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HB ohne Filter: Unsichere Perspektiven +++ Erster Autohaus-Neubau von Tesla +++ E-Fuels auf dem Vormarsch

HB ohne Filter: Unsichere Perspektiven +++ Erster Autohaus-Neubau von Tesla +++ E-Fuels auf dem Vormarsch
© Foto: Prof. Hannes Brachat / AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
23.09.2022
Lesezeit:
15 min

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Dramatische Entwicklungen – unsichere Perspektiven! +++ Teslas erster Autohaus-Neubau steht! +++ 66. Beleuchtungs-Monat – Licht-Test +++ E-Fuels auf Vormarsch

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Montag, 19. September 2022

Dramatische Entwicklungen – unsichere Perspektiven!

Wie eng darzeit alles wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch verwoben ist und das eine vom anderen abhängt, es ist erstaunlich wie komplex. Inflation frisst Kaufkraft! Das führt zur Kaufzurückhaltung. Die Autos werden damit nicht nur länger gefahren, sondern pro Jahr statt 14.000 Kilometer nur noch 11.000 Kilometer weit. Und die Werkstätten der Branche verlieren Frequenz. Die jeweiligen Inflationsangaben beziehen sich nicht auf den Vormonat, sondern auf den Vorjahresmonat. Gas und Strom sind aktuell um 43 Prozent teurer geworden, Kraftstoffe und Heizöl um 37 Prozent und Nahrungsmittel um 14 Prozent. Im Klartext, Deutschland wird ärmer! Die Inflationsrate mag 2023 zurückgehen. Aber nur, weil sie sich auf einen höheren Ausgangswert aus dem Vorjahr (2022) bezieht. Und das Inflationsphänomen ist nicht wie bei Corona auf zwei Monate begrenzt. Es hält an. Inklusive steigender Zinsen und deren Belastung, die manche (Bau-)Investitionen verhindern.

Energiepreisexplosion

Es haben einige Autohäuser beispielsweise beim Strom noch bis zum Jahresende vertraglich vereinbarte Preisgarantien. Umgekehrt, andere haben Probleme, überhaupt einen neuen Stromvertrag zu erhalten. Ja, es lässt sich zu Hause, im Autohaus, auf der Strasse - statt 160 km/h eben 130 km/h - fahren, Brokkoli statt Blumenkohl essen. Oder wir werden Ende November die Kündigungsflut bei der Autoversicherung sehen. Es ist durchaus sinnvoll, Belegstudien vorzunehmen und zu fragen, was muss sein, zu welchem Preis, um Anpassungen einzuleiten. Manche Autohäuser planen energiebewusst, die Öffnungszeit über den Winter auf 17 Uhr zu verlegen, den Werkstattservice am Samstag zu schließen u.a. Selbst, wer da an allen Ecken und Kanten beherzt hinlangt, wird hier maximal 20 Prozent an Effizienz und Kostenersparnis einfahren können. Das ist die Chance! Dennoch, es bedarf für den Mittelstand eines neuen Entlastungspaketes, der den nicht leistbaren, kriegsbedingten Überbau reduziert. Ansonsten werden da 2023 nicht nur einige Kfz-Betriebe den Schlüssel linksherum drehen müssen. Auch die Arbeitslosenstatistik wird negative Ausschläge zeigen. Rezession! Wer die Komplexität des Ganzen vertiefen möchte, dem sei die Resolution empfohlen, die der DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) am 21. September verabschiedet hat.

Fügen wir noch die Klimaaufgaben, die Lieferengpässe, all die Verhandlungen und Verwandlungen aus neuen Händlerverträgen mit der Veränderung der Vertriebsstrukturen hinzu, so hat man aktuell den Eindruck, dass die Dramatik der Entwicklung einen viel höheren Aufmerksamkeitsgrad notwendig macht. Da herrscht quer durch die gesamte Automobilbranche zur Stunde eine große Unsicherheit! Auch über künftige Lösungsansätze. 

Neue Migrationswelle

Ein weiteres Beispiel dazu: Wer nimmt gegenwärtig wahr, dass über die Balkanroute, nicht über die Ukraine abermals an die 200.000 Flüchtlinge in die deutschen Sozialkassen einwandern, viele junge Männer aus dem mittleren Osten, Afghanistan, Syrien. Sie sind in Deutschland oft materiell besser gestellt als mancher, der zur Arbeit geht. Es werden aktuell 165.000 Kinder, die aus der Ukraine fliehen mussten, eingeschult. Welch eine Mammutaufgabe für alle, die an den Schulen Verantwortung tragen?!

Woher sollen all die wirtschaftlichen und sozialen Leistungen kommen, die da aufzubringen sind? Sie können auf Dauer gar nicht mehr erwirtschaftet werden. Also, werden auch die Sozialleistungen auf ein niedrigeres Niveau abgesenkt werden. Zu Lasten von wem?

Es ist so, wir brauchen aufgrund des Fachkräftemangels Zuwanderer, aber geeignete. Nur die kommen schon gar nicht mehr nach Deutschland, weil sie hier so lange arbeiten müssen, für andere und für sie netto zu wenig übrig bleibt. Sie ziehen andere Länder Deutschland vor. Das ist die Realität!

Fazit: Der Winter, der sich politisch auch in Radikalisierung artikuliert, ist schon da!. Made in Germany. Sind wir in dieser Lage, bei dieser komplexen Vielfalt in Wahrheit nicht alle überfordert? Eben auch die Politik? Da wird Unmenschliches gefordert!

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Dienstag - 20. September 2022

Teslas erster Autohaus-Neubau steht!

In Neu-Ulm, im Gewerbegebiet des Stadtteils Schwaighofen eröffnete Tesla sein 21. Tesla-Center in Deutschland. Das Besondere: Auf 3.600 Quadratmeter Grundstücksfläche entstand der erste eigene Neubau eines Tesla-Autohauses. Und siehe da, darin wird Neu- und Gebrauchtwagenverkauf, die Fahrzeugauslieferung sowie Werkstattleistung unter einem Dach angeboten. Das bisherige Pop-up-Store in Neu-Ulm wurde geschlossen. Im Klartext: Tesla mutiert - trotz Direktverkauf - baulich zum klassischen Autohaus. Natürlich kann der Kunde sein Fahrzeug zu Hause konfigurieren. Dennoch betreuen die Tesla-Store-Manager – die Berufsbezeichnung "Store-Manager" klingt doch viel besser als Verkäufer (!) - vor Ort im neuen Autohaus den Kaufprozess. Auch Tesla muss erkennen, dass sich nicht alles Service-Probleme per Fernwartung lösen lassen. Auch nicht über den eigenen mobilen Service.

2021 verkaufte Tesla in Deutschland 39.714 Pkw. Die ersten acht Monate 2022 waren es insgesamt 24.743 Einheiten. Das entspricht einem Marktanteil von 2,7 Prozent. Zum Jahresende 2022 sollen das 80.000 Einheiten werden. Nun weiß man, dass Tesla es nicht nur beim Börsenwert hoch im Kopf hat. Interessant ist grundsätzlich, dass von Tesla im Pressebereich, geschweige der Deutschlandchef (Gibt es ihn?, wer kennt ihn?), offen redliche Antworten gibt. Da werden auch die Produktionsprobleme in Grünheide bewusst verschwiegen. Und von den aktuellen Zulassungen stammen zahlreiche Einheiten aus dem Tesla-Werk Shanghai.

Wir halten fest: Das aktuelle Tesla-Beispiel aus Neu-Ulm zeigt, Tesla mutiert mit wachsenden Marktanteilen in Deutschland mehr und mehr zum klassischen Autohaus, in dem Offline- und Online-Vertrieb unter einem Dach sich für alle Zielgruppen vereinen!

© Foto: Selina Ehrenfeld / Schwäbische Zeitung

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Mittwoch - 21. September 2022

66. Beleuchtungs-Monat – Licht-Test

Sechs Millionen Autofahrer lassen im Monat Oktober an ihrem Fahrzeug den "Licht-Test" durchführen. Ein 9-Punkte-Gratis-Prüfprogramm! Es wird traditionell vom jeweiligen Bundesverkehrsminister, aktuell Volker Wissing (FDP), und dem ZDK-Präsidenten Jürgen Karpinski dazu aufgerufen.

Licht-Test 2022 Wissing Karpinski
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (r.) präsentiert gemeinsam mit ZDK-Präsident Jürgen Karpinski die Licht-Test-Plakette für 2022.
© Foto: ProMotor

Arne Joswig, im ZDK für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, sagt: "Der Licht-Test ist die größte jährliche Aktion des Kfz-Gewerbes. Über Online- und Social Media-Kanäle, Zeitungen und Hörfunk erreichen wir praktisch alle Einwohner Deutschlands. Diese Kontakte durch den Licht-Test sind eine Riesenchance für Werkstätten, um Kunden auf weitere Sicherheitsaspekte am Fahrzeug anzusprechen, z.B. Reifen, Bremsen, Autoglas. So lassen sich neue Kunden gewinnen und Bestandskunden an den Betrieb binden.“

Im Klartext: Das Trommeln gehört auch in schwierigen Zeiten zum Handwerk! Wer die rückläufige Serviceauslastung aufgrund wachsender E-Auto-Menge vor sich hat, weiß, die Branche muss sich im Service tief bücken, auflesen, was machbar ist. Die solidarische Aktion beim "Licht-Test" müsste für die Branche lauten: "Wir schaffen eine signifikante Steigerung! Sieben Millionen! Der Nutzen des Kunden: Sicherheit! Gratis! Es geht beim "Licht-Test" auch um das Image der Automobilbranche und um die "Lunge" der Branche, den langen Atem, den wir über den persönlichen Kontakt zum Kunden Tag für Tag gestalten können.

Arne Joswig
ZDK-Vorstand Arne Joswig
© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Donnerstag - 22. September 2022

E-Fuels auf Vormarsch

Sie kommen! Nicht nur über die Produktionsstätte von Porsche in Chile. Brüssel öffnet endlich die "Spaltmaße" für synthetische Kraftstoffe. Danach sollen bereits 203O 5,7 Prozent E-Fuels "mitmischen", um die weltweit 1,4 Milliarden Bestandsfahrzeuge mit Verbrennermotor sauberer zu machen. Das lief beim bisherigen VW-Konzernchef Diess in dessen Klimaverständnis unter "ferner liefen". Käfer-Motto: "Er läuft und läuft". Künftig mit E-Fuels.

Die Chinesen schaffen mit ihrer E-Auto-Offensive mit neuen Marken auf dem deutschen Markt abhängige Veränderung (Polestar, Lynk (Geely), MG, Maxus (SAIC), Ora, Wey (Great Wall)). E-Fuels erhalten in angemessenem Masse die Kernkompetenz der deutschen Automobilindustrie: Verbrennungsmotoren! Die Forderung: Keine dogmatischen grünen Lehren, sondern gleitende Übergänge mit Technologieoffenheit im Interesse eines wirkungsvollen Klimaschutzes inkl. integrierter Ökonomie (Arbeitsplätze).

© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Spruch der Woche

Am 22. September wird jedes Jahr an den Heiligen Mauritius gedacht. Er war Afrikaner, lebte in Rom und wurde wegen Befehlsverweigerung – er sollte Christen ihres Glaubens wegen töten - hingerichtet.

© Foto: Prof. Hannes Brachat

Sein schwarzes Konterfei ziert das Standbild des Magdeburger Dom, ist im Wappen des Bistums München-Freising abgebildet, und Papst Benedikt hat es in sein päpstliches Wappen übernommen. Die Namenswandlung war Mauritius, Maurice, Moritz, auch abgekürzt Mohr benannt! Daher: Mohrenkopf! Ich habe mir gestern extra statt einer "Schaumwaffel mit Migrationshintergrund" einen echten Mohrenkopf gekauft und ihn Papst Benedikt gewidmet! Wenn das keinen Segen bringt?!

Beste Grüße – zu einer herausfordernden Herbstoffensive

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 30. September 2022!

Montag, 26. September 2022

Neue Automarken - Unruhiges Wetterleuchten am Horizont

Was derzeit alles an Krisen (= schwierige Lage, Zeit des Gefährdetseins) aufgetischt wird, nimmt einem förmlich den Atem für Zuversicht. Wie soll sich da aus der Krise die Chance herausbilden? Gesucht sind Lösungen, um für die Zukunft vorbereitet zu sein. Wie tröstlich: Es geht immer weiter. Die Frage ist aber wie?

Eine Transformationsbewegung ist der Technikwandel von der Verbrennertechnik zur E-Autowelt. Bis Ende August machen die Neuzulassungen an Plug-in-Hybriden 11,12 Prozent aus, die BEV-Fahrzeuge 13,32 Prozent. Zusammen also einen Marktanteil von rund 25 Prozent. Diese E-Transformation auf dem deutschen Markt ist für neue Anbieter, vor allem aus China, ein gutes Timing für einen Markteintritt. Tesla ist bereits seit 2013 da, nicht nur mit seinem Spitzenmodell X in der Plaid-Variante mit Tri-Motor-Allradantrieb zum Mindestpreis von 140.990 Euro, sondern auch mit dem Model 3, das meistverkaufte E-Auto in Europa, das bei aktueller Bestellung frühestens im Januar 2023 geliefert wird und ab 53.000 Euro zu haben ist. Aktuell sind von Tesla auf deutschen Straßen von insgesamt 48,5 Millionen Pkw 66.422 Autos unterwegs. Bestandsanteil: 0,14 Prozent. 2021 verkaufte Tesla in Deutschland 39.714 Einheiten. Für 2022 sind 80.000 Einheiten geplant.

Nio, Aiways, Ora & Wey, MG Motor sind nun die weiteren aktuellen Transformationsmarken. Es kommen noch weitere hinzu. Auch aus Amerika. Wir haben die bislang "sichtbaren"  in einer Übersicht aufgelistet, die hier abrufbar ist. (Liste per Link abbilden) Dr. Armin Schirmer wird sie in einem separaten Beitrag in AUTOHAUS in Kürze vertiefend darstellen.

Diese neuen Marken sind wichtig für all die Markenhändler, deren Vertriebsvertrag künftig nicht verlängert wird. Man schaue bei der Überlegung für eine neue Marke, mit wieviel neuen Modellen der Newcomer seine Zukunft auf dem deutschen Markt, in Europa platzieren möchte. Ein Modell ist für sichtbare, volumenorientierte Marktpräsenz zu wenig, auch wenn sich alle auf SUV konzentrieren. Es ist erstaunlich, dass in 2021 die Gattung SUV mit 620.827 Einheiten in der Segmentschichtung in Deutschland an Platz eins steht, gefolgt von der Kompaktklasse mit 597.797 Zulassungen.

Die "Neuen Marken" setzen auffällig markant auf Direktvertrieb, möglichst abseits des Fachhandels. Wenn mit Markenhandel, dann Agentursystem mit Schmalmarge zwischen vier und sechs Prozent. Aiways gestaltet seinen Vertrieb über Euronics. Das sind Elektrohändler, die von Kühlschränken, Waschmaschinen bis zur Kaffeemaschine alles offerieren. Sie wickeln dann den automobilen Service über ATU ab. Das ringt einem einige markante Fragezeichen ab. Doch Aiways tritt mit acht Jahren Garantie bzw. 150.000 Kilometern an. Auf die Schlüsselkomponenten. Nicht wie die deutschen Hersteller mit überfabrikatlich abgesprochenen zwei Jahren!

Besagte Marken präsentieren sich mit entsprechenden Shops mit Clubcharakter in Großstädten und versuchen über neue Medien auf sich aufmerksam zu machen. Geht es bei allen Aktivitäten nicht grundsätzlich darum, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen? Sollte man die Beziehung zum Kunden nicht auf Langfristigkeit anlegen? Bedarf es dazu nicht einer flächendeckenden Präsenz, die sich über Marketing, Service und physische Vertriebspräsenz abhebt? 

Bislang kann man nicht sagen, dass die "Neuen" preispolitisch Preisführerschaft für sich beanspruchen können. Sie schauen sehr wohl, wo der Preisrahm auch für sich selbst abgeschöpft werden kann. Sie liegen jenseits der 30.000-Euro-Marke, können aber über ihre Produkte kein Überfliegertum vorlegen. Mutig! Sie sollten schon mal hinschauen, zu welchem Preis der "Chinesen-E-Smart" offeriert wird! Realitätssinn sollte man nicht nur in der Schublade haben. Vermutlich wird die betreffende Bank bei der Leasingrate Stützungssubventionen leisten.

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Dienstag - 27 September 2022

Sixt verkauft neue Teslas

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Mittwoch - 28. September 2022

Unsägliche Strompolitik

Wolfgang Keine, der Geschäftsführer von Maka Windkraft, hat den Mut, Realitäten bei Namen zu nennen, die man nicht wahrhaben möchte. Sie finden das Original seiner Ausführungen auf www.makawind.de, einem Windanlagenbetreiber in 33034 Brakel. Wir begehen am 3. Oktober den "Tag der Deutschen Einheit". Diese Einheit wird sicher von einer großen Mehrheit in Ost wie in West getragen. Dennoch gibt es da – siehe Kommentar – auch einige Vorbehalte. Beispiel: Man darf in Deutschland seine Meinung nicht mehr frei äußern, "ohne Ärger zu bekommen". Es geht aber doch um staatspolitische Glaubwürdigkeit. Sachbezogene Kritik ist so wichtig! Daher: freie Meinungsäußerung! 

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Donnerstag - 29. September 2022

Pendlerpauschale – nix mit Privileg!

Rund 60 Prozent aller Arbeitnehmer, 19 Millionen Menschen, verlassen tagsüber die Grenzen ihres Wohnortes. München ist mit 400.000 Einpendlern Deutschlands Pendler-Hauptstadt. Neben Apple und Google legen auch einige neue chinesische Autoanbieter ihre Europazentrale nach München. Die zweijährige Coronazeit schaffte dank Homeoffice bei Pendlern weniger Kilometer und weniger Werkstattbesuche.

Die Pendlerpauschale wurde rückwirkend zum 1. Januar 2022 ab dem 21. Kilometer auf 38 Cent pro Kilometer erhöht. Einschlägige Kreise fordern Anreize für weniger oder bewusstere Autonutzung, eine stärkere Förderung für Bahn- oder Fahrrad-Pendler, sparsamere Fahrzeuge und mehr Fahrgemeinschaften. Da lässt sich in der Tat noch einiges optimieren. Bislang fahren laut Befragung von puls Marktforschung nur neun Prozent der Pendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ganze acht Prozent mit dem Fahrrad. Dennoch: 46 Prozent, also fast jeder Zweite, zeigen sich offen, öffentliche Verkehrsmittel für das Pendeln zur Arbeit einzusetzen. Da ist Kreativität für den Umstieg gefragt. Sehen Sie sich unsere Auflistung für die Vorbehalte für den ÖPNV nachstehend an. Ja, wir müssen dringlich die Verkehrsmenge auf den Straßen reduzieren.

Es ist allerdings schlichtweg Unsinn angesagt, wenn bei der Entfernungspauschale von einem Privileg die Rede ist. Es ist eine steuersystematische Maßnahme, dass alle Kosten im Zusammenhang mit der Berufstätigkeit steuerlich berücksichtigt werden dürfen. Auch diese Systematik und das Leistungsfähigkeitsgebot des Steuerrechts ist den "grünen Habecks" wesensfremde "schwarze Materie".

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Spruch der Woche

"Wir nehmen gefracktes Gas aus allen Teilen der Welt, aber wir selbst lehnen schon die Debatte über Fracking bei uns ab. In Zukunft werden wir uns wieder selbst mehr helfen müssen. Dabei gilt: Wir müssen die Debatten entideologisieren. Es werden harte Zeiten auf uns zukommen." (VDA-Präsidentin Hildegard Müller

Mit meinen besten Grüßen zur Erntedankzeit

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 7. Oktober 2022!

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