Es kostet ja alles nichts! Wo bleibt da von vielen die Wertschätzung, der Ehrgeiz auf eine engagierte Antwort!

Verschaffen Sie sich einen Eindruck, wie die 1,3-Abiturientin Emilia Fester, Regieassistentin, frauenpolitische Sprecherin in Hamburg, mit 24 Jahren jüngste Bundestagsabgeordnete (Grüne), aktuell die Welt sieht! Nachfolgend sehen Sie das Video.

Und diese Spezies entscheidet über die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Und das bei einer monatlichlichen Bundestags-Abgeordnetenentschädigung von 10.083,47 Euro zuzüglich einer monatlichen Aufwandspauschale von 4.560,69 Euro. In der Realität ist Wirklichkeit aber anders, ganz anders! Das müssen die "Grünen" aktuell in der Regierungsverantwortung endlich erkennen. Realität schafft Wandlung!

Statement Harald Lesch
© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Donnerstag, 14. Juli 2022

Skandal-Kfz-Innung Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden klagt gegen den früheren Kfz-Innungsgeschäftsführer Peter Gaida und den ehemaligen Prokuristen mit der Maßgabe, sie hätten sich bei den beiden Tochterfirmen der Kfz-Innung, der "Wirtschaftsgesellschaft des Kfz-Gewerbes mbH" sowie im "Haus des Kfz-Gewerbes GmbH" in den Jahren 2010 und 2018 insgesamt rund 426.000 Euro in Form "nicht gerechtfertigter Gehaltserhöhungen" zukommen lassen. Gaida war immerhin 24 Jahre Geschäftsführer beim "Haus des Kfz-Gewerbes". Offensichtlich muss da jemand bei der Staatsanwaltschaft mit fundierten Unterlagen "vorstellig" geworden sein. Nennen wir ihn den "Whistleblower der Kfz-Innung von Dresden"!

Die Wurzeln

Zurück zum großen Start. Hamburg und Dresden gerierten sich nach der Grenzöffnung 1989 zu Partnerstädten. Der Hamburger Senat stellte damals aus seinem Fuhrpark Dresden diverse Fahrzeuge zur Verfügung. Mit der Abwicklung, auch der soliden technischen Ausstattung wegen,  wurde die Kfz-Innung Hamburg, zugleich Landesverband, betraut. Da kamen aber dann nicht alle Fahrzeuge in Dresden an. Mir wurden damals 2003 die Beweise - damals noch per Fax - zugestellt. So kam der Skandal ins Rollen. Der ehemalige ZDK-Präsident Rolf Leuchtenberger, damals noch Vizepräsident, sowie Vorstandsmitglied Alexander Tiedke räumten Stück für Stück beherzt auf.

Der damalige Obermeister Erwin Wolkenhauer, ehemaliger VW-Händler, die letzten Jahre noch Briefkastenhändler, saß im ZDK-Vorstand, war Vorsitzender des TAK-Kuratoriums, trug die Goldene ZDK-Ehrennadel und - wie sein Landesverbandsgeschäftsführer Klaus Schneider - das Bundesverdienstkreuz. Schneider wählte in Folge des aufgekommenen Skandals und dessen Wiedergutmachung den Freitod. Wolkenhauser und Schneider zweigten beispielsweise 690.000 Euro Innungsmittel ab und betrieben davon in der Nähe von Dresden die "Forellenschenke". Sie unterstützten dann die Kfz-Innung Dresden beim Bau eines Bildungszentrums und einer Geschäftsstelle - siehe Abbildung. Kostenpunkt damals: 15 Millionen Euro. Ein "Palazzo Prozzo" mit viel Marmor.

Bildungszentrum und Geschäftsstelle Kfz-Innung Dresden
© Foto: Werbeagentur Haas

Wolkenhauer besorgte dazu 90 Prozent aus Steuergeldern, damit die Anlage Mitte der 90er-Jahre auch als "blühende Landschaft" in Betrieb gehen konnte. Man lebte sich nach und nach mit Hamburg auseinander.

Und die Kfz-Innung Dresden enthob Gaide und den Prokuristen zum 30. Juni 2018 – aus welchen Gründen auch immer - ihrer Funktionen. Die Klage der Staatsanwaltschaft wegen gemeinschaftlicher Untreue bei der Wirtschaftskammer des Landgerichts Dresden steht und wird Folgen haben.  

Das Unverständliche!

Es ist unverständlich, dass die führenden Herren in Dresden die Betrugsmalaise ihrer Hamburger "Freunde" und deren Folgen live miterlebten und dennoch in Folge sich gleichermaßen unsolide monetär bedienten. Als damals der Hamburger Innungsskandal aufflog, wurden weitere Unterschlagungsskandale bei der Innung Nürnberg, Freiburg, später Unterfranken ausgemacht. Es wäre nun höchste Zeit die zentrale Forderung einzubringen, dass die Wirtschaftsgesellschaften des Kfz-Gewerbes im Rahmen der Hauptversammlung einer Kfz-Innung die Geschäftsberichte der Wirtschaftsgesellschaften offenlegen, was bislang nur in einigen wenigen Innungen bzw. Landesverbänden praktiziert wird. Manche Innungen - siehe Dresden - haben sogar zwei Wirtschaftsgesellschaften. Wer erhält da welches Geschäftsführergehalt? Was wird an die Beiräte der Wirtschaftsgesellschaft pro Monat weitergeleitet?

Was mich in diesen Fällen tragisch berührt ist: Da engagieren sich in den Innungen und Landesverbände so viele Händler und Händlerinnen ehrenamtlich, in ihrer Freizeit, für die Gemeinschaft und ein paar wenige sorgen für derartige Betrugsskandale. Daher, man schaffe Offenheit und Transparenz, dann läuft das in einer vertretbaren Bandbreite. Otto Hahn, ein unvergesslicher, so liebenswürdiger echter Schwabe, Sprecher des deutschen Automobilhandels und Landesverbandspräsident Baden-Württemberg, also der Vor-Vorgänger von Thomas Peckruhn, sagte gerne: "Vertraue Allah, aber binde dein Kamel an!"

Und wenn das "Haus des Kfz-Gewerbes" in Dresden Ende 2020 - trotz allem - Gewinnrücklagen von 2,8 Millionen Euro hält und die Wirtschaftsgesellschaft 1,2 Millionen Euro, wäre es ratsam, dass die Innungsmitglieder dringlich das "Freiburger Modell" bzw. eine Ausschüttung einfordern!

Der gutgemachte Innungsauftritt der Dresdener Innung in Ehren. Dresden ist mit der Kfz-Innung Berlin die älteste Kfz-Innung Deutschlands - gegründet 1918! Über die Geschichte der ältesten Innung Deutschlands ist aber im Internet kein Satz zu lesen. Vermutlich hat man historisch gar zu viel zu verstecken! Oder?

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Freitag, 15. Juli 2022

Autohaus König – 24 Stunden Werkstatt-Expressservice

Immer erreichbar sein? Es ist möglich, aber nicht persönlich! Dennoch, die Technik macht es möglich, dass heute der Service- oder  Mietwagenkunde ohne Wartezeit und ohne Termin seinen Check-in sogar über Smartphone wahrnehmen kann. Das Autohaus-König hat das in einem ersten Autohaus integriert, in Berlin Spandau.

Expressservice Autohaus König
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Aubex ist einer der Anbieter und hat auch sein Terminal in der Zukunftswerkstatt 4.0 in Esslingen ausgestellt. Weitere Details in Form einer Service-Grundsatzdiskussion gibt es hier.

Spruch der Woche

Bei all der Vielfalt der Krisen ragt eine Nachricht dieser Woche epochemachend positiv für die Menschheit heraus. Das James-Webb-Teleskop hat unfassbare Bilder aus der Anfangszeit des Universums – vor dreizehn Milliarden (!) Jahren – aus anderthalb Millionen Kilometer Entfernung von der Erde aufgenommen und es als "kosmischen Tanz", als Phänomen der Wissenschaft zurückgesandt. Wo einst die Götter am Himmel wirkten, rechnen wir Menschen heute nach. Weil wir es als Menschen wissen wollen! Gibt es ein von der Sinnenwelt unabhängiges Leben?! Es darf uns alle so zuversichtlich stimmen!

Mit meinen besten Grüßen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 22. Juli 2022!

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KOMMENTARE


Frank Michael

15.07.2022 - 17:16 Uhr

Sehr schöne Aussagen von der Frau Fester. Ist das nicht die Frau die auf ihre Jugend verzichtet, nicht im Urlaub war, keinen Fremden küssen konnte und auch nicht zur Uni konnte wegen der Coronakrise und das im Bundestag Kund getan hat? Leider war die Dame doch im Urlaub und sie studiert auch nicht und viele andere Aussagen sind einfach "dahergeschwätzt". Im wahren Leben nennt man das "LÜGEN". Im richtigen Leben würde diese Person niemals etwas erreichen, aber für den Bundestag reicht das allemal.


Rolfmax

16.07.2022 - 00:00 Uhr

„…die agressiven Raser sollten da dringlich in sich gehen….“ Niedlich naiv, Herr Brachat. Dieser Typ Autofahrer ist nur durch Sanktionen und Strafen zu bekehren.


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