GW-Markt in Europa: Hälfte aller Händler erwartet sinkende Preise

03.02.2026 12:10 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ein Auto-Showroom mit der Flagge der Europäischen Union
Bereits im dritten Jahr in Folge geht die Mehrheit der befragten Händler von stabilen oder sinkenden Preisen aus. Besonders Händler aus Polen, Italien und Schweden erwarten Rückgänge.
© Foto: Mit KI generiert / Adobe Firefly / EU / AUTOHAUS

Der europäische Gebrauchtwagenmarkt bleibt unter Druck. Laut einer Händlerumfrage von Auto1 erwartet rund die Hälfte der Betriebe im Jahr 2026 weiter sinkende Preise. Besonders die kurzfristige Stimmung deutet auf anhaltenden Rückgang hin.

Eine aktuelle Umfrage von Auto1 unter mehr als 7.000 europäischen Partnerhändlern zeigt: Fast 49 Prozent erwarten fallende Gebrauchtwagenpreise im Jahr 2026. Nur gut ein Fünftel rechnet mit steigenden Preisen. Damit bestätigt sich der seit Mitte 2025 anhaltende Abwärtstrend.

Der Rückgang spiegelt sich auch im aktuellen im Auto1 Group Price Index wider. Seit Januar 2024 sank dieser von 142,0 auf 136,6 Punkte. Bereits im dritten Jahr in Folge geht die Mehrheit der befragten Händler von stabilen oder sinkenden Preisen aus. Besonders Händler aus Polen, Italien und Schweden erwarten Rückgänge.

Kurzfristige Stimmung bleibt negativ

Laut Moody’s Analytics ist kurzfristig nur wenig Wachstum zu erwarten. Während kurzfristig Druck auf den Preisen bleibt, zeigen langfristige Szenarien laut Moody’s ein anderes Bild: Bis 2036 könnten die Gebrauchtwagenpreise um rund 21 Prozent steigen. Bis 2056 sei sogar nahezu eine Verdopplung möglich. Ursachen sind steigende Kosten bei Neuwagen und Vorleistungen.

Händler nennen vielfältige Gründe für den Preisrückgang

Als Hauptfaktoren nannten 29 Prozent der Händler eine schwächere Nachfrage. Weitere Gründe sind geänderte Fahrzeugvorlieben und ein geringeres Angebot. 25 Prozent sehen wachsenden Wettbewerb durch chinesische Marken als wichtigen Einfluss. Händler, die diesen Faktor nennen, erwarten besonders häufig sinkende Preise.

Nur 13 Prozent der Befragten sehen neue EU-Regeln als relevanten Treiber. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe erwartet dadurch sinkende Preise. Zudem verweisen einige Händler auf steigende Neuwagenpreise als möglichen Auslöser für langfristige Wertentwicklungen.


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