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Jubiläum: Wechselkennzeichen bleibt Ladenhüter

Zwar bieten Autoversicherer in Deutschland günstigere Wechselkennzeichentarife, doch wirklich sparen kann man mit dem Wechselkennzeichnen nicht.
© Foto: GDV

Das Wechselkennzeichen feiert in Deutschland seinen fünften Geburtstag. Einen Grund zum Gratulieren gibt es allerdings nicht.


Datum:
18.07.2017
8 Kommentare

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Seit Juli 2012 können Autobesitzer ein Wechselkennzeichen nutzen. Der Clou: Mit einem Kennzeichen lassen sich zwei Fahrzeuge anmelden. Wie jetzt der Automobilclub ACE in der jüngsten Ausgabe seine Mitgliedermagazins berichtet, ist die vermeintlich clevere Lösung ein Flop. Demnach zählte das Kraftfahrtbundesamt Anfang des Jahres lediglich 3.838 Wechselkennzeichen.

Ein Grund für die geringe Resonanz: Wer das Wechselkennzeichen nutzt, kann daraus keinen nennenswerten finanziellen Vorteil ziehen. Trotz Wechselkennzeichen muss der Halter nämlich für beide Fahrzeuge den vollen Kfz-Steuersatz entrichten. Zwar gewähren die Kfz-Versicherer kleine Beitragsnachlässe für Kunden, die für mehrere Fahrzeuge ein Wechselkennzeichentrarif abschließen. Doch diese Rabatte können die zusätzlichen Zulassungsgebühren und die Mehrkosten für die Nummernschilder kaum kompensieren. (sp-x)

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KOMMENTARE


Oliver Mayer

18.07.2017 - 17:42 Uhr

es war vorherzusehen, dass es unter diesen Rahmenbedingungen eine Totgeburt wird...


Erwin Tischler

18.07.2017 - 22:32 Uhr

Das Wechselkennzeichen war ursprünglich ja ganz anders angedacht: Es sollte nur die Kfz-Steuer und die Kfz-Versicherung für das größere Fahrzeug gezahlt werden, dafür konnte man das kleinere Zweitfahrzeug sporadisch mit dem Wechselkennzeichen sozusagen kostenlos nutzen. Das wäre interessant gewesen, z. B., wenn jemand eine Limousine für den Alltagsbetrieb besitzt und für das Wochenende ein Cabrio. Aber durch die Gier des Staates und der Kfz-Versicherungen ist aus diesem Modell leider nichts geworden... Schade! Es wären sicherlich viele Autos zusätzlich verkauft worden! Wenn man bedenkt, dass dem Staat dadurch die 19 % Umsatzsteuer auf jedes zusätzlich verkaufte Automobil entgangen ist, kann man über die Kfz-Steuer, die Schäuble unbedingt auch für das Zweitfahrzeug haben wollte nur lachen! Das zeigt mal wieder, dass unsere Politiker von Wirtschaft und Finanzen und vor allem vom "Kunden" keine blasse Ahnung haben!


Leonardo Geraci

19.07.2017 - 08:27 Uhr

Völlig richtig, man ist mit offenen Augen auf den Abgrund zugelaufen.Voller KFZ-Steuersatz für alle Fahrzeuge und dann noch das umständliche Austauschen der "Schilderzusätze" vorne und hinten.Warum konnte man sich nicht einfach darauf einigen dass das vordere Kennzeichen (weil ohne TÜV Siegel) nur einfach ausgestellt und somit von allen Fahrzeugen genutzt wird? Jedes Auto könnte dann sein individuelles hinteres Nummernschild (samt TÜV Termin) behalten und der Halter bzw. Fahrer muss nur das vordere Kennzeichen jeweils umstecken.


Andreas Böhler

19.07.2017 - 08:51 Uhr

funktionierende Beispiele hätte es in der Schweiz und Österreich gegeben, übrigens auch bei der Maut...


Franzi

19.07.2017 - 09:32 Uhr

Am Beispiel Österreich sieht man wie es richtig geht... aber wieso auch etwas kopieren das gut läuft... armes Deutschland! Das Wechselkennzeichen in Österreich ist wirklich eine tolle Sache und wird super angenommen.


Christian Pickl

19.07.2017 - 10:14 Uhr

.....ich zitiere (immer wieder gerne) einen Artikel, der vor 5 Jahren veröffentlicht wurde: \"es wurde so lange eingedeutscht, bis es unbrauchbar wurde\" . Dem ist nichts hinzuzufügen.


Insider

19.07.2017 - 17:48 Uhr

Wer sich mehrere Autos leisten kann zieht aus vielen nachvollziehbaren Gründen halt lieber in die Schweiz.


Dietmar Seyerle

21.07.2017 - 17:04 Uhr

Armes Deutschland, Die Maut kriegen wir nicht hin, obwohl das in allen möglichen Nachbarländern funktioniert. Das Wechelkennzeichen ist dasselbe Dilemma.Aber dafür können wir die schnellsten Züge bauen die eigenartigerweise von den Anderen in ihren Ländern immer überholt werden, wir können Autobahnen bauen die maximal 5 Jahre halten und wir können Flughäfen bauen die nie fertig werden.Aber wir können bei der nächsten Bundestagswahl sicher wieder die "Richtige" Partei wählen und uns in der nächsten Legislaturperiode wieder wundern.


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