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HB ohne Filter: IAA Mobility +++ Aktuelle Marktdaten +++ Auto- & Fahrradmarkt

HB ohne Filter: IAA Mobility +++ Aktuelle Marktdaten +++ Auto- & Fahrradmarkt
© Foto: Prof. Hannes Brachat / AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
25.08.2023
Lesezeit:
10 min

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Welcome to IAA Mobility - Future! +++ Aktuelle Marktdaten - was stimmt denn jetzt? +++ Auto- & Fahrradmarkt - eine Differenzierungschance?

Steigen Sie ein in die Diskussion! Am Ende des Beitrags finden Sie den Button "Kommentare". Klicken Sie darauf und kommentieren Sie Prof. Brachats Standpunkte.

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HB IAA Mobility 2023
© Foto: VDA

Montag, 21. Juli 2023

Welcome to IAA Mobility - Future!

Am 5. September 23 wird Bundeskanzler Olaf Scholz die zweite Auflage der neuen IAA-Form in München eröffnen. Das ist ohne Frage ein politisches Bekenntnis. Der VDA ist auch 2023 der IAA-Veranstalter. Die Mobilitätsmesse teilt sich auf in die "IAA Open Space" in der Innenstadt und der "IAA Summit" auf dem Münchener Messegelände. Hier B2C, dort B2B. Auf dem Messeareal präsentieren sich die deutschen Automobilhersteller, außerdem Cupra, Renault, Lotus, Smart, Tesla, BYD, Google, LG, Samsung u.a. Alle japanischen Marken, die Koreaner und Engländer fehlen! Was wohl chinesische Anbieter als Attacker vorlegen werden? Auf Teststrecken kann Mobilität von morgen hautnah bei Probefahrten live erleben. Die deutschen Vorstandsvorsitzenden der Automobilhersteller sind mit weiteren 500 Persönlichkeiten zu Vorträgen rund um die Mobilität für Live-Auftritte zwischen dem 5. und 10. September angekündigt. Der ZDK lädt zu einem Expertenforum über das Thema Nachhaltigkeit in den Auto-Betrieben ein.

Am besten, Sie machen sich die vorzüglich gestaltete VDA-App zum Begleiter und sind stets aus erster Hand informiert. Auch zum aktuellen Stand des autonomen Fahrens. Sie können die IAA-App direkt über den QR-Code oben abrufen!

Die Klimaschützer Greenpeace, Letzte Generation und Fridays for Future haben ein live Dialog-Angebot auf der IAA abgelehnt. Sie wollen München zur "Protesthochburg" machen. Dazu der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt: "Wer Straftaten ankündigt und durchführt und dabei massenhaft Bürger vorsätzlich nötigt, ist ein Straftäter, dem mit allen Mitteln des Rechtsstaates begegnet werden muss. Auch mit dem Mittel des Präventivgewahrsams". Klimaidealismus in Ehren, fanatische Klimaideologie nein. Zukunftsgerechte Klimalösungen sind ganz dominant Ergebnis von Forschung und Entwicklung. Man kann den Polizisten in München nur das geeignete Lösungsmittel gegen die Klebemasse wünschen, um für freie Fahrt zu sorgen. Schließlich ist auch ein gewichtiger Messezweck, dass die Automobilwirtschaft das Auto für die interessierten Menschen in seiner ganzen Vielfalt informativ erlebbar machen kann. Und diese stellen die ganz große Überzahl dar, nicht die fünf Prozent grüner "Idealisten".

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HB Marktdaten
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Dienstag, 22. August 2023

Aktuelle Marktdaten- was stimmt denn jetzt?

Lesen Sie die August-Headlines zum aktuellen Marktgeschehen (siehe oben). Da heißt es: "Stimmung im Markenhandel so gut wie seit 2019 nicht mehr". Dann der VDIK mit seinen monatlichen E-Halleluja-Arien: "Pkw mit alternativen Antrieben legen im Juli um 30 Prozent zu". Dann baut ein Journalist der "Stuttgarter Nachrichten" aus einem Nebensatz in einem Interview die Headline: "Der Auftragseinbruch ist dramatisch". Die "Automobilwoche" schreibt am 21. August 2023: "Deutscher Pkw-Markt bleibt im Plus". Ein Tag später: "Dem Handel droht der perfekte Sturm". Von bester Stimmung im Handel bis zum Sturmgebrause ist da alles dramatisch beieinander. Was stimmt denn jetzt? Ist die Stimmung wirklich besser als die tatsächliche Lage? Die Hybride sind seit Wegfall des Zuschusses eingebrochen. Für E-Autos fallen im gewerblichen Bereich ab September die Förderungen weg.

HB Autohaus Hermann
Das Autohaus Hermann in Northeim mit gezielter E-Auto-Prämienwerbung für Gewerbetreibende.
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Ab November stehen markante Tariferhöhungen von fünf Prozent an. Ende Juli 2023 mussten mindestens 1.500 Euro an steuerfreier Inflationsausgleichsprämie bezahlt werden. Das gestiegene Zinsniveau verhindert Investitionen, viele Materialien haben sich im Einkauf verteuert. Die Antwort von Volkswagen: Zum 31. August 23 werden zu zweiten Mal in diesem Jahr die Preise erhöht, 3,6 Prozent und im Februar bereits um 4,4 Prozent, macht zusammen sieben Prozent Preiserhöhung. Faktum: Zahlreiche Wolken am Horizont zeigen gegenwärtig eine arg dunkle Färbung.

Marktrealitäten

Die Händler lassen beispielsweise ihre E-Lagerwagen mit Prämierung zum Monatsende zu. Tageszulassungen sind wieder an der Tagesordnung. Höhere Zinskosten für Autos sorgen für weitere E-Auto-Reduzierung und die Konsumenten halten sich ferner aufgrund gestiegener Energiekosten, der Inflationsentwicklung, der allgemeinen politischen Unsicherheit in gedrückter Kauflaune zurück.

Bis 2030 sollen laut Bundesregierung auf deutschen Straßen 15 Millionen Elektroautos fahren. Eine Million sind es derzeit. Es müssten dann pro Jahr künftig zwei Millionen E-Autos zugelassen werden. Wer außer Politiker soll das nachvollziehen können? Dann sollen pro Jahr laut Wirtschaftsminister Habeck 500.000 Wärmepumpen installiert werden. Die ersten sieben Monate sind 56.000 Anträge gestellt worden. Nun ja! Die Menschen informieren sich, rechnen nach und stimmen marktwirtschaftlich ab. Sie haben die "Soziale Marktwirtschaft" verstanden, zeigen Realitätssinn und sind mit Maß auf Wohlfahrt unterwegs.

 

HB Wohlstand durch Wettbewerb
Die Bilder stammen aus dem LEZ (Ludwig Erhard Zentrum, Fürth), dem seit 2018 einzigartigen Ausstellungs-, Dokumentations- und Forschungszentrum. Ferner wird dort sein Konzept der "Sozialen Marktwirtschaft" museal aufbereitet. Fürth ist die Geburtsstadt von Ludwig Erhard (1897 – 1977). Ein Besuch ist sehr zu empfehlen!
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Energiepreise

Sie fragen weiter, warum muss man in Deutschland die höchsten Energiepreise in der EU bezahlen? Die verantwortlichen Politiker mögen die Stromsteuer auf europäisches Mindestmaß senken, von zwei Cent auf 0,05 Cent je Kilowattstunde. Auch die Konzessionsabgaben von 1,66 Cent je Kilowattstunde könnten entfallen. Um den politischen Druck dazu aufzubauen, sollte die Branche solidarisch in toto pro Werkstattstunde eine "Habeck-Energie-Pauschale" von 2,50 Euro ausweisen. Das passt dann zur Fabelwesenwelt von Kinderbuchautoren.

Komplexität reduzieren

Aktuell verliert Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit und damit die Bürger das Vertrauen in eine gute Politik. Die Schwächen - Steuern, hohe Abgaben, inkl. überzogener Knollenbeträge, Bürokratie, Regulierungswut - sind bekannt. Wo bleiben die Reformen? Da ist die Kindergrundsicherung wichtiger als die Antwort auf die Frage, wer diese erwirtschaftet. China macht sich mit eklatanter Subventionierung von E-Fahrzeugen künftig zum Weltmarktführer. Da schließen sich weitere Fragen zur emissionsfreien Energieversorgung, der Zuteilung vom Rohstoffen an. Zum 1. September soll die i-Kfz-Zulassung für Fahrzeuge stehen. Und wie sieht deren praktische Umsetzung in den 706 Zulassungsstellen in Deutschland dafür aus? In Sachen Innovationen kann Deutschland durchaus einiges aufweisen. Es ist einmal mehr das Klein-Klein, das Investitionen und die Innovationen reduziert. Und wir sehen auch aktuell, dass politische Einigkeit aufgrund unterschiedlicher politischer Interessen schwerlich herbeizuführen ist.

Autopolitik

Ferner sind markante politische Strömungen unterwegs, die die Zukunft in weniger Autos auf den Straßen sehen. Verkehrsreduzierung ja, aber es gilt dennoch die Lebensrealitäten der Menschen zu sehen. Das setzt Offenheit für den ÖPNV voraus, digital gesteuerte Parklösungen und digital vernetzte Fahrzeuge mit gesteuerten E-Verkehrsschildern voraus. Wir werden nun mit Freuden bei der anstehenden IAA Mobility sehen, dass die notwendigen Innovationen für Klimaschutz von neuen Technologien ausgehen, die in Folge klimaneutrales Wachstum ermöglichen.  

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Freitag, 25. August 2023

Auto- & Fahrradmarkt - eine Differenzierungschance?

Der Fahrradmarkt sei ein mit (Fach-)Händlern hinreichend besetzter Markt. So dachten die Autohändler früher beim Reifen- und Autoglas-Markt auch. Siehe da, andere Anbieter haben den Markt besetzt und die Rückgewinnung der verlorenen Marktanteile ist bis heute für die Kfz-Betriebe eine beschwerliche Veranstaltung. Man sollte also in der jeweiligen Region den Bike-Markt ob seiner professionellen Besetzung genau analysieren. Spezielle Marktkenner können da durchaus nützlich sein, um mögliche Potenziale aufzuzeigen.

Erstaunlich wie erfreulich, wie sich die Vielfalt des "Produktes" Fahrrad, vor allem durch das E-Bike, (auch Pedelec, Fahrrad mit E-Motor genannt) nicht nur zum Mobilitätsmedium, sondern mehr und mehr zum begehrten Konsumprodukt, zur Alltagsnutzung wie zur Freizeitnutzung entwickelt hat. Wer hätte es für möglich gehalten, dass das Produkt Fahrrad gerade bei den E-Bikes in einer Preisklasse zwischen 2.500 Euro und 15.000 Euro (Lastenräder) bewegen, die höhere Bruttoerträge als bei Kleinwagen generieren.

Ohne Frage erleben wir in den Städten Tag für Tag den "Kulturkampf" zwischen Auto und Fahrrad. Es gibt aber nicht nur "grüne Avantgardisten", die das Fahrrad für das Massenverkehrsmittel der Zukunft halten. Deren Logik: Zwei Drittel aller Alltagswege lassen sich mit dem "Bike" bewältigen. Oder anders: 80 Prozent der Strecken, die die deutschen Autofahrer mit ihrem Kfz unterwegs sind, sind unter zehn Kilometer. Da wird das E-Bike zum möglichen Mobilitätswandler. Wer die aktuellen Aggressionen auf der Straße zwischen Auto und Rad auflösen möchte, muss noch einiges in die Verkehrsinfrastruktur investieren, so dass beide "Mobilitätssysteme" sich gleichwertig im Alltag, die einen mit Helm, die anderen ohne bewegen können. Dazu gibt es Städte, die das erträgliche Nebeneinander bereits nach und nach gelöst haben (siehe Rotterdam).

Und bei diesen Entwicklungen sollte die Branche nicht weg-, sondern hinschauen. Jetzt kann man einwerfen, man habe den Radverkauf über das Zubehörprogramm im Autohaus schon vor Jahren angegangen. Wer erinnert sich nicht an die "Bike-Design-Kunstwerke" aus dem Hause "Smart"? Preise jenseits der 3.000 Euro. Dazu meint Dr. Werner Pieper, der das "Bike World-Konzept" der Tiemeyergruppe in einer Detail-Expertise von 90 Seiten Umfang entwickelt hat: "Man muss die Frage grundsätzlich stellen. Kauft ein Fahrradinteressent wirklich dort, wo er sein Auto auswählt auch ein Fahrrad? Dazu hat der Fahrrad-Fachhandel mit mehr als dreißig verschiedenen Fahrrad-Marken und über 1.000 Fahrradmodellen eine besondere Marktplatzierung mit entsprechender Kompetenz geschaffen. Auswahl! Es ist daher für eine Autohaus-Engagement im Fahrradmarkt von der Produkt wie der personellen Offerte geboten, eine räumlich separate Angebotspräsentation von mindestens 300 Quadratmetern, im Regelfall 600 Quadratmetern und mehr Ausstellfläche - je nach Markt - zu schaffen." 

Marktstruktur des Fahrradhandels

Lassen wir Fakten sprechen. Zahlen! Nachstehende Abb. zeigt die Marktstruktur im deutschen Fahrradhandel auf, vom Fahrradbestand, E-Bike-Bestand, der jährlichen Absatzmenge von rund 4,7 Millionen Fahrrädern (inkl. E-Bikes) u.a.

HB Marktstruktur Fahrradhandel Deutschland
Marktstruktur Fahrradhandel in Deutschland
© Foto: Dr. Pieper & Partner

Für 2023 wird aktuell erwartet, dass erstmals mehr E-Bikes als „normale“ Fahrräder verkauft werden. Man nehme zur Kenntnis, dass 36 Prozent der Bevölkerung kein eigenes Fahrrad besitzen und die E-Besitzer zur Stunde eine Fraktion von zehn Prozent Bestandsanteil darstellen. Da stecken beim E-Bike noch gigantische Wachstums-Potenziale drin. Die Hauptnutzergruppe sind immer noch jenseits der besser bemittelten 60er Jahre. Die Jungen werden über E-Stadträder oder Lastenräder für junge Familien aufholen. Seit 2012 haben auch die Fahrräder Dienstwagenprivileg, weshalb aktuell bis zu 80 Prozent der E-Bikes über Leasing vertrieben werden. Ein bekanntes Tätigkeitsfeld für Autohändler.

Markteinschätzung

Es gibt in der Fahrradszenerie zwei maßgebliche Verbände, den ZIV, den Zweirad-Industrieverband in Bad Soden und den VDZ, den Verband des deutschen Zweiradhandels, Bielefeld. Dort lassen sich aktuelle Stellungnahmen wie Marktdaten abrufen.

Laut Mitteilung der Verbände wurden zwar 2022 rund 100.000 Fahrräder weniger verlauft, doch die höheren Verkaufserlöse pro Fahrrad dank verbesserter Schaltung, den Bremsen, stärkeren Akkus, besserer Federung, ansprechendem Design fiel der Jahres-Umsatz besser als 2021 aus. Lieferketten Probleme gehören auch im Fahrradmarkt inzwischen der Vergangenheit an. Die Lagerbestände quellen bei den Herstellern wie beim Handel über. Die Folge ist hinlänglich bekannt: Die Rabattitis schlägt um sich. Ein im Autohandel bekanntes Phänomen. Dennoch, die Marktexpansion hin zu den E-Bikes und den daraus positiv resultierenden Service-Folgen stimmen die Bike-Branche zuversichtlich.

Marktdaten 2022

Der VDZ publiziert jährlich die aktuelle Marktdaten. Diese können für 89 Euro abgerufen werden.

HB Aktuelle Marktdaten VDZ
Aktuelle Marktdaten VDZ
© Foto: VDZ

Wichtig, in dieser Ausgabe werden die Umsatzentwicklungen in den verschiedenen Warengruppen, die Fahrradvielfalt aufgezeigt. Vom Cityrad, Tourenrad, Jugendräder, Kinderfahrräder, Renn-, Fitness-, Gravel-Bikes, E-Bikes, Lastenräder bis zu den ATB-Rädern. In einer Betriebsvergleichstabelle werden wichtige Daten über mehrere Jahre dargestellt. Im deutschen Fahrradeinzelhandel gibt es insgesamt rund 6.500 Unternehmen, von ganz kleinen bis zu wenigen ganz großen. Man nehme ferner zur Kenntnis, dass sich große Finanzgruppen auch in der Bike-Branche betätigen, z.B. der holländische Handelskonzern Pon Holdings B.V. u.a. Generalimporteur von Volkswagen, der bereits einige E-Bike-Hersteller unter seinem Dach vereint. Oder auch die Investmentfirma Accell Group ist zu nennen, die gleich ganz Marken aufkaufen. Sie sorgen für eine gehobene Preislandschaft, was anderen Aktivisten zugute kommt.

Autohändler interessieren primär Aussagen über die Rendite im Fahrradhandel. Dazu Dr. Werner Pieper: "Trennen wir ein Ingangsetzungsjahr von Normaljahren, dann sind für Normaljahre nachweisbare Renditen (inkl. Service) zischen zehn und 13 Prozent eine realistische Größenordnung. Man kann also von einer deutlich höheren Rendite als im Bereich Autohandel ausgehen."

Dr. Werner Pieper hat in seiner Expertise auch diverse Einkaufslösungen dargestellt, von genossenschaftlicher, bis Franchise- und freier Einkaufsorientierung. Er weist ferner die Portale im Fahrrad-Neukauf aus, die Portale Gebrauchtkauf sowie diverse Leasingpartnerschaften analog movelo, die für das Fahrradleasing gerade im Rahmen von Gehaltsumwandlungen von besonderem Interesse sind.

Franchise- Lösung

Für den Fahrradvertrieb bietet e-motion mit Sitz in Pulheim eine Rundum-Franchiselösung, an der inzwischen über 90 Franchise-Partner – auch Autohäuser  - mitwirken.

HB e-motion
e-motion
© Foto: e-motion

Dr. Pieper zeigt auch in seiner Expertise die diversen Marketingstrategien auf, von der Website, Social-Media-Marketing, SEO bis zu SEM. Ziel ist die Reichweitenerweiterung der "Bike World" mit dem Ergebnis von Traffic/ Leeds auf der Website. Dafür stehen diverse CRM-Agenturen bereit.

Und wie löst man die IT-Thematik? Auch hier gibt es Lösungen. Tridata sei beispielhaft benannt, die die Software für Autohäuser mit der Bike-Sparte verbindet. Siehe Abbildung.

HB Tridata
Tridata
© Foto: Tridata

Selbst für das Schadenmanagement und Versicherung gibt es bereits spezielle Lösungen. Ebenso für das Recruiting & Assessment Fachpersonal. Der Erfolg im Bike-Geschäft ist ganz wesentlich abhängig vom agierenden Personal. Auch das Bike-Business braucht personale Leidenschaft. Das reicht dann bis zur Gründung eines speziellen örtlichen (Familien-) Bike-Club.

G-Motion - Die Glinicke-Motion-World Kassel

Dass die eine und andere automobile Handelsgruppe bereits am Bike-Markt aktiv ist, sei beispielhaft an "G-Motion" dargestellt.

Die Glinicke-Gruppe (VW-Konzernmarken u.a.) – Kassel - gehört seit 85 Jahren zu den größten familiengesteuerten automobilen Handelsgruppen in Deutschland, beschäftigt 1.600 Mitarbeiter und ist in 14 Städten, an 26 Standorten vertreten. Frank Florian Glinicke betreibt mit seinem Co-Geschäftsführer Thomas Giepen in Kassel, Königstor 61 "G-Motion", im Klartext "Glinicke-Motion". Geschaffen wurde ein Erlebnisuniversum, das auf persönliche Expertise setzt, auf fachmännisches Fundament. Die Individualisierung kommt auch über Bodyscan, individuelle Körpervermessung zum Ausdruck. Verschiedene  Markenwelten mit umfassender Zubehörwelt werden gestalterisch erlebnisstark präsentiert. Man möchte dem einzelnen Kunden spezielles Gehör widmen und preist das mit Terminbuchung an. Spontaner Besuch ist selbstredend möglich. 

HB G-Motion
G-Motion
© Foto: G-Motion

Fazit: Es mag ein Markt mit Händlern überbesetzt sein. Wer besser als sein Wettbewerber ist, wird immer erfolgreich agieren. Das ist die Botschaft von Ludwig Erhard: "Wohlstand für alle. Geschaffen durch Wettbewerb!"

Autohäuser, die Rat suchen und ein Konzept und evtl. dessen Umsetzung anstreben, nehmen gerne Kontakt zu Dr. Pieper & Partner in Berghauser Str. 4 in 83119 Obing am See, Tel. 0049-8624 878610 oder per Mail unter: info@dr-pieper-partner.de auf. Die Bike World Expertise von Dr. Piper &Partner - nachfolgend direkt abrufbar -, zeigt das Leistungsspektrum für den Einzelfall auf.

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Spruch der Woche

"Der dritte Weg im Autobusiness – Freier Kfz-Händler – ist oft steinig und kurvenreich, riskant und gefährlich" (Ansgar Klein, BVfK-Vorstand)

(Deswegen kann man sich nicht offen outen und agiert im verborgenen Dunkel und interpretiert das als Unternehmertum in seiner ursprünglichen Art!)

Mit meinen besten Sommergrüßen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 8. September 2023!

IAA 2023 Impressionen
© Foto: Melissa Strifler/AUTOHAUS

Montag – 4. September 2023

IAA Mobility 2023 - Thesen

750 Aussteller aus 38 Ländern präsentieren in München bis zum 10. September 2023 sage und schreibe 350 Weltpremieren. Auf 700.000 Besucher wird die Anspruchslatte für 2023 gesetzt. Bleibt ein spürbarer Messererfolg aus, dann war es das mit der IAA in Deutschland. USA, Japan und die Franzosen fehlten auf der Messe

Die ersten vier Messetage – begünstigt durch Bilderbuchwetter – belegen gerade an den prominentesten Plätzen in München, dass selbst Kurfürst Maximilian I. von Bayern mit den Auspuffrohren jeglicher SUV-Größendimension gut klar kommt und sich abends beim Abendkonzert ums Eck freut, dass zum Konzert 5.000 Besucher kommen. Ausverkauft! Die Menschen nehmen im „Open Space“, im frei zugänglichen kostenfreien Messebereich bis hinunter zu den Kindern die anfassbare Mobilität vernetzter Art an. Die Messe hat einen Wandel zur Ökomesse erfahren. Der Verbrenner spielt keine Rolle. Er würde die Harmonie für das politisch gesetzte Elektro-Premium stören. Dennoch klare Feststellung: Das Automoil hat Zukunft! Was Veränderung bedeutet, benötigt Zeit. Die Gesinnung steht: Man will nachhaltig leben. Die Realität aber zeigt, wie schwer es ist, Gewohnheiten zu verändern. Der Pkw-Bestand nimmt weiter zu. 90 Prozent davon sind Verbrenner. Die Zahl der E-Autos wächst, aber piano. Auch der Flugverkehr verrät große Fluglust. Die Wärmewende stößt auf großen Widerspruch. Auch für ein Tempolimit fehlt die Akzeptanz.

Nachstehende Messe-Impressionen in Thesenform, wohlwissend, dass da aus den Live-Produktpräsentationen, den vielfältigen Vortrags- und Forenveranstaltungen, auch hinsichtlich technischer Innovationen – es sind zahlreiche innovative Start-ups vertreten - , einiges offen bleibt. Zu groß ist die Dimension, um das alles in Kürze (er-)fassen zu können. 

1)  Klimaneutrale Mobilität in und aus Deutschland wollen alle. („Ich glaube, dass es schlauer ist, die Probleme der Gesellschaft mit Hirn statt Leim zu lösen.“ - Markus Söder. Die Polizei: „Die Zielrichtung ist nicht, die Menschen von Protestaktionen abzuhalten, sondern das Verhindern von angekündigten Straftaten.“)

2) Gefordert ist eine Klimapolitik, die globale, weltweite Wirkung und Kosteneffizienz beinhaltet.

3) Kanzlerankündigung: Im Herbst kommt ein neues Ladesäulenprogramm mit gezielter Förderung. Nur, unter welchen Voraussetzungen! Der Kanzler hält erneut am Ziel von 15 Mio. E-Autos bis 2030 fest.

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Dienstag – 5. September 2023

Hyundai- Händervertrag - Nachlese

Zu meinem Kommentar über den Hyundai-Händlervertrag am 25. August 2023 erhielt ich zahlreiche Zuschriften. Ein sachkundiger Branchenkenner, ein Insider kommentiert dabei den neuen Hyundai-Händlervertrag so: 

 

Offensichtlich gibt es gravierende Unterschiede hinsichtlich der zukünftigen Rolle der Parteien bzw. der Zusammenarbeit und zudem, so scheint es zumindest, fand im Vorfeld keine vernünftige Diskussion und Bearbeitung der neuen Händlerverträge statt. Hieraus ergeben sich dann zwangsweise Fragen:

 

Gibt es zwischen Hyundai Deutschland und dem Hyundai Händlerverband/Händlern ein gemeinsames Verständnis über die mittel- und langfristige Zielstellung im deutschen Markt bzw. die Rolle der Hyundai-Händler? War der Hyundai Händlerverband nicht von Anfang an eng in die Erarbeitung des neuen Händlervertrags eingebunden? Gibt es zwischen Hyundai Deutschland und dem Hyundai Händlerverband/Händlern Klarheit, was die Rechte und Pflichten des Herstellers bzw. des Händlers sind? Gab es eine sachgerechte und nachvollziehbare Diskussion über die Kosten- bzw. Ertragssituation im Handel? Gab oder gibt es eine Diskussion über eine „angemessene“ Marge?

 

Unabhängig von Vertragsbestandteilen ist es sicherlich auch immer empfehlenswert, zunächst über Zielsetzungen zu sprechen und diese zu definieren. Dazu sehe ich zwei Fokusthemen: Erstens, die Attraktivität der Marke steigern. Zweitens, die Händler im Wettbewerb zu stärken und eine ausreichende Rendite für die Händler sicherzustellen.  

 

Händlervertragskündigung

 

Wer nun den neuen Händlervertrag nicht bis zum 24.8.23 unterschrieben hat, erhielt umgehend die Kündigung mit folgenden Schriftsatz: „Da Sie von der Ihnen eingeräumten Möglichkeit, mit unserem Unternehmen den neuen, zum 1.9.2024 in Kraft tretenden Hyundai Händlervertrag abzuschließen, zu unserem Bedauern keinen Gebrauch gemacht haben, sehen wir uns veranlasst, den mit Ihrem Unternehmen bestehenden Hyundai Händlervertrag unter Bezugnahme auf die dort in Ziffer 15.4. getroffene Regelung auf diesem Wege mit Wirkung zum 31.8.2024 zu kündigen.“

 

Es wird dann im Kündigungsschreiben die Kundenerwartung für den digitalen Vertrieb und die Notwendigkeit für neue Systeme zur individualisierten Kundenansprache dargestellt. Erstaunlich, dass da bis zum 24.8.23 – so im Kündigungsschreiben ausgeführt – 90 Prozent der Hyundai Händler bereits unterschrieben haben und damit das legitime Bedürfnis für die Umsetzung entsprechender Anpassungen der Vertriebsstrukturen mit ihrer Unterschrift akzeptieren. Akzeptieren? Der Hyundai Händlerverband ging in seiner Stellungnahme davon aus, dass ein Großteil das Angebot des neuen Vertrags – wenn auch zähneknirschend – annehmen wird. Wer zudem das Interview, das AH-Chefredakteur Ralph Meunzel mit dem Deutschland-Chef von Hyundai Jürgen Keller am 16.8.23 in AUTOHAUS Online führte, stellt dort bei 190 Bewertungen – eine Rekordzahl ! – 1,8 Sterne von 5,0 möglichen fest. In meinen persönlichen Gesprächen mit diversen Hyundai-Händlern wurden zahlreiche Vorbehalte zum Händlervertrag vorgetragen. Angeblich gab es für Verhandlungen keinen Spielraum. Man nehme die oben aufgezeigten Spielregeln sehr aufmerksam zur Kenntnis!

HB Autohaus Hermann
Das Autohaus Hermann in Northeim mit gezielter E-Auto-Prämienwerbung für Gewerbetreibende.
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Ab November stehen markante Tariferhöhungen von fünf Prozent an. Ende Juli 2023 mussten mindestens 1.500 Euro an steuerfreier Inflationsausgleichsprämie bezahlt werden. Das gestiegene Zinsniveau verhindert Investitionen, viele Materialien haben sich im Einkauf verteuert. Die Antwort von Volkswagen: Zum 31. August 23 werden zu zweiten Mal in diesem Jahr die Preise erhöht, 3,6 Prozent und im Februar bereits um 4,4 Prozent, macht zusammen sieben Prozent Preiserhöhung. Faktum: Zahlreiche Wolken am Horizont zeigen gegenwärtig eine arg dunkle Färbung.

Marktrealitäten

Die Händler lassen beispielsweise ihre E-Lagerwagen mit Prämierung zum Monatsende zu. Tageszulassungen sind wieder an der Tagesordnung. Höhere Zinskosten für Autos sorgen für weitere E-Auto-Reduzierung und die Konsumenten halten sich ferner aufgrund gestiegener Energiekosten, der Inflationsentwicklung, der allgemeinen politischen Unsicherheit in gedrückter Kauflaune zurück.

Bis 2030 sollen laut Bundesregierung auf deutschen Straßen 15 Millionen Elektroautos fahren. Eine Million sind es derzeit. Es müssten dann pro Jahr künftig zwei Millionen E-Autos zugelassen werden. Wer außer Politiker soll das nachvollziehen können? Dann sollen pro Jahr laut Wirtschaftsminister Habeck 500.000 Wärmepumpen installiert werden. Die ersten sieben Monate sind 56.000 Anträge gestellt worden. Nun ja! Die Menschen informieren sich, rechnen nach und stimmen marktwirtschaftlich ab. Sie haben die "Soziale Marktwirtschaft" verstanden, zeigen Realitätssinn und sind mit Maß auf Wohlfahrt unterwegs.

 

HB Wohlstand durch Wettbewerb
Die Bilder stammen aus dem LEZ (Ludwig Erhard Zentrum, Fürth), dem seit 2018 einzigartigen Ausstellungs-, Dokumentations- und Forschungszentrum. Ferner wird dort sein Konzept der "Sozialen Marktwirtschaft" museal aufbereitet. Fürth ist die Geburtsstadt von Ludwig Erhard (1897 – 1977). Ein Besuch ist sehr zu empfehlen!
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Energiepreise

Sie fragen weiter, warum muss man in Deutschland die höchsten Energiepreise in der EU bezahlen? Die verantwortlichen Politiker mögen die Stromsteuer auf europäisches Mindestmaß senken, von zwei Cent auf 0,05 Cent je Kilowattstunde. Auch die Konzessionsabgaben von 1,66 Cent je Kilowattstunde könnten entfallen. Um den politischen Druck dazu aufzubauen, sollte die Branche solidarisch in toto pro Werkstattstunde eine "Habeck-Energie-Pauschale" von 2,50 Euro ausweisen. Das passt dann zur Fabelwesenwelt von Kinderbuchautoren.

Komplexität reduzieren

Aktuell verliert Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit und damit die Bürger das Vertrauen in eine gute Politik. Die Schwächen - Steuern, hohe Abgaben, inkl. überzogener Knollenbeträge, Bürokratie, Regulierungswut - sind bekannt. Wo bleiben die Reformen? Da ist die Kindergrundsicherung wichtiger als die Antwort auf die Frage, wer diese erwirtschaftet. China macht sich mit eklatanter Subventionierung von E-Fahrzeugen künftig zum Weltmarktführer. Da schließen sich weitere Fragen zur emissionsfreien Energieversorgung, der Zuteilung vom Rohstoffen an. Zum 1. September soll die i-Kfz-Zulassung für Fahrzeuge stehen. Und wie sieht deren praktische Umsetzung in den 706 Zulassungsstellen in Deutschland dafür aus? In Sachen Innovationen kann Deutschland durchaus einiges aufweisen. Es ist einmal mehr das Klein-Klein, das Investitionen und die Innovationen reduziert. Und wir sehen auch aktuell, dass politische Einigkeit aufgrund unterschiedlicher politischer Interessen schwerlich herbeizuführen ist.

Autopolitik

Ferner sind markante politische Strömungen unterwegs, die die Zukunft in weniger Autos auf den Straßen sehen. Verkehrsreduzierung ja, aber es gilt dennoch die Lebensrealitäten der Menschen zu sehen. Das setzt Offenheit für den ÖPNV voraus, digital gesteuerte Parklösungen und digital vernetzte Fahrzeuge mit gesteuerten E-Verkehrsschildern voraus. Wir werden nun mit Freuden bei der anstehenden IAA Mobility sehen, dass die notwendigen Innovationen für Klimaschutz von neuen Technologien ausgehen, die in Folge klimaneutrales Wachstum ermöglichen.  

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Freitag, 25. August 2023

Auto- & Fahrradmarkt - eine Differenzierungschance?

Der Fahrradmarkt sei ein mit (Fach-)Händlern hinreichend besetzter Markt. So dachten die Autohändler früher beim Reifen- und Autoglas-Markt auch. Siehe da, andere Anbieter haben den Markt besetzt und die Rückgewinnung der verlorenen Marktanteile ist bis heute für die Kfz-Betriebe eine beschwerliche Veranstaltung. Man sollte also in der jeweiligen Region den Bike-Markt ob seiner professionellen Besetzung genau analysieren. Spezielle Marktkenner können da durchaus nützlich sein, um mögliche Potenziale aufzuzeigen.

Erstaunlich wie erfreulich, wie sich die Vielfalt des "Produktes" Fahrrad, vor allem durch das E-Bike, (auch Pedelec, Fahrrad mit E-Motor genannt) nicht nur zum Mobilitätsmedium, sondern mehr und mehr zum begehrten Konsumprodukt, zur Alltagsnutzung wie zur Freizeitnutzung entwickelt hat. Wer hätte es für möglich gehalten, dass das Produkt Fahrrad gerade bei den E-Bikes in einer Preisklasse zwischen 2.500 Euro und 15.000 Euro (Lastenräder) bewegen, die höhere Bruttoerträge als bei Kleinwagen generieren.

Ohne Frage erleben wir in den Städten Tag für Tag den "Kulturkampf" zwischen Auto und Fahrrad. Es gibt aber nicht nur "grüne Avantgardisten", die das Fahrrad für das Massenverkehrsmittel der Zukunft halten. Deren Logik: Zwei Drittel aller Alltagswege lassen sich mit dem "Bike" bewältigen. Oder anders: 80 Prozent der Strecken, die die deutschen Autofahrer mit ihrem Kfz unterwegs sind, sind unter zehn Kilometer. Da wird das E-Bike zum möglichen Mobilitätswandler. Wer die aktuellen Aggressionen auf der Straße zwischen Auto und Rad auflösen möchte, muss noch einiges in die Verkehrsinfrastruktur investieren, so dass beide "Mobilitätssysteme" sich gleichwertig im Alltag, die einen mit Helm, die anderen ohne bewegen können. Dazu gibt es Städte, die das erträgliche Nebeneinander bereits nach und nach gelöst haben (siehe Rotterdam).

Und bei diesen Entwicklungen sollte die Branche nicht weg-, sondern hinschauen. Jetzt kann man einwerfen, man habe den Radverkauf über das Zubehörprogramm im Autohaus schon vor Jahren angegangen. Wer erinnert sich nicht an die "Bike-Design-Kunstwerke" aus dem Hause "Smart"? Preise jenseits der 3.000 Euro. Dazu meint Dr. Werner Pieper, der das "Bike World-Konzept" der Tiemeyergruppe in einer Detail-Expertise von 90 Seiten Umfang entwickelt hat: "Man muss die Frage grundsätzlich stellen. Kauft ein Fahrradinteressent wirklich dort, wo er sein Auto auswählt auch ein Fahrrad? Dazu hat der Fahrrad-Fachhandel mit mehr als dreißig verschiedenen Fahrrad-Marken und über 1.000 Fahrradmodellen eine besondere Marktplatzierung mit entsprechender Kompetenz geschaffen. Auswahl! Es ist daher für eine Autohaus-Engagement im Fahrradmarkt von der Produkt wie der personellen Offerte geboten, eine räumlich separate Angebotspräsentation von mindestens 300 Quadratmetern, im Regelfall 600 Quadratmetern und mehr Ausstellfläche - je nach Markt - zu schaffen." 

Marktstruktur des Fahrradhandels

Lassen wir Fakten sprechen. Zahlen! Nachstehende Abb. zeigt die Marktstruktur im deutschen Fahrradhandel auf, vom Fahrradbestand, E-Bike-Bestand, der jährlichen Absatzmenge von rund 4,7 Millionen Fahrrädern (inkl. E-Bikes) u.a.

HB Marktstruktur Fahrradhandel Deutschland
Marktstruktur Fahrradhandel in Deutschland
© Foto: Dr. Pieper & Partner

Für 2023 wird aktuell erwartet, dass erstmals mehr E-Bikes als „normale“ Fahrräder verkauft werden. Man nehme zur Kenntnis, dass 36 Prozent der Bevölkerung kein eigenes Fahrrad besitzen und die E-Besitzer zur Stunde eine Fraktion von zehn Prozent Bestandsanteil darstellen. Da stecken beim E-Bike noch gigantische Wachstums-Potenziale drin. Die Hauptnutzergruppe sind immer noch jenseits der besser bemittelten 60er Jahre. Die Jungen werden über E-Stadträder oder Lastenräder für junge Familien aufholen. Seit 2012 haben auch die Fahrräder Dienstwagenprivileg, weshalb aktuell bis zu 80 Prozent der E-Bikes über Leasing vertrieben werden. Ein bekanntes Tätigkeitsfeld für Autohändler.

Markteinschätzung

Es gibt in der Fahrradszenerie zwei maßgebliche Verbände, den ZIV, den Zweirad-Industrieverband in Bad Soden und den VDZ, den Verband des deutschen Zweiradhandels, Bielefeld. Dort lassen sich aktuelle Stellungnahmen wie Marktdaten abrufen.

Laut Mitteilung der Verbände wurden zwar 2022 rund 100.000 Fahrräder weniger verlauft, doch die höheren Verkaufserlöse pro Fahrrad dank verbesserter Schaltung, den Bremsen, stärkeren Akkus, besserer Federung, ansprechendem Design fiel der Jahres-Umsatz besser als 2021 aus. Lieferketten Probleme gehören auch im Fahrradmarkt inzwischen der Vergangenheit an. Die Lagerbestände quellen bei den Herstellern wie beim Handel über. Die Folge ist hinlänglich bekannt: Die Rabattitis schlägt um sich. Ein im Autohandel bekanntes Phänomen. Dennoch, die Marktexpansion hin zu den E-Bikes und den daraus positiv resultierenden Service-Folgen stimmen die Bike-Branche zuversichtlich.

Marktdaten 2022

Der VDZ publiziert jährlich die aktuelle Marktdaten. Diese können für 89 Euro abgerufen werden.

HB Aktuelle Marktdaten VDZ
Aktuelle Marktdaten VDZ
© Foto: VDZ

Wichtig, in dieser Ausgabe werden die Umsatzentwicklungen in den verschiedenen Warengruppen, die Fahrradvielfalt aufgezeigt. Vom Cityrad, Tourenrad, Jugendräder, Kinderfahrräder, Renn-, Fitness-, Gravel-Bikes, E-Bikes, Lastenräder bis zu den ATB-Rädern. In einer Betriebsvergleichstabelle werden wichtige Daten über mehrere Jahre dargestellt. Im deutschen Fahrradeinzelhandel gibt es insgesamt rund 6.500 Unternehmen, von ganz kleinen bis zu wenigen ganz großen. Man nehme ferner zur Kenntnis, dass sich große Finanzgruppen auch in der Bike-Branche betätigen, z.B. der holländische Handelskonzern Pon Holdings B.V. u.a. Generalimporteur von Volkswagen, der bereits einige E-Bike-Hersteller unter seinem Dach vereint. Oder auch die Investmentfirma Accell Group ist zu nennen, die gleich ganz Marken aufkaufen. Sie sorgen für eine gehobene Preislandschaft, was anderen Aktivisten zugute kommt.

Autohändler interessieren primär Aussagen über die Rendite im Fahrradhandel. Dazu Dr. Werner Pieper: "Trennen wir ein Ingangsetzungsjahr von Normaljahren, dann sind für Normaljahre nachweisbare Renditen (inkl. Service) zischen zehn und 13 Prozent eine realistische Größenordnung. Man kann also von einer deutlich höheren Rendite als im Bereich Autohandel ausgehen."

Dr. Werner Pieper hat in seiner Expertise auch diverse Einkaufslösungen dargestellt, von genossenschaftlicher, bis Franchise- und freier Einkaufsorientierung. Er weist ferner die Portale im Fahrrad-Neukauf aus, die Portale Gebrauchtkauf sowie diverse Leasingpartnerschaften analog movelo, die für das Fahrradleasing gerade im Rahmen von Gehaltsumwandlungen von besonderem Interesse sind.

Franchise- Lösung

Für den Fahrradvertrieb bietet e-motion mit Sitz in Pulheim eine Rundum-Franchiselösung, an der inzwischen über 90 Franchise-Partner – auch Autohäuser  - mitwirken.

HB e-motion
e-motion
© Foto: e-motion

Dr. Pieper zeigt auch in seiner Expertise die diversen Marketingstrategien auf, von der Website, Social-Media-Marketing, SEO bis zu SEM. Ziel ist die Reichweitenerweiterung der "Bike World" mit dem Ergebnis von Traffic/ Leeds auf der Website. Dafür stehen diverse CRM-Agenturen bereit.

Und wie löst man die IT-Thematik? Auch hier gibt es Lösungen. Tridata sei beispielhaft benannt, die die Software für Autohäuser mit der Bike-Sparte verbindet. Siehe Abbildung.

HB Tridata
Tridata
© Foto: Tridata

Selbst für das Schadenmanagement und Versicherung gibt es bereits spezielle Lösungen. Ebenso für das Recruiting & Assessment Fachpersonal. Der Erfolg im Bike-Geschäft ist ganz wesentlich abhängig vom agierenden Personal. Auch das Bike-Business braucht personale Leidenschaft. Das reicht dann bis zur Gründung eines speziellen örtlichen (Familien-) Bike-Club.

G-Motion - Die Glinicke-Motion-World Kassel

Dass die eine und andere automobile Handelsgruppe bereits am Bike-Markt aktiv ist, sei beispielhaft an "G-Motion" dargestellt.

Die Glinicke-Gruppe (VW-Konzernmarken u.a.) – Kassel - gehört seit 85 Jahren zu den größten familiengesteuerten automobilen Handelsgruppen in Deutschland, beschäftigt 1.600 Mitarbeiter und ist in 14 Städten, an 26 Standorten vertreten. Frank Florian Glinicke betreibt mit seinem Co-Geschäftsführer Thomas Giepen in Kassel, Königstor 61 "G-Motion", im Klartext "Glinicke-Motion". Geschaffen wurde ein Erlebnisuniversum, das auf persönliche Expertise setzt, auf fachmännisches Fundament. Die Individualisierung kommt auch über Bodyscan, individuelle Körpervermessung zum Ausdruck. Verschiedene  Markenwelten mit umfassender Zubehörwelt werden gestalterisch erlebnisstark präsentiert. Man möchte dem einzelnen Kunden spezielles Gehör widmen und preist das mit Terminbuchung an. Spontaner Besuch ist selbstredend möglich. 

HB G-Motion
G-Motion
© Foto: G-Motion

Fazit: Es mag ein Markt mit Händlern überbesetzt sein. Wer besser als sein Wettbewerber ist, wird immer erfolgreich agieren. Das ist die Botschaft von Ludwig Erhard: "Wohlstand für alle. Geschaffen durch Wettbewerb!"

Autohäuser, die Rat suchen und ein Konzept und evtl. dessen Umsetzung anstreben, nehmen gerne Kontakt zu Dr. Pieper & Partner in Berghauser Str. 4 in 83119 Obing am See, Tel. 0049-8624 878610 oder per Mail unter: info@dr-pieper-partner.de auf. Die Bike World Expertise von Dr. Piper &Partner - nachfolgend direkt abrufbar -, zeigt das Leistungsspektrum für den Einzelfall auf.

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Spruch der Woche

"Der dritte Weg im Autobusiness – Freier Kfz-Händler – ist oft steinig und kurvenreich, riskant und gefährlich" (Ansgar Klein, BVfK-Vorstand)

(Deswegen kann man sich nicht offen outen und agiert im verborgenen Dunkel und interpretiert das als Unternehmertum in seiner ursprünglichen Art!)

Mit meinen besten Sommergrüßen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 8. September 2023!

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