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Fahrbericht Mini Cooper SE Countryman ALL4: Sparen auf hohem Niveau

Fahrbericht Mini Cooper SE Countryman ALL4
Sparen auf hohem Niveau
Als Teilzeitstromer soll der Mini Cooper SE Countryman ALL4 dazu beitragen, den CO2-Flottenausstoß in Richtung der 95-Gramm-Grenze zu drücken.
© Foto: Mini
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Schon seit 2017 gibt es das Modell Countryman von Mini als Plug-in-Hybrid. Im Sommer war es Zeit für eine Modellpflege.

Von Elfriede Munsch/SP-X

Der Mini Countryman gehört hinter den Mini-Varianten mit drei oder fünf Türen zu den meistverkauften Modellen des Kultflitzers. In Deutschland entscheidet sich jeder dritte Käufer für den 4,30 Meter langen Crossover, der seit 2017 in zweiter Generation auf dem Markt ist.

Seine Beliebtheit nutzt Mini auch zum Sparen. Gut, nicht unbedingt bei der Preisgestaltung, aber zur Reduzierung vom CO2-Ausstoß. Dafür setzt das Unternehmen auf Elektrifizierung. Der aktuelle Countryman wird zwar nicht wie der dreitürige Mini als batterieelektrische Variante angeboten, aber bereits seit 2017 als Plug-in-Hybrid. Als Teilzeitstromer soll er dazu beitragen, den CO2-Flottenausstoß in Richtung der 95 Gramm-Grenze zu drücken, um so die teuren Strafzahlungen bei Verfehlung der Vorgaben zu verringern. Mittlerweile entfallen auf den SE genannten Plug-in-Hybriden fast 20 Prozent der Kaufverträge. Dank steuerlicher Vorteile sowie der Innovationsprämie dürfte sich dieser Anteil sicherlich noch erhöhen.

220 PS Maximalleistung

Der SE stand im Rahmen der Modellauffrischung zu Testfahrten bereit. Er markiert mit seiner 162 kW / 220 PS Maximalleistung das stärkste sowie mit einem offiziellen Durchschnittsverbrauch von 1,7 bis zwei Litern auch das sparsamste Countryman-Angebot. Beim Preis teilt er sich mit dem 140 kW / 190 PS starken Diesel die Spitzenposition, beide verfügen über Allradantrieb und kommen auf jeweils rund 38.000 Euro. Allerdings darf man beim SE die Innovationsprämie von 6.750 Euro abziehen, so dass man preislich im Bereich des Cooper S mit 131 kW / 178 PS (ab 32.200 Euro) liegt.

Bereits seit Sommer 2019 verfügt der SE wie seine Verwandtschaft, der BMW X1, über eine größere, zehn kWh-starke Batterie, so dass das Fahrzeug nun nach WLTP bis zu 61 Kilometer weit elektrisch fahren kann. Zuvor war ein 7,6 kWh-Akku an Bord, der nur für rund 40 Kilometer ausreichte. Zur Wahl stehen drei Fahrmodi: Im "Auto eDrive"" regelt das System automatisch das Zusammenspiel zwischen dem 92 kW / 125 PS starken 1,5-Liter-Dreizylinder und dem E-Motor mit 70 kW / 95 PS. Bis Tempo 80 ist man, sofern der Akku genügend Saft hat, elektrisch unterwegs. Je nach Einstellung "Sport" oder "Green" sind zudem die Kennlinien von Gasannahme und Drehmomentbereitstellung schärfer oder zurückhaltender. Im Modus "Save Battery" kommt nur der Verbrenner zum Einsatz, der Füllstand der Batterie ist dann auf Wunsch abrufbar, um etwa spätabends lautlos in die Heimatstraße und vor die Garage zu rollen.

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Mini Cooper SE Countryman ALL4

Zwar verfügt der Countryman nicht wirklich über die minitypischen Fahreigenschaften, aber dank seiner direkten Lenkung, der schnellen Sechsgang-Automatik und einer straffen Fahrwerksabstimmung vermittelt er Fahrspaß. Wer die dynamische Fahrkarte zieht, bringt den Akkustand jedoch schnell gegen Null. Mit leerer Batterie fehlt natürlich die Unterstützung des an der Hinterachse angeflanschten E-Motors. Der Dreizylinder bemüht sich zwar nach Kräften allein, doch tut er sich schwer, das rund 1,8 Tonnen schwere Fahrzeug dynamisch nach vorne zu treiben. Am besten, man hält sich zurück. Mit leerer Batterie steigen zudem die Verbrauchswerte.

Natürlich kann man auch im rein elektrischen Fahrmodus (Max eDrive: 135 km/h) unterwegs sein. Auch hier gilt: Wer stark aufs Gaspedal drückt, muss schneller auf den Verbrenner zurückgreifen. Umgekehrt hilft es, etwa im Stadtverkehr auf "Green" und verhaltenes Vorwärtskommen zu wechseln. So dürften Wegstrecken bis zu 50 Kilometer im E-Modus gut zu meistern sein. Im Idealfall kann man am Ende der Fahrt nachladen, um möglichst viele Kilometer elektrisch fahren zu können. An einer normalen Steckdose dauert der Ladevorgang rund fünf Stunden.

Optische Retuschen

Mini hat den Countryman im Sommer aufgefrischt. Der Schwerpunkt lag auf optischen Retuschen. Am auffälligsten ist der geänderte Kühlergrill. Der erinnert beim Crossover nicht länger mit der bislang leicht abfallenden Strebe im Grill an den Gesichtsausdruck von Grumpy Cat, sondern vermittelt nun einen fast gut gelaunten Eindruck. Außerdem haben sich die Designer der Leuchten angenommen, die jetzt immer mit LED-Technologie ausgeführt sind. Nachts fallen besonders die Heckleuchten auf. Die Lichtgrafik ist im Union-Jack-Design gehalten.

Ansonsten ist der Countryman SE ein typischer Mini. Der Grundpreis lässt sich schnell erhöhen, Rückfahrkamera, Head-up-Display oder Assistenten zum Beispiel für Fernlicht und Verkehrszeichen kosten Aufpreis. Was es nicht gibt, ist eine Anhängerkupplung. Auch beim Kofferraumvolumen und Tankvolumen muss man Abstriche machen: Das Gepäckteil, fällt mit 405 bis 1.275 Litern geringer aus als bei den anderen Landmännern (450 bis 1.390 Liter). Und die Rückbank lässt sich auch nicht verschieben. Der Benzintank fasst nur 36 statt 51 Liter.

Der Countryman SE ist vom Fahrprofil wandelbar. Er vermittelt Spaß, aber auch Freude am Sparen. Doch nur wenn man den Spareffekt in den Vordergrund stellt sowie konsequent die Batterie nachlädt, trägt man auch zur CO2-Reduzierung bei. Fahrfreudige Lademuffel sind mit dem Cooper S oder Cooper SD besser aufgehoben.

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Mini Countryman John Cooper Works (2021)

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