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Patrick Fruth: TÜV Süd-Gastvortrag an der Hochschule Geislingen

Patrick Fruth, CEO der Division Mobility bei TÜV Süd
© Foto: TÜV Süd

In seinem Vortrag schilderte der Manager den Studierenden, wie sich TÜV Süd auf globale Trends wie vernetzte Mobilität, E-Mobilität und autonomes Fahren eingestellt hat und sich im "War for Talent" als attraktiver Arbeitgeber positioniert.


Datum:
22.06.2021
Autor:
Prof. Hannes Brachat
Lesezeit: 
5 min
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Patrick Fruth war 29 Jahre alt, als er 2002 seinen ersten Vortrag an der Hochschule Geislingen hielt. Seither fungiert er dort als Gastdozent. Seit 2011, als er beim TÜV Süd einstieg, verkörpert er die neue globale, internationale Sicht der TÜV-Dienstleitungswelt. Es ist schon erstaunlich, wie sehr doch das TÜV-Image Richtung HU immer noch verankert ist. Dass der TÜV Süd – nach Dekra – die größte Dienstleistungsorganisation in Deutschland ist, weltweit über 1.000 Standorte in rund 50 Ländern unterhält, 25.000 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 2,6 Milliarden Euro generieren, davon 41 Prozent außerhalb Deutschlands, wer weiß es? Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig Image ist!

Patrick Fruth gelingt es immer wieder, die Studentenschaft in eine neue TÜV-Welt zu entführen. Er baut das mit Systematik auf. Man sollte – wie immer – die Vergangenheit sehen, um Zukunft zu gestalten. 1906 wurden die ersten periodischen Prüfungen für Fahrzeuge eingeführt. Und siehe da: ab 1951 die erste HU. Und heute: Heute führt der TÜV Süd mit seinen 7.000 Mitarbeitern jährlich 18 Millionen HU durch. Welche Dimension!

Die zentralen Trends

In seinem Vortrag leitete der Gastdozent zwölf Trends für die TÜV Süd Divisionen ab. Diese reichen von der Automatisierung menschlicher Arbeit, Customer & Smart Data, vernetzter Mobilität und E-Mobilität über die Änderung globaler Funktionsmärke, dem "War for Talent" und der Veränderung des Konsumentenverhaltens bis hin zur Frage Evolution oder Revolution? Was wird von den Menschen wahrgenommen, in diesem massiv aufgeladenen Tempo der Veränderung. Und immer wieder war die Botschaft des Gastdozenten: Das Wichtigste sind die Menschen! Selbst wenn das Anforderungsprofil immer größer wird, man muss sich in jedem Unternehmen auf das Wichtigste konzentrieren. Man kann nicht alle Baustellen besetzen.

TÜV-Lösungen

Daneben zeigte Fruth innovative, digitale Lösungen auf, beispielsweise den MIC PhotoFairy (Robot Digital Vehicle Scan). Darüber können automatisiert 360 Grad-Aufnahmen gemacht werden sowie eine digitale Fahrzeugbewertung. Fruth ging auch auf die drei Phasen von Corona ein. Nachdem das digitale Fundament im TÜV-Hause zuvor bereits stand, war jeder Mitarbeiter über "Teams" ab dem ersten Tag der Coronadämmerung – dem 16. März 2020 – erreichbar. Auf Nachfragen zu Homeoffice kam vom Gastdozenten eine klare Ansage: "Wer im analogen Alltagsgeschäft präsent ist, ist auch im Homeoffice auf der aktiven Seite dabei!" Patrick Fruth stellte auch die TÜV Süd Classic App vor, um Young- und Oldtimer digital zu managen. Das soll Menschen zusammenbringen. Der TÜV hat 300 Mitarbeiter, die in dieser Zielgruppe als Experten im Einsatz sind.

Das autonome Fahren

Weiteres Thema waren die Zertifizierung und Typgenehmigung beim automatisiertem Fahren. Der TÜV Süd ermöglichte in diesem Zusammenhang der Intel-Firma Mobileye eine erstmalige Zulassung durch die deutschen Behörden für AV-Tests (Automated Vehicle). Fruth schilderte gezielte Referenzprojekte der Level drei und vier. Der Level fünf, das vollständig autonome Fahren – auch für die Innenstädte -  sollte man nicht vor 2035 ankündigen. Fruth zeigte in Folge die technischen Wandlungen bis 2026 auf, um deutlich zu machen, welche Hardware- und welche Softwaren-Faktoren (CASE) Wirkung zeigen werden.

Ein weiteres Kapitel war den H2-Projekten (Wasserstoff) gewidmet. Zunächst ging es darum, vorzustellen, an welchen Projekten der TÜV Süd weltweit beteiligt ist. Eines der Referenzprojekte: Hyundai Fuel Cell Buses. Dabei machte der Gastdozent deutlich: Die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft erfordert mehr Transparenz. Das lässt sich nur bedingt durch Studien herstellen. Beeindruckend, was hier als bayerisches Konsortium (u.a. mit TÜV Süd) für das Innovationszentrum Wasserstofftechnologie aufgesetzt wurde.

Abbildung 1: Das Angebot von TÜV Süd zum Thema E-Mobilität
© Foto: TÜV Süd

E-Mobilität

Im Anschluss erläuterte der CEO den vollständigen Prüf- und Zertifizierungsservice für die E-Mobilität. Beistehende Abbildung 1 zeigt die Dimension des Ganzen. Und das gesamte Spektrum seiner Ausführungen fasste Patrik Fruth wie in Abbildung 2 zusammen. Damit schloss er einen weiteren großartigen Auftritt virtueller Art als Gastdozent mit einer Sicht der Dinge zusammen, die zeigt, wie man mit "Spirit" Komplexität bewältigen kann. Patrick Fruth stellt das mit einer "Lockerheit des Seins" dar, die einen immer wieder einnimmt und mental sehr zuversichtlich einstimmt. Wir machen Zukunft! Für alle Studierenden der Automobilwirtschaft ein Highlight für ihre Zukunft. Im Klartext: Das Auto hat Zukunft! Und das zeigte er der Studentenschaft abschließend am Beispiel "New Work", der Flexibilisierung der Arbeitsformen, die zukünftige Mitarbeiter im "New Open Workspace" erwarten können. Die Stichworte: Gesundheit, Qualität, Kultur, Digitale Transformation, Führung, mit Vision und Inspiration.

Abbildung 2: Warum TÜV Süd Vielfalt fördern will.
© Foto: TÜV Süd
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