Die Preise für Gebrauchtwagen in Deutschland setzen ihren Abwärtstrend fort. Der AutoScout24 Gebrauchtwagen-Preis-Index sank im Juni im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Prozent auf durchschnittlich 27.229 Euro. Damit entwickeln sich die Preise seit Jahresbeginn weiter rückläufig. Über nahezu alle Fahrzeugsegmente hinweg gaben die Durchschnittspreise nach – nur gebrauchte Elektroautos stemmen sich weiterhin gegen den Markttrend.
Besonders deutlich fielen die Preisrückgänge bei Kleinwagen aus. Sie verbilligten sich um 1,7 Prozent auf durchschnittlich 12.968 Euro. Auch Sportwagen wurden günstiger: Ihr Durchschnittspreis sank um 1,4 Prozent auf 70.117 Euro. In der oberen Mittelklasse sowie in der Mittelklasse lag das Minus jeweils bei 1,2 Prozent. Die Durchschnittspreise betrugen dort 31.296 Euro beziehungsweise 25.406 Euro. Nachdem die Oberklasse im Mai noch leicht zugelegt hatte, ging es auch hier im Juni um 0,7 Prozent auf 59.370 Euro nach unten.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Betrachtung nach Fahrzeugalter. Youngtimer verzeichneten mit minus 2,4 Prozent auf 7.665 Euro den stärksten Rückgang. Oldtimer wurden im Schnitt 1,5 Prozent günstiger und lagen bei 32.399 Euro. Fahrzeuge im Alter von zehn bis zwanzig Jahren gaben um 0,8 Prozent auf 10.936 Euro nach.
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GW-Angebot nimmt zu
Parallel dazu nahm das Angebot in mehreren Segmenten zu. Besonders stark wuchs die Zahl der inserierten SUV und Geländewagen mit plus 4,6 Prozent. Auch Kleinwagen legten angebotsseitig um 4,1 Prozent zu, die Mittelklasse um 3,8 Prozent. Die Nachfrage entwickelte sich dagegen uneinheitlich. Zuwächse gab es vor allem in der oberen Mittelklasse mit plus 6,9 Prozent, bei Vans und Kleinbussen mit plus 3,5 Prozent, bei SUV und Geländewagen mit plus 3,4 Prozent sowie in der Oberklasse mit plus 2,9 Prozent.
Rückläufig war das Interesse hingegen bei Sportwagen mit minus 3,4 Prozent, bei Kleinwagen mit minus 3,3 Prozent sowie in der Mittel- und Kompaktklasse mit jeweils minus 0,8 Prozent.
Auch bei den Alterssegmenten zeigt sich ein gemischtes Bild. Das Angebot stieg besonders deutlich bei Youngtimern mit plus 8,4 Prozent, bei Oldtimern mit plus 7,9 Prozent sowie bei Fahrzeugen zwischen zehn und zwanzig Jahren mit plus 6,0 Prozent. Auf der Nachfrageseite waren dagegen vor allem fünf bis zehn Jahre alte Fahrzeuge gefragt. Hier lag das Plus bei 3,4 Prozent. Fahrzeuge im Alter von einem bis drei Jahren kamen auf einen Nachfragezuwachs von 3,2 Prozent.
Gebrauchte E-Autos steigen im Preis
Gebrauchte Elektroautos entwickeln sich weiterhin gegenläufig zum Gesamtmarkt. Während die Durchschnittspreise der meisten Antriebsarten im Juni leicht nachgaben, verteuerten sich gebrauchte Stromer um 1,0 Prozent auf 37.810 Euro. Seit Jahresbeginn ist ihr Durchschnittspreis damit deutlich gestiegen – von 32.980 Euro auf 37.810 Euro. Gleichzeitig ging die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos gegenüber dem Vormonat um 16,9 Prozent zurück. Das Angebot blieb mit minus 0,1 Prozent nahezu stabil.