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Sixt und 1&1: Über 5.000 Autos, Aktion vorzeitig beendet

Sixt Leasing und Mobilfunkmarke 1&1 beenden ihr Flatrate-Angebot für den Peugeot 208 vorzeitig zum 23. April.
© Foto: https://mobile.1und1.de Screenshot

Großer Andrang und lange Lieferzeiten beim Flatrate-Angebot für den Peugeot 208: Jetzt ziehen Sixt Leasing und die Mobilfunkmarke 1&1 den Stecker.


Datum:
21.04.2017
14 Kommentare

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Sixt Leasing und die Mobilfunkmarke 1&1 beenden ihr Flatrate-Angebot für den Peugeot 208 vorzeitig zum 23. April. Die Leasingaktion hätte eigentlich bis Ende Juni laufen sollen, doch der Andrang übersteigt offenbar die Kapazitäten. Wie AUTOHAUS aus Branchenkreisen erfuhr, sollen bislang rund 5.200 Fahrzeuge über die Aktion vermarktet worden sein. Geplant war ursprünglich ein Umfang von 300 Einheiten.

Die Anbieter wollten auf Anfrage keine Zahlen nennen. Sixt Leasing bestätigte aber den Erfolg der Kampagne. "Die Aktion erfreut sich ungebrochener Nachfrage seitens unserer Kunden", sagte ein Sprecher gegenüber AUTOHAUS. Es gebe Lieferzeiten bis Oktober / November. "Diese stehen im Einklang mit der hohen Nachfrage und werden den Kunden über die Website sixt-neuwagen.de und über das Call Center aktiv kommuniziert."

Auch Peugeot Deutschland hält sich mit Hinweis auf die Vertraulichkeit der Geschäftsbeziehungen bedeckt. PSA-Sprecher Stephan Lützenkirchen betonte aber den Marketingerfolg der Aktion. So gebe es eine erhebliche Steigerung beim Traffic der Online-Seiten – vor allem bei Fragen zu Produkt und Probefahrten. Die Kampagne habe der Marke viele neue Kunden und Interessenten beschert, sagte Lützenkirchen im Gespräch mit AUTOHAUS.

Die Restwerte sieht der Importeur nicht in Gefahr. Die Rückläufer würden marktgerecht, verteilt über einen längeren Zeitraum von Peugeot vermarktet, hieß es. Die Fahrzeuge hätten verschiedene Laufzeiten und Konfigurationen und seien daher für den GW-Markt hochattraktiv.

"Experimenteller Charakter"

Trotz der deutlichen Kritik des Händlerverbandes VPPD (wir berichteten) sieht Peugeot Deutschland auch positive Effekte für die Autohäuser. "Auf jeden Händler, der seine Frustration über die Aktion äußert, kommt auch einer, der sich über mehr Traffic im Showroom freut", so Lützenkirchen. Es gebe nicht ausschließlich negatives Feedback. Gleichwohl habe die Aktion einen "experimentellen Charakter". "Wir haben Erfahrungen gemacht und gelernt, Dinge in Zukunft anders anzugehen."

Die Händler, die über die Aktion vorab nicht informiert waren, befürchten einen dauerhaften Schaden. "Wir halten diese Aktion für gefährlich", hatte Verbandsgeschäftsführer Herbert Kirst Ende März betont. Man habe dies auch gegenüber dem Importeur deutlich gemacht. Sollte ein ähnlicher Fall in Zukunft erneut auftreten, will der Verband rechtliche Maßnahmen ergreifen. Erfreut zeigte sich Kirst jetzt über das vorzeitige Ende der Aktion: "Das entspricht unserem Wunsch und das begrüßen wir."

Sixt Leasing bietet seit Anfang März zusammen mit dem Mobilfunk- und Internetprovider 1&1 ein Privatkundenleasing für den Peugeot 208, das im günstigsten Fall 99 Euro monatlich kostet – inklusive Überführung, Versicherung, Steuern, Service und Zulassung. Peugeot liefert die Fahrzeuge im Rahmen eines befristeten Direktgeschäfts. Der Kunden-Rabatt aus der Aktion beläuft sich auf 41 Prozent. Die Händler hatten zu Beginn der Aktion mit allem Incentives 28 Prozent, konnten später aber mit dem Sixt-Angebot mithalten, da sie nahezu die gleichen Konditionen (ohne Versicherung) erhielten. (rm/se)

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KOMMENTARE


Tube

21.04.2017 - 16:30 Uhr

Wie immer ein Artikel ohne jede journalistische Bewertung und ohne eine Meinung. das Autohaus Magazin müsste den Handel hier vielmehr unterstützen - aber weit gefehlt. Ein Auto mit über 40% Rabatt - welch eine Überraschung, dass es da Nachfrage gibt. Seinen eigenen Vertragshändlern möchte man das aber lieber nicht so anbieten - die sollen halt bloß die Standards erfüllen und sich wie dumme Idioten in die Ecke stellen. Dürfen ja dann die eine Inspektion für 250 Euro durchführen. Klasse.


Dieter Olk

21.04.2017 - 17:30 Uhr

Es ist immer wieder erstaunlich, was sich Hersteller (hier jetzt Peugeot) einfallen lassen, um den Handel zu quälen und ihn an die Wand zu drücken. Wenn dann Manager das Spektakel beenden und als Fazit sagen: "Wir haben aus der Aktion gelernt ....." kann man das kalte Grauen bekommen. Was haben sie denn gelernt? Wie man den Handel kaputt macht oder wie man am Markt ruinös agiert? Und dann die lieben, tollen Händlerverbände. Diche Luft und wenig dahinter. Bei Wiederholung werden wir klagen. Warum dann nicht jetzt bereits? Irre grausam, diese ganzen Spielchen. Der Verlierer ist und bleibt indes der Handel mit einem in vielen Bereichen untätigen/unfähigen Verband!


Insider

21.04.2017 - 17:58 Uhr

Ein toller Marketingerfolg war das laut Peugeot Pressesprecher ! Oder ein teuer erkaufter ?? Intern spricht man davon , dass dem Konzern ein Verlust aus den Verkäufen an Sixt rund 8 Mio Euro entstanden ist ! Der noch folgende Verlust aus der GW Vermarktung der Leasingrückläufer wird Peugeot sichere weitere 2,5 Mio Euro kosten!! Eine super Aktion !!! ;-)) fragt sich nur für wen??? Sicher nicht für Peugeot !!! Ich kenne auch keinen Peugeot Händler , der diese Aktion gut fand und ich kenne viele Peugeot Händler . Fazit: das französische Peugeot Spitzenmanagement steht in Paris komplett auf Störung wegen dieser Aktion ! Ein Manager musste schon gehen, mal abwarten was noch passieren wird !! Richtig ist , das Peugeot was daraus gelernt hat, nämlich so eine Aktion sicher nicht mehr zu machen !!!


S. Oltmanns

21.04.2017 - 18:29 Uhr

@Tube: .... dem ist nichts hinzuzufügen (außer vielleicht noch ein Mysteryshopping und quartalsweise Auditierung der Händler...)


wer

21.04.2017 - 20:51 Uhr

Die Händler müssen sinnlose Standards erfüllen und werden vom Herrsteller drangsaliert, und Sixt bekommt ohne Standards 50 % Rabatt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Wie lange lassen sie die Händler das noch gefallen ?


Michael Ignaszewski

21.04.2017 - 21:15 Uhr

Die vielen Probefahrten hat sicher nicht Sixt durchgeführt. Die Verkäufer die diese Anfragen abarbeiten mussten hatten nie wirklich eine Chance den Abschluss zu tätigen. Sehr faire Aktion vom Hersteller......


mikkie

21.04.2017 - 21:24 Uhr

Was ist bei diesen Angeboten mit den vielen Verkäufern?Wieviel verdient ein Verkäufer bei diesen Angeboten von Peugeot?Meine Meinung, ein Verkäufer bei solch einer Aktion verdient eine geringe Provision.Super! 40 Prozent auf ein Fahrzeug. Da kann ja nicht viel an Provision vorhanden sein.


FYI

22.04.2017 - 06:17 Uhr

Ich verstehe nicht, wie man beim "Fahrzeugverschenken" von einem Erfolg sprechen kann. Marketing setzt sich in der Leere noch immer aus den vier Bereichen Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik zusammen. Den Bereich "Geschenke" gibt es dabei nicht. Einen Peugeot 208 mit einem UVP von 20.000,- EUR im Bundle mit den anderen Produkten für 99,- EUR im Monat und jederzeit kündbar inkl. aller Kosten zu diesen Konditionen anzubieten ist doch der glatte Wahnsinn. Der Handel war nicht informiert, soll nun aber die Kunden beraten, die durch den Werbedruck bei ihm aufschlagen. Das ist aber auch der einzige Traffic im Handel. Auf Nachfragen beim Peugeot Aussendienst gab es die letzten Wochen nur Kopfschütteln. Keiner war informiert und alle haben sich in den besten Ausreden versucht aus der Affäre zu ziehen. In den 99,- EUR bisher nicht inludiert ist der riesige Werbedruck, der ja auch noch ein paar Millionen verschlungen hat. Wo ist da ein Erfolg? Zum Glück läuft der Autohandel in der Schweiz und in Österreich da noch etwas runder und es gibt Margen auf den Fahrzeugen und nicht nur als Kickback hinten dran. Diese Aktion hat den gesamten Handel verunsichert und er freut sich schon darauf, was denn dieses Jahr noch für Überraschungen kommen werden. Der VW Up in Dänemark online buchbar, der FIAT 500 bei Amazon, der ADAM bei Amazon, BMW bald live (Autohaus berichtete) ... die restlichen Marken werden wohl in den nächsten Monaten mit ihren Online Shops und Spielchen a la 1&1 folgen. Diese Aktion hat einfach mal wieder gezeigt, dass die Hersteller Null Ahnung haben, wie Handel wirklich funktioniert.


ASchmu

22.04.2017 - 09:05 Uhr

mehrfach schon in anderen Berichten alles klargestellt.... wie mein Vorkommentator schrieb - bei 40% Rabatt .... da kauf ich einfach wenn ich einen Wagen brauch... da wird aus einem Wunsch"OpelAstraFordFocusVwGolf - als Diesel mit Automatik und unbedingt Xenon" - dann halt ein "normal"ausgestatteter Peugeot. Ihr lieben Käufer - euch ist schon bewusst dass das ein Sixt Leasing auf 12 Monate ist, bei dem der Restwert den Sixt auch kalkuliert passen MUSS? Bei der Rückgabe - trotz Kasko - droht folgendes Szenario: Hier ein Kratzer, da eine Kratzerchen, hier eine Beschädigung ..... macht dann 3x500,- ( SB ) pro Teil..... und falls mehr dran ist.. dann eben 4x...5x.....


K D Schmitz

22.04.2017 - 19:18 Uhr

Rechtliche Schritte prüfen, im Wiederholungsfall.Da wird Erich aber Angst bekommen.Was für ein starker Händler-verband.


Derek Finke

24.04.2017 - 13:42 Uhr

@Tube: Das, was Sie von der Redaktion erwarten, nennt sich Kommentar. Und den finden Sie hier: http://www.autohaus.de/meinungen/hb-ohne-filter-sixt-adac-aschermittwoch-1923567.html Im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung hat sich ein Journalist nicht von seiner eigenen Meinung leiten zu lassen, sondern von Fakten. Und das ist auch gut so, sonst dauert es nicht lange und einige Leute kommen mit dem Vorwurd der "Lügenpresse" auch noch hier an.


HannesOL

30.06.2017 - 08:13 Uhr

Auf Grund der Vielzahl an überwiegend negativen Reaktionen von Händlerseite, freue ich mich (als Kunde) mal alles richtig gemacht zu haben. Da unser Sohn Fahranfänger ist, sparen wir auch noch doppelt!


Jan Botha

27.09.2017 - 20:11 Uhr

Blöd bei mir hat es nicht geklappt, Sixt 1&1 meint ich habe was vergessen einstellen gab's schon Auslieferung des Peugeot 208


Vive 1&1 Peugeot 208

12.10.2017 - 00:00 Uhr

...natürlich ist das ein Erfolg. Für Peugeot, Sixt und mich.Ganz einfach: Ich habe weder jemals einen Peugeot Probe gefahren [!] noch ein PSA Autohaus von innen gesehen [!]. Okay, einen PSA-Motor hatte ich mal im Volvo V50 Drive als D4162T Euro5. Sixt war mir auch bisher zu teuer, außer einmal aus der Not heraus einen Sprinter gemietet. Sonst nur Fahrzeuge von VW, Audi und Skoda gefahren. Btw: wann die Benziner-Bombe wohl Risse bekommt; der Otto Partikelfilter OPF kommt! Welch edle Absichten die Partikelmasse beim Benzinmotor zu halbieren und dafür dann noch lungengängiger zu machen...yummy. Gehöre zu der Minderheit, die ein neues Auto bar kaufen könnte. ABER: Als mündiger und selbstbestimmender Konsument werde ich einen Teufel tun, einem ideologisierten Elektro-Hype als Lemming zu folgen und durch Neukauf mir Risiken mit dem Wiederverkaufswert des E-/Verbrenners anzulachen. Wie und wofür ich mein Geld verbrenne, entscheide immer noch ICH. Deshalb wurde nicht lange gefackelt, kaufmännisch nüchtern entschieden. Status einer Automarke: bin ich drüber hinweg...und im November steht mein Franzose auf Zeit in der Einfahrt - fertig montiert auf Aluwinterräder Conti TS 860 für € 439,99 extra. OEM Sommer-AluPneus im Kofferraum. Die 30km täglich sollte der packen, oder?! Das sind belastbare Fakten. Total Costs of Ownership, muahh! Mea culpa. Ego cogito ergo sum!


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