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HB ohne Filter: Grüne E-Autopolitik +++ 7. BFC-Branchen-Event +++ Klimaservice

© Foto: Prof. Hannes Brachat/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
24.06.2022
Lesezeit: 
10 min

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Grüne E-Autopolitik +++ Lkw-Welt und die Fahrer-Malaise +++ 7. BFC-Branchen-Event - Northeim +++ Klimaservice - Das besondere Additiv

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Montag, 20. Juni 2022

Grüne E-Autopolitik

Das Automobil ist für 80 Prozent der Deutschen gegenwärtig wichtigster Verkehrsträger. Corona hat die Bedeutung des Autos gar verstärkt. Bis spätestens 2030 sollen 15 Millionen E-Autos auf deutschen Straßen fahren. Zum 1.1.2022 waren es 618.460 reine E-Autos und 566.000 Hybride. Bei den gegenwärtigen Lieferproblemen ist davon auszugehen, dass 2022 nicht mehr als 500.000 reine E-Autos hinzukommen werden. Will man die 15. Millionen E-Einheiten bis 2030 erreichen, müssten ab 2025 nahezu sämtliche Zulassungen auf E-Basis getätigt werden. Insider halten für 2030 einen Pkw-Stecker-Bestand von allenfalls elf Millionen für realistisch. Das unter der Prämisse, dass diverse Hürden bis dahin genommen sind, grüner Strom, ausreichende Lithiumvorräte und deutschland- wie europaweit eine geeignete Ladeinfrastruktur. Man möge überdies zur Kenntnis nehmen, dass gegenwärtig mindestens zehn Prozent der E-Autos exportiert werden.

Bundesfinanzminister Christian Lindner plant, die üppigen Prämien für den Kauf von E-Autos zu streichen. Wirtschaftsminister Habeck will dagegen eine gestaffelte Rückführung und für Stecker-Hybride den Prämienauslauf zum Jahresende 2022 einstellen. Es steht also eine Reform der E-Auto-Förderung an. Eine mangelnde E-Autonachfrage ist nicht erstes Thema, sondern ein unzureichendes E-Automodellangebot und das mit kurzen Lieferzeiten. Da helfen gegenwärtig E-Subventionen wenig.

Was ist das seitens der Industrie für eine Argumentation? Ab 2028 bis 2030 wollen Audi, Opel, Fiat, Mercedes u.a. mit ihren künftigen Modellen rein elektrisch fahren. Was bedarf es weiterhin der Kaufprämien, wenn nur noch E-Autos offeriert werden und ein Verbrennerverbot 2035 ansteht?

Verbrenner-Aus?

Zum Verbrennermotorverbot hat Vizekanzler Lindner diese Woche ein klares Zeichen gesetzt. Er sagt: "Technologieoffenheit ist ein wesentlicher Bestandteil der freien Marktwirtschaft." Nicht der Verbrennermotor entscheidet, ob ein Fahrzeug CO2-neutral fährt, sondern der verwendete Kraftstoff. Neu- und Bestandsfahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotor könnten mit E-Fuels klimaneutral betrieben werden. Oder anders, bis 2035 wird weiterhin vielfach mit Verbrennermotor gefahren werden. Auch dafür gilt es über E-Fuels klimaschonende Akzente zu setzen.

Deutsche Umwelthilfe verklagt Mercedes auf Verbrenner-Aus bis 2030

Der Abmahnverein DUH, eine Kläpperlesverband mit 475 Mitgliedern, führt beim Stuttgarter Landgericht Klage, wonach Daimler ab Oktober 2030 an keine Verbrennermotoren mehr produzieren darf. Was Daimler ohnehin plant. Mercedes macht mehr als der Gesetzgeber verlangt. Dennoch, die DUH fordert einen früheren Verzicht als die Gesetze es gegenwärtig vorschreiben. Da führt sich die DUH quasi als Nebenparlament auf und erreicht damit auch noch erhoffte Aufmerksamkeit. Denkt man das zu Ende und die DUH bekäme Recht, müsste selbiges Urteil ja für alle übrigen Marken gelten. Ein Verband, nicht das deutsche Parlament entscheidet über den politischen Willen der Mehrheit der Brüger. Dieser grüne (DUH-)Purismus ist unerträglich. Der Grüne Ministerpräsident Kretschmann sagt: "Wir brauchen grüne Innovationen, aber mit schwarzen Zahlen!" Von der Notwendigkeit "grüner Juristenfanatiker", die für noch mehr Bürokratie sorgen, die alles nur verkomplizieren, aber nichts vernünftig und realistisch lösen, ist in Kretschmanns Aussage nicht die Rede!

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Dienstag, 21. Juni 2022

Lkw-Welt und die Fahrer-Malaise

In Deutschland sind zum 1.1.2022 3.550.814 Lkw auf den Straßen unterwegs. Hinzu kommen 80.225 Busse. Abreißende Lieferketten, die weitere Mobilitätswende, deren künftige Auflösung bzw. Umsetzung setzt eines zwingend voraus: genügend Truckerfahrer. Laut DSLV und BGL fehlen 60.000 bis 80.000 Lkw-Chauffeure. Neue Fahrer:Innen sind dringlich gesucht. Wo finden?

Die alte Lkw-Fahrer-Romantik ist vorbei. Die Just-in-Timelieferungen setzt die Fahrer, die heute zugleich alles selber zu entladen haben und den formellen Teil digital abwickeln, sind besonderem Straßendruck ausgesetzt. Für die vorgegeben Ruhezeiten fehlen an den Autobahnen rund 23.000 Stellplätze. Auch bei den Busfahrern gibt es für die 3.000 Busunternehmen erheblichen Fahrerbedarf.

Heute kostet ein Lkw-Führerschein unter Vorgabe von 244 Pflichtstunden in Deutschland rund 10.000 Euro. In Österreich läuft das alles viel unbürokratischer und man kann dort den Lkw-Führerschein mit 4.000 Euro erwerben. Man wird also Menschen im Ausland anwerben müssen. Auch da stehen abermals Bürokratiehürden im Wege bzw. gibt es nicht machvollziehbare Sonderregelungen für einzelne Länder. Nicht jeder ausländische Lkw-Führerschein wird in Deutschland anerkannt.

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Donnerstag, 23. Juni 2022

7. BFC-Branchen-Event - Northeim

Rund 100 Geschäftsführer, Vorstände und Förderer der BFC trafen sich am Donnerstagabend zum stimmungsvollen Get-together auf dem Campus in Northeim. Die schönsten Impressionen der Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie!

© Foto: Ramona Richardt, Prof. Hannes Brachat

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Freitag, 24. Juni 2022

Klimaservice - Das besondere Additiv

Die Branche wird um Serviceumsätze in Zukunft sichtbar baggern müssen. Dazu gehören spezielle Services. Beispiel: Was macht ATU bei sengender Hitze? Klimaanlagen-Service. Es wird in der Werbung gleich sichtbar mit aufgeführt, dass dieser Service alle zwei Jahre empfohlen wird. Und das mit klarer einheitlicher Preisangabe die für alle Fabrikate gilt. Hyundai lobt beispielsweise in seiner Organisation den Klimaservice an der Service-Theke aus.

ATU- und Hyundai-Klimaservice
© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Spruch der Woche

"Die Inflation muss als das hingestellt werden, was sie wirklich ist, nämlich als Betrug am Staatsbürger, der um einen Teil seines Einkommens, aber noch mehr um seine Ersparnisse gebracht wird.!" (Ludwig Erhard, Bundeskalnzler 1963 bis 1966)

Mit perspektivischen Spezialgrüßen – in sechs Monaten ist Heilig Abend!

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 1. Juli 2022!

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