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HB ohne Filter: Markantes EuGH-Urteil +++ Sauberer Schöpfungsgeist +++ Grünenpolitikerin als VW-Aufsichtsrätin

HB ohne Filter: Markantes EuGH-Urteil +++ Sauberer Schöpfungsgeist +++ Grünenpolitikerin als VW-Aufsichtsrätin
© Foto: Prof. Hannes Brachat / AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
11.11.2022
Lesezeit:
15 min

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Der unendliche Dieselskandal - EuGH mit markantem Urteil +++ Sauberer Schöpfungsgeist +++ Philosophische Aufsichtsratsbesetzung bei Volkswagen +++ Kleben oder kleben lassen +++ Über die Freiheit eines Autofahrers

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Montag, 7. November 2022

Der unendliche Dieselskandal - EuGH mit markantem Urteil

Der VW-Dieselbetrug vom September 2015 ist juristisch nach sieben Jahren immer noch nicht vom Tisch, sprich da kommen aus diesem Skandal auf die Marken VW, Mercedes-Benz, BMW, Opel und ein paar andere weitere Schadenersatzforderungen zu. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem aktuellen Urteil zum Dieselskandal einmal mehr Recht gesprochen und damit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) kräftig den Rücken gestärkt. Die DUH darf gegen Typgenehmigung klagen. Das aktuelle Verfahren wird jetzt vor dem Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein fortgesetzt (Kraftfahrt-Bundesamt / Flensburg). Das Software-Update nach dem Skandal hat die alten Fahrzeuge deutlich sauberer gemacht. Dennoch, das Update ist ein Thermofenster und aus Sicht des EuGH illegal. Die Fahrzeuge verfügen demnach über keine Zulassung und müssten stillgelegt werden. Mal sehen! 

Die DUH als abmahnender Abzockerverein hat damit ein weiteres Betätigungsfeld erhalten und kann nun gegen Bescheide vorgehen, mit denen das KBA die Software-Updates in Dieselautos mit sogenannten Thermofenstern genehmigt hat. Da wird aber nicht nur die DUH aktiv werden, sondern einschlägige Kanzleien treten abermals aktiv imNetz auf und bieten einen Online-Check an, in dem ein Dieselfahrer innerhalb von zwei Minuten prüfen kann, ob ihm Schadenersatz zusteht. Siehe Abbildung:

© Foto: Screenshot

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Dienstag, 8. November 2022

Sauberer Schöpfungsgeist

Die laufende UN-Klimakonferenz in Ägypten sowie die umweltradikalen "Festklebe-Aktionen" sorgen aktuell für hohe Aufmerksamkeitsgrade. Für unsere Branche wie für die Beschäftigung in Deutschland steht das Auto wesenhaft im Mittelpunkt. Ein stabiles Klima und eine artgerechte Umwelt, sprich eine "gesunde Natur", bilden die Grundlage unseres Lebens wie unseres Wirtschaften. Darüber besteht sicher gesellschaftliche Einigkeit. Die Frage ist, wie das gelingen kann, einen guten Schöpfungsgeist zu prägen und zu leben? Voran müsste stehen, dass offen und ordentlich informiert wird. Ein praktisches Beispiel, es sei nicht gegen das E-Auto gerichtet, sondern als wichtiger Aspekt dargestellt:

Gesendet im WDR: Das Fraunhofer-Institut IIS (DE), ein weltweit führendes anwendungsorientiertes Forschungsinstitut, rechnet vor: Ein E-Auto mit 40 kWh, das seinen Strom aus der Steckdose zieht, muss 72.000 Kilometer gefahren sein, um gegenüber einem Benziner einen CO2-Vorteil zu haben. Ein Audi e-tron mit 95 kWh Batterie fährt ab 166.000 Kilometer in den Klimavorteil.

© Foto: WDR / Fraunhofer IIS
© Foto: WDR / Fraunhofer IIS

In der Produktion kommt beim Benziner viel Stahl zum Einsatz. Umweltbelastend! Beim E-Auto richten die zahlreiche Batterie-Rohstoffe gleichermaßen ökologische Schäden an. Je größer die Batterie, desto größer der Umweltschaden. Das Fazit des Fraunhofer Instituts: Ökologisch gesehen ist der Trend zum E-Auto für Klima und Umwelt Unsinn. Der sehr bekannte Physiker und Naturphilosoph Prof. Dr. Harald Lesch: "Es ist vermessen, die Schäden an der Natur, Tierwelt und an vielen Menschen mit batteriebetriebener Mobilität retten zu können. Es ist sehr verwunderlich, dass die Politik, vor allem die deutsche Politik, dahintersteht und jubelt, wir müssen alle elektromobil werden." Was ist Faktum, was grüne Ideologie? 

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Mittwoch, 9. November 2022

Philosophische Aufsichtsratsbesetzung bei Volkswagen

Diese Woche wurde im Rahmen der neuen Regierungsbildung in Niedersachsen entschieden, dass nicht mehr der Wirtschaftsminister, sondern die Kultusministerin Julia Willie Hamburg zukünftig dem 20-köpfigen Aufsichtsrat von Volkswagen angehören wird.

Ihre bisherig einzige VW-Aktion war ihre Kritik gegen Volkswagen in der chinesischen Unruhe-Region Xinjiang. Hamburg ist überzeugte Radfahrerin, ohne Auto. Studium der Politikwissenschaft und Philosophie (ohne Abschluss). Und sie soll dem Vorstand eines 640.000 mitarbeiterstarken Konzerns mit über weltweit 120 Produktionsstätten "aufsehen" und "Rat" erteilen, Impulse setzen, inhaltlich bei beonders wichtigen, strategischen Fragen mitwirken. Im Falle von Fusionen, Übernahmen, Transformationsprozessen, bei Besetzungen, eben beraten. Bei der operativen Erfahrungspraxis. Es seien ihr die 160.000 Euro Aufsichtsratsvergütung pro Jahr zugestanden. Das Land Niedersachsen ist mit 20 Prozent Anteilseigner an Volkswagen und ist mit zwei Sitzen im VW-Aufsichtsrat vertreten. Durch den Ministerpräsidenten und den Wirtschaftsminister. Und genau das ist die Schwäche im System. Das Land Niedersachsen soll zwei Profis mit entprechender Expertise in den Aufsichtsrat entsenden und der Ministerpräsident und der Wirtschaftsminister sich um die Landespolitik kümmern. In diesem Fall Julia Willie Hamburg als Kultusministerin um das Thema Bildung und dort speziell um die Digitalisierung. Ein uferloses Betätigungsfeld!

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Donnerstag, 10. November 2022

Kleben oder kleben lassen

Ein Berliner Richter spricht die radikalen Klimaaktivisten straffrei. Das Festkleben der rechten Hand am Asphalt sei keine Gewaltausübung. Die Polizisten müssten schließlich mit niemandem ringen, lediglich ein zehn Minuten dauernder Einsatz von unschwer aufzutragenden Lösungsmitteln sei erforderlich. Die Autofahrer selber seien nicht unbeteiligt, sondern maßgeblich am Verbrauch von Öl beteiligt und damit Teil der Klimaproblematik. Grün-linkes Berliner Richtermilieu! Zum herzhaften Schmunzeln: Eine badische, naturverbundene Alt-Bäuerin meinte in einer urigen Stellungnahme: "Beppe losse"! (kleben lassen, auf Badisch).

CO2-Realitäten - Deutschland

Der deutsche CO2-Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß macht zwei Prozent aus. Nachstehende Abbildung der Bundesregierung macht deutlich, dass von den zwei Prozent der Verkehr mit 18,4 Prozent beteiligt ist. Die Grafik zeigt ebenso, dass die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft und Industrie der wirkungsvollere Hebel wäre. Auch diese Darstellung zeigt, dass die Grünen offen agierende Technologiefeinde sind. Das steht nicht das Klima im Vordergrund, sondern das Auto. Es muss weg. Und bei der DUH geht es um ein absahnend lukratives Geschäftsmodell.

© Foto: ams

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Freitag, 11. November 2022

Über die Freiheit eines Autofahrers

Audi-Vorstandsvorsitzender Markus Duesmann sprach sich jüngst in einem Interview für autofreie Sonntage aus. Dazu schreibt Helmut Markwort, Gründungs-Chefredakteur des "Focus" und MDL im Bayerischen Landtag (FDP):

"Das ist geschäftsschädigend für seine Firma und auch für die ganze Branche. Ich kenne Autoverkäufer, die sind entsetzt über die Äußerungen ihres obersten Chefs.

Während sie ihren Kunden die Vorzüge des freien Fahrens anpreisen, tritt ihr Vorstandsvorsitzender dafür ein, dass der Staat die Autofahrer behindert.

Im Betreff der autofreien Tage kommt zwar das Adjektiv "frei" vor, aber in trügerischem Sinn. In Wahrheit bedeutet es ein Verbot, ein Fahrverbot für Millionen, wahrscheinlich an Sonntagen oder Feiertagen.

Man kann den Eindruck gewinnen, dass der Audi-Boss wenig von der Mentalität seiner Kunden weiß.

Sie kaufen ein Auto als Freiheitssymbol. Viele haben gespart oder sich auf komplizierte Finanzierungen eingelassen, damit sie nach eigener Entscheidung zu einem selbstgewählten Zeitpunkt von A nach B fahren können.

Sie wollen unabhängig sein von den Fahrplänen und Verspätungen öffentlicher Verkehrsmittel. Im eigenen Auto wird niemand gezwungen, eine Maske zu tragen wie bei langen Bahnfahrten.

Die Autofahrer wollen sich nicht vorschreiben lassen, ob sie am Wochenende zum Sport fahren oder ihre Kinder hinbringen.

Sie wollen nicht auf die Gestaltung ihrer Freizeit verzichten, damit der Chef von Audi, wie erträumt, mit seinem Rennrad über die gesperrten Autobahnen fahren kann. Für Radler gibt es genügend freie Strecken."

Ein mutiges Mark"wort"!

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Spruch der Woche

"Objektiv gesehen ist alles subjektiv!"

Beste Grüße – mit überzeugter Zuversicht

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 18. November 2022!

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