Branchenexperte zur Corona-Krise: "Kommunizieren und digitale Kanäle nutzen"

Philipp Posselt, Geschäftsführer von Veact, im Interview mit AUTOHAUS.
© Foto: AUTOHAUS

Die Corona-Krise entwickelt sich auch zur Bedrohung für den Autohandel. Veact-Geschäftsführer Philipp Posselt spricht im Videointerview mit AUTOHAUS über die Auswirkungen und die Maßnahmen, die Händler ergreifen sollten.

Noch im Januar schien das Coronavirus in weiter Ferne, inzwischen bestimmt es aber auch in Europa und Deutschland das alltägliche Leben. Tag für Tag überschlagen sich die Ereignisse. Wie am Freitag bekannt wurde, schließen mehrere Bundesländer ab Montag die Schulen, Kindergärten und Kitas.

Bereits eine kürzlich durchgeführte Blitzumfrage des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg (AUTOHAUS berichtete) hat gezeigt, wie sich die Coronakrise schon jetzt auf den Autohandel auswirkt. Weniger Umsatz, weniger Anfragen, weniger Termine. Ähnliche Beobachtungen hat auch Philipp Posselt, Geschäftsführer des Branchendienstleisters Veact, gemacht. In einem Videointerview mit AUTOHAUS erzählt Posselt unter anderem von Terminen, die abgesagt werden, oder Marketingaktionen, die auf weniger Resonanz stoßen. Auch er rechnet mit Umsatzeinbrüchen im Neuwagen- und Werkstattgeschäft.

Wie der Handel darauf reagieren soll? Zum einen gehe es darum, durch umfassende Hygienemaßnahmen die Gesundheit von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern zu schützen. Zum anderen sei es oberstes Gebot, aktiv zu kommunizieren. In der Kundenkommunikation könnten digitale Kanäle wie Whatsapp sowie Video-Lösungen dabei helfen. (ah)

Wichtige Tipps, die es in der Corona-Krise generell zu beachten gibt:

  • Schutzmaßnahmen ergreifen, damit Kunden das Autohaus angstfrei betreten können
  • Datenschutzerklärungen von Kunden für digitale Kommunikationswege einholen
  • Kunden in jedem Mailing und Telefonat darüber informieren, welche Hygiene-Maßnahmen ergriffen werden
  • Mitarbeiter auf Homeoffice vorbereiten, Zugriff auf Kundendaten etc. gewährleisten
  • Jetzt schon Marketingbudget bereitstellen, um kurzfristig Werkstatt-Potenziale zu aktivieren
  • Digitale Kommunikationskanäle im Verkauf anbieten, z.B. Video-Marketing-Lösungen
  • Auf Krisenszenarien wie Betriebsschließungen schon jetzt vorbereiten

Orientierung bieten, Expertentipps bündeln, Übersicht verschaffen: Das ist das Ziel des Corona-Ratgebers auf AUTOHAUS Online. Nach dem Motto "Für die Branche da sein, wenn es darauf ankommt" erscheint dieser Schwerpunkt mit freundlicher Unterstützung von Creditplus.

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AUTOHAUS next: Auswirkungen der Corona-Krise auf den Autohandel

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KOMMENTARE


Andreas

13.03.2020 - 12:56 Uhr

Ich finde gut, dass Ihr das Thema gleich aufgenommen habt. Nur wer gut vorbereitet in die Krise geht, kann Schlimmeres verhindern. Schnelle, klare Kommunikation hat hier ein besonderes Gewicht! Möglichkeiten wie Video Kommunikation, Hol- und Bring-Service sowie Online-Terminvereinbarung in meinem Autohaus müssen klar an den Kunden kommuniziert werden! Kommt alle gut durch die Corona-Zeit.


MB

13.03.2020 - 14:26 Uhr

Hier werden die richtigen Maßnahmen angesprochen. Sehr gut und sachlich formuliert.


Steven Zielke

13.03.2020 - 15:19 Uhr

Absolut Deiner Meinung. Schnelles Handeln mit den richtigen Maßnahmen ist elementar wichtig. Wer sich in der Vergangenheit digital gut aufgestellt hat, kann jetzt durch die direkte, digitale Kundenkommunikation gut profitieren.


Steff Diop

16.03.2020 - 08:35 Uhr

Alle reden immer vom "Home-Office"; es gibt in einem Autohaus auch Mitarbeiter in der Werkstatt, im Teileverkauf, Aufbereitung usw ... Sollen die die Fahrzeuge mit nach Hause nehmen?


D.S.

16.03.2020 - 12:20 Uhr

Wie in jeder Notsituation kommen aus allen Ecken, nun die Gaukler und Clowns, die mit ihren sinnfreien Ideen die Welt (besser gesagt ihren Geldbeutel) retten wollen. In einer Krise interessiert es die Menschen herzlichen wenig, welche "Newsletter, Aktionen" etc. vom Autohaus auftauchen. Die menschen haben andere Sorgen. Ich würde es sogar als extrem unverschämt befinden, meine Kunden in dieser Zeit wegen so einer Lappalie wie eines Neuwagens anzurufen.


Philipp Posselt

16.03.2020 - 16:06 Uhr

KURZES UPDATE Die bayrischen Behörden "erlauben" Werkstattleistungen auch während des "Shut Down" anzubieten. Diese Entscheidung hat sicher Signalwirkung auf andere Bundesländer." Untersagt wird die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels jeder Art. Hiervon ausgenommen sind [...] Kfz-Werkstätten [...]. (Bayrische Staatsregierung am 16. März 2020) Für unsere Interessenten und Kunden haben wir ein kostenloses Webinar vorbereitet, um in der Krise einen schnellen und effektiven Austausch zum Thema "Corona" zwischen den Autohäusern zu ermöglichen. Jetzt registrieren! https://lnkd.in/gwB6UJH


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