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Marktprognose 2011: Dudenhöffer glaubt an Absatzturbo

König der Optimisten: Ferdinand Dudenhöffer erwartet für das kommende Jahr 3,24 Millionen Pkw-Zulassungen in Deutschland.
© Foto: FH Gelsenkirchen

2010 war kein gutes Jahr auf dem deutschen Automarkt. Viele Hersteller waren im Leerlauf unterwegs. Das soll sich nach Einschätzung des Branchenexperten im neuen Jahr grundlegend ändern.


Datum:
22.12.2010
7 Kommentare

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Ferdinand Dudenhöffer lehnt sich wieder einmal weit aus dem Fenster. Der in der Branche umstrittene Autoexperte prognostiziert für das kommende Jahr 3,24 Millionen Pkw-Zulassungen in Deutschland – und damit deutlich mehr als seine Fachkollegen oder die Branchenverbände. Zum Vergleich: Das Deutsche Kfz-Gewerbe geht für 2011 von etwas über drei Millionen Einheiten aus, der VDIK und IFA-Leiter Willi Diez von rund 3,1 Millionen (wir berichteten).

Nach dem weltweiten Aufschwung erwartet Dudenhöffer 2011 ein kräftiges Anziehen der Nachfrage auch hierzulande. Die Folgen der Abwrackprämie seien zwar weiter spürbar, der Markt noch nicht ganz im natürlichen Gleichgewicht. Im ersten Halbjahr werden sich die letzten Nachwirkungen der künstlich vorgezogenen Nachfrage aber verflüchtigen, glaubt der Professor an der Universität Essen-Duisburg. Größte Gewinner könnten nach seiner Einschätzung der Billiganbieter Dacia und der Sportwagenbauer Porsche sein. Einzig die VW-Tochter Seat werde wohl erneut weniger Autos absetzen.

In diesem Jahr ist die rasante wirtschaftliche Erholung noch nicht auf den deutschen Automarkt durchgeschlagen. "Trotz Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft ist der Automarkt mit 2,94 Millionen Zulassungen in das größte Loch seit der Wiedervereinigung gefallen", schreibt Dudenhöffer in einer am Mittwoch veröffentlichten Marktstudie. Der Hochrechnung zufolge bedeutet dies ein Minus von 22,8 Prozent bei den Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr.

Premium-Lichtblicke

Gegen den Trend zulegen konnten nur die Premium-Marken BMW (239.400 Autos, plus 6,6 Prozent), Mercedes (287.000 Zulassungen, plus 1,6 Prozent), Porsche (15.900 Einheiten, plus 3,6 Prozent) und Land Rover (6.700 Fahrzeuge, plus ein Drittel).

Alle übrigen Hersteller hatten mit herben Verlusten zu kämpfen. So sanken die Zulassungen von Fiat in Deutschland im Vergleich zu 2009 um über die Hälfte auf 78.900. Auch andere auf günstige Modelle spezialisierte Autobauer, die von der Abwrackprämie profitiert hatten, standen vor massiven Absatzproblemen. Bei Toyota betrug das Minus 44,3 Prozent. Ähnlich schlecht schnitten Peugeot (minus 34,1 Prozent), Citroën und Opel (beide minus 31,8 Prozent) ab. (rp/dpa)

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KOMMENTARE


OMO-33

23.12.2010 - 09:28 Uhr

Zitat : "Der in der Branche umstrittene Autoexperte prognostiziert für das kommende Jahr 3,24 Millionen Pkw-Zulassungen in Deutschland – und damit deutlich mehr als seine Fachkollegen oder die Branchenverbände." Schön. Es ist nun zu hoffen, dass auch viele Endverbraucher die Fahrzeuge kaufen und zulassen. Leider wird ein grösserer Anteil der Erstzulassungen von den Herstellern selbst vorgenommen. Dienstfahrzeuge, Behörden- und Mietfahrzeuge, Vorführwagen u.a. Diese sind dann auf der Gebrauchtwagen Seite Absatz-Bremse für das Neuwagegeschäft. Die Bereits produzierten Fahrzeuge bleiben im Handel ohne Zulassungen stehen. Ein größerer Teil wird im Export plaziert und wird daher die Zulassungen im Inland nicht berühren. Fazit: Prognosen des Erfolges der Autoindustrie an den Zulassungen festzumachen, halte ich für einen falschen Ansatz. Dies sollten die " Experten " überdenken. Vielmehr entscheiden die tatsächlichen Produktionszahlen der Hersteller, die am Markt und im Handel landen. Für mich ist aus dieser Sicht, jedes Fahrzeug das ein Werk verlässt, bereits verkauft. Es wäre besser, das "Zulassungs Denken " als ein Indikator des Erfolgs aus dem Alltag zu entfernen. Nun an die Arbeit und für alle Ein Frohes Fest und ein erfolgreiches 2011 Ihr OMO3 Frohes Fest


Henry1

23.12.2010 - 09:44 Uhr

Ich wünschen mir ein " Duddenhöffer - Senf " freies 2011


Hans-Hermann Feddersen

23.12.2010 - 10:10 Uhr

Der Herr Oberschlaumeier der Autobranche orakelt noch kurz vor Jahresschluss. Es ist schon erstaunlich wie immer wieder diese Weisheiten verbreitet werden. Es fehlen hier noch die Angaben welche Hersteller mit wieviel Nachlass die Fahrzeuge in den Markt drücken. Vermutlich hat er seine Karten zu hektisch gelegt. Dann warten wir mal auf die nächsten Prophezeiungen von dem Herrn Turboprofessor. Fröhliche Weihnachten!


A. Aslau

23.12.2010 - 10:21 Uhr

Bericht ist ausgedruckt und auf Wiedervorlage 30.12.2011 abgelegt - das mitleidige Lächeln ist schon jetzt vorprogrammiert ! Frohe Feiertage und trotz viel heißer Luft von Herrn Dudenhöffer eine erfolgreiches Jahr 2011.


R.Hama

23.12.2010 - 11:13 Uhr

Gerne würde ich Oktopus ( Paul ist leider tot )befragen. Diese Tiere sind als Orakel vorzüglich geeignet. Da kann jeder auf Experten verzichten. Sollte neuer Paul nicht Recht haben, so könnte er wenigstens in den Kochtopf und Thema ist vom Tisch. Leider geht das mit Experten nicht, die muss man hier weiter ertragen. na dann ein Frohes Weihnachten und Experten und Forschungsinstituten freies 2011


Ron.Hayet

23.12.2010 - 11:36 Uhr

Es ist meiner Meinung nach völlig unerheblich ob die Zulassungen 2011 steigen oder der Trend zum Aufschwung tendiert. Hierbei wird wieder die grundsätzliche Problematik des künftigen individuellen Mobilitäts Konzeptes vernachlässigt. Wohin steuern wir mit unseren Automobilen Welt ??? Als beste Autobauer der Welt sollten wir die Pflicht der Weitsicht nicht vergessen. Trend ,Zukunnftsforscher, Soziologen und vor allem innovative Techniker müssen auf den Plan. Neue Konzepte und Produkte sollten unseren Kinder lanfristig die Mobile und ökonomische Welt sichern. Wer ist Duddenhöffer mit seiner " Pili-Pali " Forschung. Die bring uns keinen Zentimmeter weiter.


elsuperbeasto

04.03.2011 - 21:22 Uhr

Autopapst....Autoexperte...Professor...wenn ich nur den Namen lese oder hoere....hab echt keinen Plan wer auf diese (...) hoert oder auf seine Meinung etwas gibt...ueberfluessig!!


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