KI-Plattform startet App-Store: Telefonie, Vertrieb und Service von mobilApp

09.09.2026 12:01 Uhr | Lesezeit: 5 min
mobilApp Blitztermin
Auf Wunsch 24/7 geöffnet: Der App-Store kann laut mobilApp an bestehende Systeme wie Dealer-Management-Systeme (DMS), Werkstattplanung, Fahrzeugverwaltung oder Personaldaten angebunden werden.
© Foto: mobilApp

Der IT-Dienstleister mobilApp bringt einen neuen App-Store für Autohäuser und Werkstätten auf den Markt. Sie verbindet KI-Anwendungen, Telefonie, Vertrieb, Kundenkommunikation und Werkstattprozesse in einer gemeinsamen Umgebung. Betriebe können dabei selbst über die eingesetzten KI-Modelle entscheiden.

MobilApp hat einen App-Store für Autohäuser und Werkstätten vorgestellt. Die Plattform soll unterschiedliche Anwendungen und Prozesse in einer gemeinsamen Umgebung zusammenführen. Dazu zählen Telefonie, Messaging, Werkstattorganisation, Lead-Management, Vertrieb und Kundenkommunikation. Jeder Betrieb erhält laut Unternehmen eine eigene Systeminstanz und kann die Lösung je nach Bedarf in der eigenen IT-Infrastruktur betreiben.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung von Telefonie und nachgelagerten Abläufen. Nach Angaben von mobilApp werden verpasste oder nicht abgeschlossene Anrufe automatisch in Folgeprozesse überführt. So kann beispielsweise eine personalisierte Nachricht mit Link zur Terminvereinbarung ausgelöst werden. Ziel ist es, aus einzelnen Kundenkontakten durchgängige digitale Abläufe zu schaffen. Zudem sollen sich Telefoniedaten statistisch auswerten lassen.

Blitztermin: Werkstatttermine digital organisieren

Mit der aktualisierten Lösung "Blitz-Termin" will mobilApp den Werkstattprozess digital unterstützen. Personalisierte Einladungen können über Kampagnen versendet werden, während die Terminplanung automatisiert erfolgt. Die Anwendung umfasst laut Anbieter nicht nur die Terminbuchung, sondern auch Schritte wie Fahrzeugfertigstellung und Abholung. Damit entsteht eine Prozesskette von der ersten Kundenansprache bis zur Fahrzeugübergabe.

In die Plattform integriert sind KI-gestützte Chat-Agenten, die über SMS, RCS, WhatsApp und Website-Chats mit Kunden kommunizieren können. Darüber hinaus stehen Funktionen für Lead- und Sales-Management zur Verfügung. Vertriebsteams können Leads, Kundenkontakte und Kommunikationsverläufe verwalten. Für den Fahrzeugverkauf bietet mobilApp zudem eine digitale Angebotsmappe mit Funktionen für Probefahrten, Terminbuchungen und digitale Kommunikation.

Anwendungen für Kampagnen und Bewertungen

Zum Funktionsumfang gehören außerdem ein Outbound-Center für automatisierte Kampagnen und telefonische Kundenansprache sowie Werkzeuge zur Dokumentenverwaltung. Dokumente können KI-gestützt erfasst und verwaltet werden. Der sogenannte Ratings-Hub unterstützt das Management von Google-Bewertungen. Die Inhalte der erfassten Dokumente sollen anschließend per Chatfunktion abrufbar sein.

Vernetzung vorhandener Systeme

Der App-Store kann laut Mobilapp an bestehende Systeme wie Dealer-Management-Systeme (DMS), Werkstattplanung, Fahrzeugverwaltung oder Personaldaten angebunden werden. Die Daten stehen anschließend den integrierten Anwendungen und KI-Agenten zur Verfügung. Das Unternehmen positioniert die Plattform damit als zentrale Datendrehscheibe, über die Informationen für Kommunikation, Vertrieb, Service und Werkstattprozesse genutzt werden können.

Nach Angaben von mobilApp kann die Plattform lokal oder cloudbasiert betrieben werden. Zudem lassen sich lokal installierte Sprachmodelle (LLMs) einbinden. Autohäuser sollen dadurch selbst entscheiden können, welche KI-Dienste sie nutzen. Ziel sei es, die Abhängigkeit von einzelnen internationalen Anbietern zu reduzieren und unterschiedliche Modelle je nach Einsatzgebiet zu kombinieren.

VoiceBots allein machen nicht mehr den Unterschied

"VoiceBots allein sind heute nicht mehr die Innovation. Entscheidend ist, was nach und zwischen den Kontakten passiert. Deshalb haben wir keinen App-Store mit möglichst vielen Tools gebaut, sondern eine Umgebung, in der Telefonie, Kommunikation, Anwendungen, Prozesse und Modelle zusammenspielen", sagt Dr.-Ing. Steven Zielke, Geschäftsführer von mobilApp. Ziel sei es, digitale Kontakte direkt in konkrete Geschäftsprozesse zu überführen.


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