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Opel-Topmanager würdigen Albert K. Still: "Ich könnte mir keinen besseren Partner vorstellen"

Opel-Chef Michael Lohscheller (r.) übereichte Albert K. Still zum Abschied eine signierte Designskizze sowie einen ganz persönlichen "Opel Post"-Titel.
© Foto: AVAG

AVAG-Aufsichtsratschef Albert K. Still zieht sich im April aus dem Autohandel zurück. Michael Lohscheller und Andreas Marx haben das langjährige Mitglied der "Opel-Familie" jetzt gebührend verabschiedet.


Datum:
25.03.2021
1 Kommentare

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Opel-CEO Michael Lohscheller und Deutschland-Chef Andreas Marx haben in der Mitarbeiterzeitung des Autobauers das Lebenswerk von Albert K. Still umfassend gewürdigt. "Als Ihr Großvater Albert Sigg 1915 eine Schmiedewerkstatt in Augsburg gründete, ahnte niemand, dass sich daraus ein europäischer Mobilitätskonzern voller Innovations- und Finanzkraft und vorbildlicher Kundenorientierung entfalten würde. Und der Marke Opel haben Sie stets die Treue gehalten", erklärte Lohscheller in der "Opel Post" (Online-Ausgabe). Die Stills seien ein wichtiger Teil der Opel-Familie – "und für alle Zukunft untrennbar mit uns verbunden".

Still, Aufsichtsratsvorsitzender der AVAG Holding, hatte Anfang Februar angekündigt, sich im April von dem Posten und damit auch aus der Branche zurückziehen zu wollen. "60 Jahre sind eine lange Zeit und ich war schon immer der Meinung, dass man zum richtigen Zeitpunkt den Jüngeren das Feld überlassen sollte. Dieser Moment ist nun gekommen", erklärte Still. Der Kfz-Unternehmer hatte am 6. Februar seinen 78. Geburtstag gefeiert.

In seiner langen Karriere hat Still die Geschichte des deutschen und europäischen Automobilhandels wesentlich mitbestimmt. Mit der Kernmarke Opel entwickelte er das Traditionsunternehmen aus der Fuggerstadt seit 1972 federführend zu einem Absatz- und Umsatz-Primus in der Branche. Aktuell gehören 57 Handelsbetriebe an knapp 180 Standorten in sechs Ländern zur AVAG. Gruppenweit werden über 5.000 Mitarbeiter beschäftigt, der Jahresabsatz liegt bei über 112.000 Fahrzeugen.

"Ich könnte mir keinen besseren Partner vorstellen als Albert Still und seine Söhne Roman und Albert. Die Stills sind Vollblut-Opelaner in vierter Generation – mit einem bespielhaften Drive in all ihren Autohäusern", betonte Marx.

Von der kleinen Schmiede zum europäischen Riesen

Still absolvierte bis 1962 zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Danach stieg er 1967 im Alter von 24 Jahren in die Verkaufsleitung des väterlichen Unternehmens ein. Sein Großvater Albert Sigg hatte die Firma 1915 als Schmiede in Augsburg gegründet und zu einer Vertretung für BMW, NSU und Horex gemacht. Nach dem zweiten Weltkrieg baute Joseph Still die Firma Sigg weiter aus – unter anderem zum Opel-Vertragshändler (seit 1. Januar 1963). Als Albert Still 1972 die Geschäftsführung übernahm, beschäftigte das Handelshaus bereits 52 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 9,37 Millionen DM.

Still trieb in den 1980er Jahren die Expansion im Augsburger Umfeld, von Füssen bis München, weiter voran. Nach dem Mauerfall 1989 engagierte er sich auch in den neuen Bundesländern. Nach der Gründung der AVAG Holding 1991 folgte der Gang ins Ausland: nach Kroatien, Ungarn, Polen und Österreich. 2006 schied Still aus dem operativen Geschäft der AVAG aus und wechselte in den Aufsichtsrat.

Trotz des Abschieds ist das Unternehmen aber weiterhin in Familienhand: Seit 2014 führen die Söhne Albert C. und Roman Still als Vorstandssprecher die Arbeit ihres Vaters erfolgreich fort. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Markus Kruis sowie Ulf Pfeiffer. Neuer AVAG-Aufsichtsratschef soll Johannes Hall (67) werden. Der Österreicher ist seit 1973 in der Automobilbranche tätig und sitzt als Gesellschafter der AVAG und von Opel Beyschlag in Wien bereits im Aufsichtsrat.


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KOMMENTARE


Frank

26.03.2021 - 08:32 Uhr

So sollte das sein. Das gebietet der Anstand und steht für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im Gegensatz dazu Volkswagen und Audi. Ein weit überdurchschnittlicher Händler, unzählige Male ausgezeichnet und wirtschaftlich kerngesund. 50-jähriges Unternehmensjubiläum, 80. Geburtstag des Gründers, Tod des Gründers - jeweils keine Reaktion. Null. Das sagt alles, dass 150. Statement zur Unternehmenskultur bringt da auch nichts mehr.


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