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Digitaler Autokauf: Kein VMB-Engagement bei Carwow

Die Neuwagen-Plattform Carwow ist seit 2016 in Deutschland am Start.
© Foto: Screenshot/www.carwow.de

Mit einer gebündelten Investition an der Neuwagen-Plattform Carwow wollten sich mehrere Mercedes-Autohäuser Zugang zu einem digitalen Vertriebskanal sichern. Doch das Vorhaben wurde jetzt abgeblasen.

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Mit einer 28 Millionen Euro schweren Finanzierungsrunde sorgte Carwow Anfang August für Aufsehen. Neben dem Hauptinvestor Daimler und weiteren strategischen Geldgebern aus dem Automotive-Sektor beteiligten sich Autohändler verschiedener Marken an dem Start-up (wir berichteten). Wie am Freitag bekannt wurde, wollten sich auch einige große Mercedes-Gruppen im Rahmen einer gebündelten Investition bei der Online-Plattform engagieren. Ein entsprechendes Vorhaben ist aber vom Tisch.

Wie aus einer aktuellen E-Mail des Verbandes der Mercedes-Benz Vertreter (VMB) hervorgeht, werde man die Bündelungsaktivitäten einer Investition an Carwow einstellen. Das habe der Vertreterausschuss einstimmig entschieden. Eine Finanzinvestition einzelner Unternehmen sei aber weiterhin möglich. Carwow Deutschland-Chef Philipp Sayler von Amende bestätigte gegenüber AUTOHAUS die Informationen.

Laut der VMD-Mitteilung, die der Redaktion vorliegt, wird die Entscheidung mit "grundlegenden Bedenken" begründet. So bezweifelt man, dass trotz einer Verbandsinvestition eine "strategische Einflussnahme auf das Geschäftsmodell und den Algorithmus von Carwow" erreicht werden könne. Die Plattform habe zwar ihr Interesse bekräftigt, ein nachhaltiges Geschäftsmodell mit Händlern aufbauen zu wollen. "Wir stoßen jedoch bei unterschiedlichen Zielen an rechtliche und unternehmensstrategische Grenzen", hieß es.

In diesem Zusammenhang verweisen die Verantwortlichen des Händlerverbands unter anderem darauf, dass Carwow eine ursprünglich zugesagte Diskussion um die Ausgestaltung des Händler-Angebots-Algorithmus inzwischen entschieden ablehne. Auch der Zielkonflikt zwischen der Attraktivität der Plattform aus Kundensicht und der Ertragskraft des anbietenden Händlers habe sich in den Verhandlungen nicht lösen lassen.

Die Autokauf-Website Carwow war 2012 in Großbritannien gestartet, kam 2016 nach Deutschland und startete 2018 in Spanien. Händler hinterlegen bei der Neuwagen-Plattform vorab die Rabatte, die sie bereit sind, zu gewähren, so dass sie den Nutzern direkt bei der Konfiguration angezeigt werden. Anschließend werden die Interessenten zu Angeboten von Autohäusern in ihrer Nähe weitergeleitet. (rp)


In einer älteren Fassung des Beitrags wurde der Eindruck erweckt, dass kein Autohaus in Carwow investiert. Das ist falsch. Tatsächlich sind bereits Handelsbetriebe an der Plattform beteiligt. Wir haben die Informationen korrigiert.

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KOMMENTARE


Richard Johansson Lord

02.09.2019 - 20:10 Uhr

Hat Daimlers digitale Strategie an Kraft verloren? Kürzlich habe ich über den Deal gelesen, den CARwow mit Mercedes-Benz gemacht hat, und über die Summe, die sie in die Plattform gesteckt haben. Als ich zum ersten Mal davon hörte, fragte ich mich, wie sie denken und was dabei herauskommen kann, da sie und die Händler das Rabattsystem für den Einzelhandel aufgeben. Dieser Rabatt und Zahlenspiel summierten sich nicht! Wir sind uns alle einig, dass es Veränderungen am Horizont und darüber gibt, wie und wo Verbraucher Einkäufe tätigen und vielleicht Möglichkeiten erkunden. Tatsache ist jedoch, dass eine Marke wie Mercedes-Benz einen ganzheitlichen Marktplatz braucht, nicht nur einen Ort, an dem sie werben kann, um ihre Marke glaubwürdig zu halten. Nach dem, was ich aus den vorliegenden Informationen lesen kann, sind die Händler nicht glücklich über diese Strategie von Mercedes-Benz Management und erst vor kurzem war es nach hinten los, als VMB repräsentatives die Investition für Fragen in Bezug auf den Zugang zu "digitale Vertriebskanäle".Eine digitale Strategie ist heute ein Muss und man ist verpflichtet, mehr als eine ausgefallene Webseite zu haben und Bilder aufgrund des Übergangs zum digitalen Erfolg noch in seiner Grundlage auf dem Rückgrat jeder Marke, der Menschen und Unternehmen in direktem Kontakt mit den Verbrauchern zu haben. , um die Händler zu versorgen, die sich um das Tagesgeschäft kümmern. Kommentare sind willkommen! Richard Johansson LordOptimum Atlas B4B Markets


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