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Markteintritt: Great Wall Motors will Händlernetz aufbauen

Neben seinen Fahrzeugen hat Great Wall Motors auch seine Vertriebsstrategie enthüllt (im Bild: Wey Coffee 01).
© Foto: Oliver Tamagnini

Anfang 2022 will der chinesische Autokonzern Great Wall hierzulande mit seinen Marken Wey und Ora starten. Im Gegensatz zu anderen chinesischen Marken setzt der Hersteller dabei auch auf ein Händlernetz vor Ort. Erste Gespräche laufen bereits.


Datum:
23.09.2021
Autor:
aw
Lesezeit: 
4 min
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Auf der IAA in München haben sich viele etablierte Hersteller rargemacht. Umso mehr Aufmerksamkeit bekamen die wenigen, die dann doch vor Ort waren. Besonders ein Hersteller stach dabei hervor: Great Wall Motors. Der chinesische Autokonzern präsentierte sich zum geplanten Markteintritt 2022 auf ausladenden Messeständen mit seinen beiden Marken Wey und Ora. Neben den ersten Modellen, gaben die Chinesen dabei auch erste Einblicke in ihre Vertriebsstrategie.

Direktvertrieb und Händlernetz

So will Great Wall anders als etwa die Kollegen von Aiways nicht nur auf den Direktvertrieb online, sondern auch auf den Handel vor Ort setzen. Für Wey plant Great Wall in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern zunächst zehn eigene Flagship Stores in großen deutschen Städten. Los geht es in München, wo der erste Standort Anfang 2022 seine Pforten öffnen soll. Ergänzend dazu sind zehn temporäre Pop-Up-Stores vorgesehen. Mit welchen Händlern Wey vor Ort zusammenarbeitet, will der Hersteller noch nicht verraten.

Der Service soll über deutschlandweit 60 Stützpunkte abgewickelt werden. Hierbei sei man aber noch auf der Suche nach potentiellen Partnern, erklärte Johnson Qiang, Executive Vice President von Great Wall Motor Deutschland im Gespräch mit AUTOHAUS. Später wolle man dann neben den Flagship-Stores ein Händlernetz aufbauen. Dazu werde man demnächst mit der Suche nach Partnern beginnen, so Qiang.

Li Ruifeng (l.), General Manager der Marke Wey bei GWM, und Johnson Qiang (r.), Executive Vice President Great Wall Motor Deutschland.
© Foto: Great Wall Motors

Wenig konkrete Zahlen

Bei Ora ist Great Wall in dieser Hinsicht schon einen Schritt weiter: Erste Verhandlungen mit potentiellen Handelspartnern liefen bereits, sagte Qiang. Allerdings ist bei Ora der Ansatz ein anderer: Hier sind keine eigenen Flagship Stores unter Beteiligung des Herstellers vorgesehen. Der Vertrieb soll neben dem Direktvertrieb online ausschließlich über Partner im Handel laufen. "Wir wollen eine langfristige Beziehung mit dem Handel und gemeinsam wachsen", betonte Qiang.

Auf eine Zahl, wie groß das Händlernetz bei Wey und Ora am Ende sein soll, legt sich Great Wall derzeit aber nicht fest. Klar ist nur: Es wird eine Doppelstruktur aus einem Händlernetz geben, das Fahrzeuge verkauft und repariert sowie einem Werkstattnetz, das nur repariert. Auch sei nicht ausgeschlossen, dass ein Händler beide Marken an einem Standort anbietet. Wie gewohnt muss der Handel CI-Standards erfüllen, um einen Vertrag zu bekommen. Welche das sind, wird ebenfalls noch nicht kommuniziert.

Dass der Marktstart von Wey in Deutschland und von Ora in Deutschland und vier weiteren europäischen Ländern gelingt, davon zeigte sich Qiang überzeugt: Im Gegensatz zu früheren, gescheiterten Gehversuchen chinesischer Autohersteller in Europa habe man nun ausgereifte Produkte mit einer hohen Qualität und guten Ergebnissen in den Crashtests.


Wey Coffee 01

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Ora Cat 01 / 03

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Was Sie über die Marken Wey und Ora wissen müssen:

Ora ist eine reine Elektromarke mit einem Fokus auf eine junge, etwas preissensiblere Zielgruppe. Erstes Modell ist der Kompakt-Stromer Cat 01, den es zusätzlich in einer sportlichen GT-Version geben wird. Die Auslieferungen sollen im Frühjahr beginnen, preislich soll es bei rund 30.000 Euro losgehen. Wey hingegen richtet sich an eine etwas zahlungskräftigere Klientel. Erstes Modell auf dem deutschen Markt ist der knapp fünf Meter lange, coupéhafte SUV Coffee 01 mit Plug-in-Hybrid zu Preisen ab 50.000 Euro.

Im Rahmen seiner Marktoffensive will Great Wall bis 2025 in Europa eine ganze Reihe weiterer Modelle einführen. Allein für Ora sind fünf Modelle geplant. Zudem ist der Aufbau einer europäischen Produktionsstätte vorgesehen.

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