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Youngman: Saab bekommt Soforthilfe aus China

Saab hat mit chinesischer Soforthilfe seine akuten Schulden bei der Staatskasse beglichen.

Mit Geldern des Autoherstellers Youngman haben die Schweden ihre akuten Schulden bei der Staatskasse beglichen. Offen bleibt, ob und wann Saab die seit zwei Wochen überfälligen Löhne und Gehälter zahlt.


Datum:
13.12.2011
3 Kommentare

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Saab hat mit chinesischer Hilfe Schulden bei der Staatskasse beglichen, kämpft aber weiter mit akuter Insolvenzgefahr. Wie Unternehmenssprecher Eric Geers am Dienstag mitteilte, sind vom Autohersteller Youngman 3,4 Millionen Euro (31 Mio Kronen) bereitgestellt worden.

Offen blieb, ob und wann Saab die seit zwei Wochen überfälligen Löhne und Gehälter für die 3.500 Beschäftigten im Stammwerk Trollhättan auszahlen kann. Hierfür benötigt das Unternehmen nach Medienangaben etwa 100 Millionen Kronen. Geers meinte zu den Aussichten für eine weitere schnelle Überweisung aus China: "Es gibt natürlich jetzt neue Hoffnung."

Saab muss außerdem bis spätestens Donnerstag vor einem Gericht im westschwedischen Vänersborg einen glaubhaften Geschäftsplan vorlegen, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Der bisherige Zwangsverwalter Guy Lofalk hatte in der Vorwoche den Abbruch des noch freiwilligen Sanierungsverfahrens mit Gläubigerschutz wegen Aussichtslosigkeit beantragt (wir berichteten). Er handelte dabei gegen den Willen des bisherigen Mehrheitseigners Victor Mulller aus den Niederlanden. Das Gericht will am Freitag seine Entscheidung bekanntgeben.

Muller will das Unternehmen mit Youngman sowie mit Bankenhilfe aus China weiterführen. Bei Saab laufen seit mehr als acht Monaten wegen leerer Kassen keine Autos mehr vom Band. Die Zeitung "Svenska Dagbladet" meinte am Dienstag, dass die schwedische Marke mit ihren hochwertigen Autos nur noch eine "mikroskopische Chance" zum Überleben habe. Ein Unternehmenssprecher war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (dpa)

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KOMMENTARE


trehla

13.12.2011 - 14:03 Uhr

na also - gut Ding braucht Weile! Wenn jetzt Konkursver- walter, Management, Mitarbeiter und Investor weiter besonnen reagieren, besteht die Chance auf Fortführung des Geschäftsbetriebs! Aber Achtung, ausruhen gilt hier nicht. Saab muß in zeitnaher Zukunft die Palette ausbauen bzw. renovieren. Hierfür braucht man einen Partner für Chassis und Motoren und eine Marketingoffensive- wird doch klappen, oder?


Dr. S. Reicht

14.12.2011 - 14:50 Uhr

@trehla: Ihr Plan in allen Ehren! Aber wenn sich nicht innerhalb kürzester Zeit Kunden in Nordamerika, Nordeuropa und anderen Märkten in großer Menge finden, nutzt weder ein Partner noch die von Ihnen propagierte Marketing-Offensive nichts! Meine Diagnose: Unheilbar!


trehla

15.12.2011 - 11:34 Uhr

Wer wird denn hier gleich so pessimistisch sein Herr Dr. Reicht. Natürlich gebe ich zu das eine nachhaltige Sanierung von Saab eine sehr große Herausforderung ist. Aber für einen kompetenten wie auch solventen Investor bietet sich auch eine Plattfotm neue Märkte zu erscließen. Dies erfordert eine "harte Hand" und viel Geschick. Hier sollten auch Gewerkschaften und das Land Schweden in der Verantwortung stehen.


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