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Volvo: "Wachstum unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt"

Thomas Bauch zur Renditesituation im Volvo-Handel: "Manche Betriebe liegen 60 Prozent über Vorjahr, andere 40 Prozent darunter."
© Foto: Volvo

Bei den Stückzahlen musste Volvo hierzulande zwar Verluste hinnehmen, beim Marktanteil aber hat die Marke hinzugewonnen. Die Händlerrendite fiel sehr unterschiedlich aus.


Datum:
10.12.2020
4 Kommentare

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41.500 Fahrzeuge hat Volvo in den ersten elf Monaten 2020 in Deutschland abgesetzt. Mit minus 13,2 Prozent gegenüber Vorjahr hat die Marke deutlich besser abgeschnitten als der Markt (minus 21,6 Prozent). Was den Marktanteil betrifft, haben die Schweden hierzulande sogar mehr als zehn Prozent hinzugewonnen, rechnete Volvo Car Germany (VCG)-Geschäftsführer Thomas Bauch am Donnerstag im Rahmen eines Pressegesprächs vor. Per Ende November liegt Volvo bei einem Marktanteil von 1,6 Prozent. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2019 waren es 1,44 Prozent. "Damit haben wir unseren geplanten Wachstumskurs auch unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt", so Bauch.

Erfolg mit Plug-in-Hybriden

Besonders gut sei der Vertrieb bei den Plug-In Hybriden gelaufen, teilte der VCG-Chef weiter mit. Volvo verzeichne derzeit einen Anteil von 37 Prozent der Zulassungen mit dieser Antriebsvariante, im Dezember würden es voraussichtlich sogar über 50 Prozent sein. Es sei bereits sicher, dass man keine Strafzahlungen wegen erhöhter CO2-Flottengrenzwerte leisten müsse. Im Gegenteil: Das gute Abschneiden habe es ermöglicht, auch sogenannte "Credits" an einen anderen Hersteller zu verkaufen. Wie AUTOHAUS bereits gemeldet hat, hat Ford diese Chance zum Ausgleich der eigenen schlechteren Werte genutzt.

Auch beim Aftersales befindet sich Volvo nahezu auf Vorjahresniveau. Im Gebrauchtwagenbereich wäre bis zum Jahresende sogar ein leichtes Plus möglich, meinte Bauch. Auf jeden Fall werde man nicht unter Vorjahr abschließen.

Breite Streuung bei Händlerrendite

Bei der Händlerrendite gebe es ebenfalls keinen nennenswerten Unterschied zum Vorjahr, führte der Geschäftsführer weiter aus. Er räumte allerdings ein, dass die "Durchschnittsrendite" nicht sehr aussagekräftig sei. Im Gegenteil: Es gebe ein sehr heterogenes Bild in der Händlerschaft. "Manche Betriebe liegen 60 Prozent über Vorjahr, andere 40 Prozent darunter", so Bauch wörtlich. Auf Nachfrage nannte er als Grund neben äußeren Einflüssen, zum Beispiel wegen längerer Schließung aufgrund der Pandemie, die Einstellung des Unternehmers: Wer positiv an die Herausforderungen mit Corona herangegangen sei, hätte sich durchaus positiv entwickeln können. Wer sich dagegen wegen der Problematik eingeigelt habe, habe verloren. (dp)

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KOMMENTARE


autofan

11.12.2020 - 10:35 Uhr

Wie sagte kürzlich in einem Interview Herr Dudenhöfer:"Volvo ist die einzige Marke die alles richtig macht".Dem ist nichts weiter hinzuzufügen!!!!Sehen sie sich alle auch bitte den AH online Bericht und die Bilder zu dem Volvo Center in Dietzenbach an.Die können's. Top. Bravo!!


Dieter

11.12.2020 - 10:53 Uhr

Na, dann schauen wir doch mal, was mit den Zahlen der erfolgreichen Plug-In Hybriden passiert, wenn die Emissionsüberwachung flächig eingehalten werden muss und die tatsächlichen Verbräuche dokumentiert und durch das (fehlende) Ladeverhalten der Nutzer offensichtlich wird.


autofan

11.12.2020 - 14:22 Uhr

@Dieter:Sie vergessen, dass Volvo Fahrer eine andere Klientel darstellen als die sonst vertretenen Kunden, ich sag mal vorsichtig ohne deutsche Namen zu nennen, anderer Marken! Die Volvo Kunden kaufen aus Überzeugung. Das ist der Unterschied in deren Mentalität, welche die Zukunft trägt!!!


Dieter

14.12.2020 - 08:43 Uhr

@autofan,Was wollen Sie damit sagen? Dass Volvo-Fahrer aus Mentalitätsgründen das Produkt weiterfahren werden, auch wenn diese TCO-seitig "korrigiert" sind? Wohl eher nicht. Wenn das so wäre, könnten die Nutzer (Fahrer) doch bereits jetzt den Stromanteil auf dem Niveau halten, das den kolportierten Verbrauchsberechnungen zugrunde liegt. Wird aber nicht gemacht, wer will schon 20-30 Minuten untätig an der Ladesäule stehen, insbesondere wenn der Arbeitgeber alternativ die Kraftstoffkosten (Benzin) bezahl? Ökologie hat leider Grenzen, insbesondere dann, wenn´s ans persönliche Verhalten geht, da ist der eigene Vor-/Nachteil am Ende doch ausschlaggebend. Sobald nachgewiesen werden muss, wie sich die Verbräuche der Hybridfahrzeuge tatsächlich darstellen und klar wird, wie sich dafür das Tank-/ Ladeverhalten ändern muss, werden sich insbesondere die Dienstwagennutzer im User-Chooser Bereich, die Volvo aktuell (nur) wegen des vermeintlich niedrigen Verbrauchs und der halbierten Besteuerung fahren, wieder von diesem Hersteller abwenden, ganz zu schweigen von den Unternehmen, die am Ende die tatsächlichen Kosten für die Dienstwagen bezahlen müssen.Für die Privatkunden (die sich das leisten können) mag das zutreffen aber die dürften nicht den überwiegenden Teil der guten Volvo-Zahlen ausmachen.


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