Als die Sonne hinter den Rängen des Berliner Olympiastadions verschwindet, füllen sich die Plätze in der Arena. Rund 450 Gäste sind gekommen, um 50 Jahre Motor-Company zu feiern. Unter ihnen waren langjährige Weggefährten, Mitarbeiter sowie Vertreter der Marken Toyota, Mazda und Honda.
Durch den Abend führt Arno Wachsmann, die Stimme des Olympiastadions und seit mehr als 20 Jahren Kunde der Motor Company. Später wird eine Lichtshow das Stadion in Szene setzen. Zunächst steht jedoch einer im Mittelpunkt: Detlef Slupinski.
Vom Gebrauchtwagenhändler zur Autohausgruppe
Slupinski erinnert an jene Entscheidung, die den weiteren Weg des Unternehmens bestimmen sollte: Wollte er beim Geschäft mit dem "ehrlichen Gebrauchtwagen" bleiben oder auf die damals noch kleine Motor Company und die junge Marke Toyota setzen? Er entschied sich für Toyota. "Es war die richtige Entscheidung", sagt er heute.
Aus dem Betrieb mit fünf Mitarbeitern in den Berliner Kant-Garagen entstand in den folgenden Jahrzehnten eine Autohausgruppe mit 13 Standorten in Berlin und Brandenburg. Dabei ging es Slupinski nicht allein um Wachstum. Entscheidend waren für ihn verlässliche Partnerschaften, die Ausbildung junger Menschen und die Fähigkeit, sich immer wieder auf neue Bedingungen einzustellen.
Inzwischen verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Schultern. Seit einigen Monaten führen Sebastian Kempf und Max Eyck als Geschäftsführer die Motor Company. Damit wird aus der persönlichen Erfolgsgeschichte des Gründers zugleich eine Zukunftsfrage: Wie lässt sich ein Lebenswerk bewahren, ohne stehen zu bleiben?
50 Jahre Motor Company - Jubiläumsfeier im Berliner Olympiastadion
Für Slupinski liegt die Antwort im mittelständischen Unternehmertum. "Der Mittelstand muss stark sein, dann geht es Deutschland gut", sagt er. Dazu gehört für ihn auch, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Derzeit beschäftigt die Motor-Company 102 Auszubildende.
Lob von Toyota und Mazda
Dass diese Haltung bei den Herstellern ankommt, zeigen die anschließenden Reden. Toyota-Deutschland-Chef Mario Köhler lobt den langen Atem des Unternehmers und dessen Engagement für die Ausbildung. Die Entwicklung der Motor Company sei nur möglich gewesen, weil viele Menschen gemeinsam daran gearbeitet hätten. Mit einem Augenzwinkern richtet er sich an den Jubilar: "Bleib anstrengend, weil das macht uns gemeinsam besser." Zum Jubiläum überreicht er Slupinski ein Samurai-Schwert.
Auch Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Kaplan blickt auf eine Partnerschaft zurück, die über Jahrzehnte gewachsen ist. An Slupinski schätze er vor allem dessen "Unaufgeregtheit, Weitsicht und den langen Atem". Mazda brauche Partner, "auf die man bauen" könne. Seinen Dank für die Zusammenarbeit verbindet Kaplan mit einem kunstvoll gestalteten Kranich-Pokal, der für Vertrauen steht.
"Jeder Tag ist neu"
So festlich der Rückblick ausfällt, auf dem Erreichten ausruhen will sich Slupinski nicht. "Jeder Tag ist neu", sagt er. Man müsse immer wieder "eine Schippe drauflegen", um Arbeitsplätze zu sichern und weiterhin junge Menschen auszubilden.