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Future Retail bei Porsche: Inspirierende Insel-Lösung

"Porsche auf Sylt": Hier testet der schwäbische Sportwagenhersteller neue Vertriebskonzepte.
© Foto: Patrick Neumann

Mit "Porsche auf Sylt" probiert der Autobauer neue Retail-Formate aus. Deutschland-Chef Jens Puttfarcken betont: "Das ist unser Testlabor." Eindrücke von der Nordseeinsel.

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Von Patrick Neumann

Für ein Testlabor kommt "Porsche auf Sylt" ziemlich entspannt daher. Die attraktive Architektur fügt sich nahtlos ins Gesamtbild der Insel ein, die Linien im Stampfbeton erinnern an den Wellengang des Meeres. Und auch das Innere des neuen Formats, das einem klassischen Coffee-Table-Book entsprungen scheint, absorbiert die Hektik des Alltags souverän. Entschleunigen und Verweilen – das ist genau die Aufgabe des neuen Standorts, den Porsche Deutschland hier am 13. Februar aufsperrte und seitdem betreibt. "De facto ist es so: Hier können Sie kein Auto kaufen", betont Jens Puttfarcken am Freitag auf Sylt. "Wir versuchen, mit diesem Format sehr nah am Kunden dran zu sein", so der Vorsitzende der Geschäftsführung Porsche Deutschland. "Mit einer Ohne-Druck-Atmosphäre." Man will vielmehr lernen und ausprobieren, wie sich etwa herkömmliche analoge und neue digitale Welten verknüpfen lassen.

Rund 25 Minuten im Schnitt hätten sich die ersten Besucher in dieser entspannten Atmosphäre aufgehalten, berichtet Mirko Riekers. Ohne direkten Autokontakt – den Carrera RS 2.7 aus dem Jahr 1972, der zur 70er-Jahre-Ausstellung gehört, einmal abgesehen. Der Leiter "Porsche auf Sylt" sieht sich als Gastgeber. "Das ist ein Ort, wo man sich der Marke nähern kann." Spielerisch, so die Idee, sollen sich Kunden und Fans der Marke dem Thema Auto widmen, etwa via digitalem Claymodell samt Augmented Reality oder mittels Virtual-Reality-Station – beides übrigens überzeugend umgesetzt.

"Kein alternativer Verkaufskanal"

"Neugierig-skeptisch" beschreibt Puttfarcken gegenüber AUTOHAUS die erste Reaktion von Porsche-Händlern auf Sylt. Ganz wichtig ist dem Deutschlandchef, dass dies kein alternativer Verkaufskanal sei. "Das ist etwas Komplementäres, nichts Ersetzendes. Wir erzeugen hier Interesse für die Marke." Konfiguriert sich ein Interessent auf Sylt sein Wunschauto, erhält das Porsche Zentrum aus dessen Region den Lead mit den gewünschten Spezifikationen – und kann das Ganze abschließen.

"Das Porsche Zentrum ist auch weiterhin das zentrale Format", bestätigt Barbara Vollert mit Blick auf das Future-Retail-Zielbild des Autoherstellers. Als Leiterin Vertriebsnetzmanagement und -Entwicklung bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG ist sie weltweit für die Vertriebsnetzentwicklung verantwortlich. Doch wie beeinflusst die fortschreitende Digitalisierung die Vertriebslandschaft? Darüber macht sich Vollert mit ihren Mitarbeitern Gedanken – egal, ob in Deutschland, USA oder China.

Individuelles Kauferlebnis

"Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt", so die Porsche-Managerin. Und dieser würde eigenen Studien zufolge eine individuelle Customer Journey erwarten. Das bedeutet: nicht eine, sondern unendlich viele Journeys. "Der Übergang von der Online- in die In-Store-Welt muss nahtlos gelingen." Wie das intelligent klappen kann, dafür sammelt Porsche jetzt täglich in seinem Testlabor auf Sylt Erfahrungen. Auf entspannte Art und Weise.

Mehr Hintergründe zu "Porsche auf Sylt" lesen Sie in AUTOHAUS 8/2017, das am 18. April erscheint.


Porsche auf Sylt

Bildergalerie

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KOMMENTARE


Otto-Leonhard Peus

01.04.2017 - 18:30 Uhr

Ist heute der 1. April?


Rudi S.

04.04.2017 - 08:29 Uhr

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten, aber einen einfallsloseren und hässlicheren Kasten hat die Welt ja wohl noch nicht gesehen.


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